Ukraine: Unterschied zwischen den Versionen

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''' Oguy, Oleksandr: Germanistik und Deutsch als Fremdsprache in der Ukraine. In: ''Info DaF'' 30 (2003), 447-466.'''
 
''' Oguy, Oleksandr: Germanistik und Deutsch als Fremdsprache in der Ukraine. In: ''Info DaF'' 30 (2003), 447-466.'''
  
'''Borisko, Natalia: Professionalisierung des fremdsprachlichen Deutschunterrichts bei der Deutschlehrerausbildung in der Ukraine. In: Casper-Hehne, Hiltraud / Middeke, Annegret (Hg.): ''Sprachpraxis der DaF-und Germanistikstudiengänge im europäischen Hochschulraum''. Göttingen: Universitätsverlag 2009, S. 59-68.'''(s. [http://webdoc.sub.gwdg.de/univerlag/2009/Sprachpraxis_auszug.pdf])
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'''Borisko, Natalia: Professionalisierung des fremdsprachlichen Deutschunterrichts bei der Deutschlehrerausbildung in der Ukraine. In: Casper-Hehne, Hiltraud / Middeke, Annegret (Hg.): ''Sprachpraxis der DaF-und Germanistikstudiengänge im europäischen Hochschulraum''. Göttingen: Universitätsverlag 2009, 59-68.''' (s. [http://webdoc.sub.gwdg.de/univerlag/2009/Sprachpraxis_auszug.pdf])
  
  

Version vom 25. Juli 2009, 17:34 Uhr

DaF-Standorte in der Ukraine

Literatur:

Borisko, Natalia: Ukrainische DaF-Studiengänge im Bologna-Prozess. In: Casper-Hehne, Hiltraud / Koreik, Uwe / Middeke, Annegret (Hg.): Die Neustrukturierung von Studiengängen "Deutsch als Fremdsprache": Probleme und Perspektiven. Göttingen 2006, 81-90. (s. [1])

Kyjak, Taras: Was ist "Germanistik in der Ukraine"? In: Germanistik in der Ukraine. Jahrheft 1 (2007), 6-10.

Oguy, Oleksandr: Germanistik und Deutsch als Fremdsprache in der Ukraine. In: Info DaF 30 (2003), 447-466.

Borisko, Natalia: Professionalisierung des fremdsprachlichen Deutschunterrichts bei der Deutschlehrerausbildung in der Ukraine. In: Casper-Hehne, Hiltraud / Middeke, Annegret (Hg.): Sprachpraxis der DaF-und Germanistikstudiengänge im europäischen Hochschulraum. Göttingen: Universitätsverlag 2009, 59-68. (s. [2])


(Platzhalter: allg. Text)

BA/MA-Studiengänge in DaF in der Ukraine (Überblick)

Bezeichnungen der jeweiligen BA/MA-DaF-Studiengänge

Ganz allgemein „BA“ und „MA“, mit unterschiedlichen Ergänzungen am verschiedenen Hochschu-len, z.B. an der Nationalen Linguistischen Universität Kiew:

  • Bachelor der Philologie und Deutschlehrer
  • Master (auf Russisch und Ukrainisch „magistr“) der Philologie, Lehrkraft für Deutsch, Englisch und Weltliteratur

Anzahl der BA/MA-DaF-Studiengänge und DaF-Module

  • BA-DaF: an etwa 23 Hochschulen und Fachschulen
  • MA-DaF: an etwa 34 Universitäten und Hochschulen

Zulassungsvoraussetzungen für das Studium

Fachlich

  • MA-DaF: erfolgreicher BA-Abschluss (gute und ausgezeichnete Noten in Zwischenprüfungen und in der BA-Abschlussprüfung)

Sprachlich

  • MA-DaF: erfolgreicher BA-Abschluss (gute und ausgezeichnete Noten in Zwischenprüfungen und in der BA-Abschlussprüfung)

Praktisch an allen Hochschulen: Aufnahmeprüfungen in Form von schriftlichen Tests und eventuell mündl. Eignungsgespräch (unüberschaubar, da die Zulassungsbedingungen interne Sache der jeweiligen Hochschule sind und sich ständig verändern)

Dauer des Studiums

  • BA-DaF: 6 bis 8 Semester (an der Nationalen Linguistischen Universität Kiew 8 Semester)
  • MA-DaF: 4 bis 2 Semester (an der Nationalen Linguistischen Universität Kiew 2 Semester, im vorigen Jahr wurde allerdings ein 4-semestriges Modell ausprobiert, ohne Erfolg)

Anzahl der Studierenden

Beispiel Kiew Studienjahr 2005/06

  • BA-DaF: 308 Studierende
  • MA-DaF: 10 Studierende

Kommentar: Die Magisterstudienplätze sind begrenzt; 50% sind gebührenpflichtig und 50% werden vom Staat finanziert. Wie die Quoten an einzelne Hochschulen vom Bildungsministerium vergeben werden, ist unklar.

Studienschwerpunkte

Beispiel der Nationalen Linguistischen Universität Kiew, Studienjahr 2005/06

  • Philologie (Germanistik), Didaktik/Methodik

Relevante BA/MA-DaF-Profile

Kerncurricula

Beispiel Kiew

  1. Sprachpraktischer Unterricht in Deutