Fachverband Deutsch als Fremd- und Zweitsprache e.V.

Interessenvertretung für DaF-/DaZ-Lernende, -Lehrende und -Institutionen

2015

Die 42. FaDaF-Jahrestagung am SDI München vom 05. bis 07. März 2015: (In) fremde Sprachwelten über-setzen!

Unter diesem Motto fand vom 05. bis 07. März 2015 die 42. FaDaF-Jahrestagung in der süddeutschen Metropole München statt.

Die Tagung bot einem internationalen Publikum aus Hochschullehrer/innen der Fächer DaF und DaZ, Deutsch-Lektor/innen und anderen Lehrkräften, sowie insbesondere auch Nachwuchswissenschaftler/innen und Studierenden ein vielfältiges Forum.

Die lokale Organisation am SDI München haben freundlicherweise Prof. Dr. Regina Freudenfeld und Tobias Schickhaus übernommen.
Danken möchten wir außerdem der Leitung des SDI, allen voran dem Präsidenten Prof. Dr. Felix Mayer, sowie der Verwaltung für die Unterstützung der Tagung.

Wie in den vergangenen Jahren wurden Vorträge und Workshops in vier Themenschwerpunkten (TSP) und zwei Foren („Unterrichtspraxis“ und „Beruf und Qualifizierung“) und Ausstellerpräsentationen angeboten.

Themenschwerpunkte (=TSP) und Praxisforen

TSP 1: Sprachmittlung / Dolmetschen und Übersetzen
TSP 2: Mehrsprachigkeit im Kontext von internationaler
Wirtschafts- und Unternehmenskommunikation
TSP 3: Heterogenit�t als Herausforderung und Ressource
in DaZ und DaF
TSP 4: Lebenswelten in Literatur und Landeskunde
Praxisforum A: Unterricht
Praxisforum B: Beruf und Qualifizierung

TSP 1: Übersetzen und Sprachmitteln

Koordination:

Dr. Antje Dorn (FaDaF, Université de Bordeaux 3)
Prof. Dr. Ursula Gross-Dinter (SDI München)
Herbert Blank (SDI München)

Seit der pragmatischen Wende in der Linguistik und der daraus resultierenden kommunikativen Wende im Fremdsprachenunterricht in den Siebzigerjahren des 20. Jahrhunderts darf es „als ein allgemein anerkanntes Prinzip des Fremdsprachenunterrichts gelten“ (Barrera-Vidal 1987:886)[1], [da] Sprache als eine besondere Form menschlichen Handelns aufzufassen ist und daß die kommunikative Funktion in den Mittelpunkt der Überlegungen zur Sprache gerückt werden muß.“ (ibid:885)
Die Entwicklung kommunikativer Sprachkompetenz steht im Mittelpunkt des handlungsorientierten Paradigmas des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER), der unter den kommunikativen Aktivitäten und Strategien neben Rezeption, Produktion und Interaktion die Sprachmittlung als eigene Kompetenz anführt. Der GER unterscheidet zwischen mündlicher und schriftlicher Sprachmittlung und zählt neben Dolmetschen und übersetzen das Zusammenfassen und Paraphrasieren von Texten für der Ausgangssprache nicht mächtige Adressaten zu den sprachmittelnden Aktivitäten.
Der GER enthält einige Hinweise zu Strategien der Sprachmittlung; eigene Skalen zur Beschreibung sprachmittelnder Tätigkeiten bietet er nicht.
Sprachmittelnde Tätigkeiten und die dafür erforderlichen Kompetenzen stehen darüber hinaus geradezu exemplarisch für das sprachenpolitisch zentrale Anliegen des Europarates, nämlich der Förderung der Mehrsprachigkeit, die wiederum im Kontext der Plurikulturalität zu sehen ist. Das Mitteln zwischen Sprachen ist eine herausragende Form des Zugangs zu kulturellen Erscheinungsformen und Produkten und schult die Reflexion darüber, wie diese zueinander in Beziehung zu setzen sind, bzw. setzt die entsprechenden metakognitiven Fähigkeiten voraus. Hierbei ist es wichtig, die diesbezüglichen Prozesse in einen größeren Rahmen zu stellen, der immer auch Aspekte von Interkulturalität berücksichtigt. Nicht nur das Wissen von und über Sprache und die Methoden, dorthin zu gelangen, sind wichtig bei mündlicher und schriftlicher Sprachmittlung, bei Paraphrasierungen und Zusammenfassungen von Texten von der Ausgangs- in die Zielsprache. Das Wissen über die Ausgangs- und Zielkultur(en) und ihre verbalen und nonverbalen Besonderheiten und Unterschiede sind ebenfalls von großer Bedeutung und oftmals ausschlaggebend für erfolgreiche Übersetzungen und Übertragungen von Inhalten aus der einen in die andere(n) Sprachkultur(en).
Nicht unproblematisch – und im GER nicht ausreichend thematisiert – erscheint die Abgrenzung zwischen Sprachmittlung als „nicht-professionelle(r),alltagspraktische(r) Tätigkeit“, wie bereits Knapp/Knapp-Potthoff (1985:451)[2]sie verstehen, und professionellem Dolmetschen und Übersetzen. Das ließe sich z.B. gut an Beispielen aus der DaF- und DaZ- Praxis und diesbezüglichen Gegenüberstellungen thematisieren.
Diskussionswürdig erscheinen somit ebenfalls Fragen im Zusammenhang mit der Zielsetzung sprachmittelnder Aktivitäten im Unterricht für angehende Übersetzer und Dolmetscher

einerseits und Fremdsprachenlerner andererseits, sowie der jeweils angemessenen Übermittlung, Interaktion und Rollendefinition in den verschiedenen Situationen und daraus abgeleiteter geeigneter Übungsformen, Aufgabentypologien, Prüfungsinstrumente und Evaluationskriterien.
Besondere Relevanz gewinnen solche Fragestellungen auch vor dem Hintergrund des umfassenden Bedarfs an sprachmittelnden Tätigkeiten für und von Migranten (wobei interkulturelle Kenntnisse, die weit über die Beherrschung des jeweiligen Sprachinventars hinausgehen, wiederum von großer Bedeutung sind), sowie von multidimensionalen Formen des Übersetzen und Dolmetschens wie der audiovisuellen Translation (Untertitelung, Audiodeskription, Schriftdolmetschen), bei denen sich die Frage nach dem geforderten Grad der Professionalität deutlich stellt.
Fragestellungen für den TSP 1 „Sprachmittlung / Übersetzen und Dolmetschen“:

  • Sprachmittlung / Übersetzen und Dolmetschen als Übungsform im Fremdsprachenunterricht (Aufgabentyppologien und Prüfungsformen, Evaluationskriterien, Erwerb von Problemlösungsstrategien, Erwerb metasprachlicher Kompetenz usw.)
  • Übersetzen und Dolmetschen und interkulturelle Kompetenz
  • Nicht-professionelles Sprachmitteln vs. professionelles Übersetzen und Dolmetschen
  • Lernziele bzw. -ergebnisse von Sprachmittlungsaufgaben in der Translatorenausbildung und im Fremdsprachenunterricht
  • Skalen zur Beschreibung sprachmittelnder Tätigkeiten
  • Sprachmittlung im Spannungsfeld DaF-DaZ
  • Vermittlung von Sprachkompetenz – Sprachperformanz und interkultureller Kompetenz für Migranten in nicht-, semi- und professionellen Sprachmittlungsprozessen
  • Multidimensionale und -mediale Formen der Translation

[1]Barrera-Vidal, Albert (1987): „Pragmatische Didaktik und didaktische Praxis“. In: Lörscher, Wolfgang /Schulz, Rainer (Hrsg.): Perspectives on Language in Performance. Studies in Linguistics, Literary Crticism and Language Teaching and Learning. To Honour Werner Hüllen on the Occasion of His Sixtieth Birthday. Vol. 2. Tübingen: Gunter Narr, 884-896.
[2]Knapp, Karlfried /Knapp-Potthoff, Annelie (1985): „Sprachmittlertätigkeit in interkultureller Kommunikation“. In: Rehbein, Jochen (Hrsg.): Interkulturelle Kommunikation. Tübingen: Gunter Narr, 450-463.

TSP 2: Berufsbezogene/funktionale Mehrsprachigkeit im Kontext von internationaler Wirtschafts- und Unternehmenskommunikations

Koordination:

Prof. Dr. Gabriele Kniffka (FaDaF, PH Freiburg)
Dr. Matthias Jung (FaDaF, )
Prof. Dr. Florian Feuser (SDI München)

Sprachkonstellationen im beruflichen Umfeld gestalten sich zunehmend komplex, vor allem in internationalen Unternehmen. Am Arbeitslatz können beispielsweise die Sprache des Mutterkonzerns, die Sprache der jeweiligen nationalen Niederlassung sowie die (Erst-
)Sprache der Arbeitskraft aufeinander stoßen, dazu gesellt sich häufig Englisch als internationale Lingua franca oder eine weitere Sprache für die kommunikative Bewältigung bestimmter Arbeitsaufgaben. Derartige Konstellationen führen zu hoch differenzierten Kommunikationssituationen und stellenspezifische Kompetenzanforderungen an die jeweils beteiligten Kommunikationspartner.
Deutsch kann in derart beschaffenen Konstellationen unterschiedliche Rollen einnehmen: Es kann sowohl Unternehmens- wie Umgebungssprache sein, Muttersprache ebenso wie Lingua franca für nicht-native Sprecher oder auch das bevorzugte Kommunikationsmittel eines ausländischen Kunden, je nach Firma, Standort, Abteilung und aktuellem Arbeitsplatz. Qualität und Umfang der einzelsprachlichen Kenntnisse, über die ein Sprachverwender in einem mehrsprachigen beruflichen Umfeld verfügen muss, hängen eng mit der Rolle der jeweiligen Sprache zusammen.
Hat Deutsch ausschließlich die Rolle als Landes-/Umgebungssprache, während die Unternehmenssprache beispielsweise Englisch oder Japanisch (in der Führungsetage) ist, so dienen Deutschkenntnisse vor allem der sozialen Integration am Arbeitsplatz und im Privatleben. Ganz andere Anforderungen gelten, wenn Deutsch auch das Kommunikationsmittel ist, in dem die berufliche Interaktion stattfindet: Dann müssen auch branchenspezifische Sachverhalte sprachökonomisch ausgedrückt und typische Berufsfeldszenarien sprachlich handelnd bewältigt werden. Dabei kommt es zu zahlreichen Sprachwechseln und Sprachmittlungshandlungen jenseits des professionellen Dolmetschen und Übersetzens. Im Kontext funktionaler Mehrsprachigkeit sind auch muttersprachlich deutsche Interaktionspartner gefordert, mit Hinblick auf ihr Kommunikationsverhalten darauf Rücksicht zu nehmen, dass Deutsch trotz evtl. dominanter Stellung innerhalb der Unternehmenskommunikation in der Mehrzahl von Fremd- oder Zweitsprachsprechern genutzt wird.
Fragestellungen für den TSP 2 „Berufsbezogene/funktionale Mehrsprachigkeit im Kontext von internationaler Wirtschafts- und Unternehmenskommunikations“:

  • Deutsch als Lingua franca im Unternehmen / Wem „gehört“ Deutsch dann („linguistic ownership“)
  • Deutsch als Integrationssprache am Arbeitsplatz / Deutsch als Arbeitsplatzsprache außerhalb Deutschlands / Externe Unternehmenskommunikation: Deutsch als Kommunikationsmittel zwischen Unternehmen / Deutsch in der internationalen Werbung
  • DaF/DaZ als Instrument zur Rekrutierung und Retention von fremdsprachigen Fachkräften
  • Betriebswirtschaftlicher und/oder makroökonomischer Nutzen von Mehrsprachigkeit und/oder Betriebswirtschaftlicher und/oder makroökonomischer Nutzen von DaF/DaZ in der betrieblichen Ausbildung
  • Arbeitsplatz als Sprachlernumgebung / Portfolioansätze im berufsbegleitenden Unterricht
  • Sprachwechsel/Code Switching
  • Fehlertoleranz in Mehrsprachigkeitskonstellationen: Konsequenzen für Sprachausbildung und Mitarbeiterrekrutierung (wie viel Deutsch muss man können, um erfolgreich kooperieren zu können?)

TSP 3: Heterogenität als Herausforderung und Ressource im DaZ/DaF

Koordination:

Dr. Alexis Feldmeier (FaDaF, Universität Münster)
Tobias Schickhaus (SDI München)

Heterogenität ist ein ständiger Begleiter von Lehrkräften im Unterricht Deutsch als Fremd- oder Zweitsprache. Sie ist sowohl im schulischen als auch außerschulischen Bereich üblich und steht in letzter Zeit durch den Diskurs zu Inklusion verstärkt im Fokus des Interesses. Einerseits stellt der Umgang mit heterogenen Gruppen eine Herausforderung für Lehrkräfte dar, andererseits verstecken sich in heterogenen Gruppen auch Ressourcen, die gewinnbringend bei der Gestaltung des Unterrichts einbezogen werden können. Im Hinblick auf die Formulierung eines begrifflich geschärften und theoretisch fundierten Konzepts der Heterogenität sollen folgende Fragen ins Zentrum des wissenschaftlichen Zugangs gerückt werden:

  • Was macht Heterogenität im DaF- und DaZ-Unterricht aus?
  • Wie wird mit Heterogenität im Unterricht Deutsch als Fremdsprache außerhalb des deutschsprachigen Raums umgegangen?
  • Wie begegnen Lehrkräfte Heterogenität im Unterricht Deutsch als Zweitsprache, z.B. im Rahmen von Integrationskursen und worin bestehen die konkreten Erfahrungen von Institutionen mit Heterogenität?
  • Welche Möglichkeiten gibt es im schulischen Bereich in der Arbeit mit heterogenen Gruppen, etwa Gruppen mit Seiteneinsteigern, die Deutsch als Zweitsprache von Anfang an lernen müssen?
  • Inwiefern ist die Wahrnehmung von heterogenen Lern-, Denk- und Lebensformen auf der Ebene des mehrsprachigen Handelns als Voraussetzung der Teilnahme an gesellschaftlichen Prozessen zu betrachten?
  • Und können vor dem Hintergrund dieser Fragen didaktische Konzepte und Lernziele für Heterogenität als Ressource entwickelt werden?

Die Sektion bietet die Möglichkeit, laufende Forschungsprojekte und innovative Ansätze zu diesen oder ähnlichen Fragestellungen im Zusammenhang mit Heterogenität vorzustellen. Dabei können die Rollen sowohl der Unterrichtenden als auch der Lernenden in den Blick genommen werden.

TSP 4: Lebenswelten in Literatur und Landeskunde

Koordination:

Dr. Annegret Middeke (FaDaF, Universität Göttingen)
Prof. Dr. Winfried Thielmann (FaDaF, Universität Chemnitz)
Prof. Dr. Andrew Williams (SDI München)

Seit etlichen Jahren herrscht in der Literaturwissenschaft Konsens darüber, dass literarische Texte nicht einfach als Träger landeskundlicher Informationen aufgefasst werden dürfen, denn sie bilden ja keine Diskurse ab, sondern sind selbst als Diskurselemente anzusehen. Wird Landeskunde als Kulturkunde, Kultur wiederum als Deutungskategorie verstanden, können literarische Texte durchaus zu den „Medien kultureller Selbstauslegung“ (Bachmann- Medick 2004: 9) gezählt werden, die kulturell präsupponierte Muster und allgemein gängige gedankliche Formationen, sog. Interdiskurse, enthalten.
Ein solches Verständnis von literarischen Texten kommt der Idee umfassenden kulturbezogenen Lernens sehr entgegen. Dessen Ziel besteht darin, „Lerner zum Verstehen deutschsprachiger Diskurse und zur Partizipation an ihnen zu befähigen“ (Altmayer 2006: 184). Literarische Texte eröffnen neue Räume, bieten Zugänge zu neuen Welten mit eigenen Gesetzen und Spielregeln, in die die Lernenden einerseits kognitiv und emotional „eintauchen“ und die sie andererseits mit eigener Bedeutung aufladen. Sie reagieren auf die dargebotene Textwelt, bewerten sie, integrieren sie in die eigene Lebenswelt und werden so zu aktiven Mitspielenden der Semiogenese.
Der Themenschwerpunkt „Lebenswelten in Literatur und Landeskunde“ will sich eingehender mit dem interaktionistisch-konstruktivistischen Verstehensmodell beschäftigen. Die Dialektik von der Lenkung durch den Text (der sich nur mit bestimmtem Kulturwissen entschlüsseln lässt) und der Freiheit der Deutung durch die LeserInnen (die ihre eigenen kulturellen Deutungsmuster an den Text herantragen) liegt diesem Modell zugrunde. Im Mittelpunkt des Themenschwerpunkts stehen didaktischen Potentiale für den DaF-, DaZ- und DaM- Unterricht, die hinterfragt und anhand von good-practice-Beispielen dargestellt werden sollen.
Für den TSP wird ein erweitertes Literaturverständnis zugrunde gelegt, das auch nicht- schriftliche, intermediale, hybride etc. Texte umfasst.
Fragestellungen für den TSP 4 „Lebenswelten in Literatur und Landeskunde“:

  • dem Einsatz von literarischen und landeskundlichen Texten im DaF-, DaZ- und DaM- Unterricht
  • dem Spannungsverhältnis von Ästhetik und Didaktik (ästhetisches Lernen und GER; Funktionalisierung von Literatur und Film im FSU, )
  • der Evaluierung des Outputs von literaturdidaktischen Ansätzen wie produktions- und handlungsorientierten Verfahren

Altmayer, Claus (2006): Landeskunde als Kulturwissenschaft. Ein Forschungsprogramm. In: Jahrbuch Deutsch als Fremdsprache 32, 181-199.
Bachmann-Medick, Doris (2004): Literaturwissenschaft in kulturwissenschaftlicher Absicht. In: Kultur als Text. Hgg. von Doris Bachmann-Medick. Tübingen: Franke, 7-64.
Spinner, Kaspar H. (2008): Perspektiven ästhetischer Bildung. Zwölf Thesen. In: Vorst, Claudia / Grosser, Sabine / Eckhardt, Juliane / Burrichter, Rita (Hrsg.): Ästhetische Bildung in DaF und im fremdsprachlichen Literaturunterricht. Fachdidaktische Grundfragen und praxisorientierte Konzepte im interdisziplinären Kontext von Lehrerbildung und Schule. Frankfurt/M. et al.: Peter Lang, 9-23.

Praxisforum A: Unterrichtspraxis

Koordination:

Dr. Mattheus Wollert (FaDaF, Universität Frankfurt/M.)
Prof. Dt. Antonia Happ (SDI München)
Rocio Bernabé Caro (SDI München)

Das Forum Unterrichtspraxis bietet auch in diesem Jahr wieder eine Plattform für die Vorstellung und Diskussion von Konzepten, die sich bereits im Unterricht bewährt haben. In diesem Rahmen sollen „Beispiele guter Praxis“ vorgestellt werden. Grundsätzlich gibt es keine Vorgaben zu Thema oder Inhalt des Vortrags. Nach den guten Erfahrungen der letzten Tagungen möchten wir aber auch auf der Jahrestagung 2015 die Vorschläge zu verschiedenen Schwerpunkten gruppieren.
Fragestellungen für Forum A „Unterrichtspraxis“:

  • Binnendifferenzierung im Unterricht
  • Verzahnung von Sprach- und Fachunterricht
  • Einsatz von Literatur in der Sprachvermittlung

Fortbildung für ausländische DaF- und Germanistikdozentinnen und -dozenten „Sprachmittlungskompetenz für DaF“

Zur Reflexion und Verbesserung der eigenen Unterrichtspraxis DaF an Hochschulen schreibt der FaDaF aus Mitteln des DAAD ein Fortbildungsangebot für ausländische Dozentinnen und Dozenten der Fächer Germanistik/Deutsch als Fremdsprache aus. Im Mittelpunkt der Fortbildung, die am 07.03.2015 (direkt im Anschluss an die FaDaF-Jahrestagung) von 14:00 bis 18:00 Uhr stattfindet, steht das Thema „Sprachmittlung“.
Die Fähigkeit und Fertigkeit der Sprachmittlung nimmt in der Sprach- und Kulturvermittlung DaF speziell im Zuge der Aufwertung von kontrastiven und sprachreflexiven Ansätzen eine immer wichtigere Rolle ein. Als adressaten-, sinn- und situationsgerechte Übermittlung von Inhalten geschriebener und gesprochener Sprache verstanden, ist diese im Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen auch als „Mediation“ bezeichnete Kompetenz an die komplexe Herausforderung geknüpft, die Lernenden auf kommunikative Mittlertätigkeiten zwischen Gesprächspartnern, die einander nicht verstehen können, vorzubereiten. Die damit verbundenen Aktivitäten umfassen einerseits sprachlich-kommunikative Vermittlungssituationen, andererseits interaktionale und interkulturelle Strategien.

Die DAAD-/FaDaF-Fortbildung für ausländische DaF- und Germanistikdozentinnen und -dozenten wird sich in diesem Zusammenhang mit verschiedenen Diskursformen, den notwendigen Kompetenzanforderungen und einer Reihe von Sprachmittlungsaufgaben befassen, die fachdidaktisch genutzt werden können. Ein Schwerpunkt wird auf der intralingualen Sprachmittlung, d.h. sprachmittelnden Aktivitäten innerhalb des Deutschen liegen. Die Fortbildung knüpft an den Themenschwerpunkt 1 „Sprachmittlung“ auf der FaDaFJahrestagung an. Eine Teilnahme an dem Themenschwerpunkt ist aber nicht erforderlich. (Es stehen alle Themenschwerpunkte, Foren und Präsentationen zur Teilnahme offen.)

Die Referenten der Fortbildung Frau Prof. Dr. Regina Freudenfeld (Sprachbereichsleiterin DaF am SDI München) und Herr David Drevs (Dozent am SDI München, Übersetzer und Dolmetscher für Russisch und Englisch), bringen langjährige Erfahrungen aus ihrer Berufspraxis mit.

Ein weiterer Aspekt des Fortbildungsangebots ist, durch die gleichzeitige Teilnahme an der weltweit größten jährlichen DaF-Tagung internationale germanistische Kontakte zu fördern und den Austausch mit der wissenschaftlichen DaF-Diskussion in Deutschland zu unterstützen.

Die Ausschreibung finden Sie hier.

Tagungsprogramm und Abstractband

Das detaillierte Tagungsprogramm und den Abstractband zur 42. FaDaF-Jahrestagung finden Sie hier. (Links werden zeitnah gesetzt)

DaF-/DaZ-Nachwuchstreffen im Vorfeld der FaDaF-Jahrestagung 2015

Der Fachverband Deutsch als Fremd- und Zweitsprache e.V. (FaDaF) richtete jährlich seine internationale Tagung mit dem Ziel aus, über fachdidaktische Positionen zur Vermittlung des Deutschen als Fremdsprache zu informieren. In Zusammenarbeit mit dem SDI München und dem FaDaF hatten auch dieses Jahr alle NachwuchswissenschaftlerInnen die Gelegenheit, ihre eigenen Promotionsprojekte vorzustellen.

Für das Nachwuchstreffen, das am 4. März 2015 am SDI München stattfand, waren als Schwerpunktthema Grenzüberschreitungen vorgesehen.

Die Betreuer des Nachwuchstreffens:
Tobias Schickhaus (SDI München)
Dr. Alexis Feldmeier (Universität Münster)

Rückblick und Auswertung der 42. FaDaF-Jahrestagung am SDI München: (In) fremde Sprachwelten über-setzen!

Schauen Sie doch mal in unserer Flickr-Galerie vorbei und lassen Sie die 42. FaDaF-Jahrestagung beim Anschauen der Fotos Revue passieren.

Die Auswertung der Teilnehmer-Umfrage ist jetzt online. Wir bedanken uns nochmal herzlich bei allen, die an der Umfrage teilgenommen haben. Lesen Sie den Bericht hier.

Die Auswertung der Teilnehmerbefragung zum Workshop „Sprachmittlungskompetenz für DaF“ für ausländische DaF- und GermanistikdozentInnen finden Sie hier.

Rückblick: IVG-Tagung 24.-30.08.2015 in Shanghai

Alle 5 Jahre findet die Tagung der Internationalen Vereinigung der Germanisten (IVG) statt. Ausrichter 2015 war die Tongji-Universität in Shanghai (24.-30.08.2015). 12 der rund 50 geplanten Sektionen beschäftigten sich speziell mit Deutsch als Fremd- und Zweitsprache, darunter auch zwei mit besonderer Beteiligung des FaDaF.

Die Sektion D3 „Germanistische Qualifikationen weltweit – Curricula und Berufsbilder von AuslandsgermanistInnen“ wurde speziell vom DAAD gefördert. Fotos finden Sie in unserer Bildergalerie.

GATE 2015

Im Jahr 2015 nahm das Konsortium an folgenden internationalen Hochschulmessen teil:

  • 24.-29. September 2015 an der EuroPosgrados Mexiko
  • 25.-28. September 2015 an der European Education Fair Bulgarien
  • 15.-19. Oktober 2015 an der European Eucation Fair Taiwan (EEFT)
  • 23.Oktober – 02. November 2015 an der China Education Expo (CEE)
  • 11.-14. Dezember 2015 an der Deutschen Hochschulmesse Vietnam
  • 18.-20. Dezember 2015 an der Facon Education Fair Malaysia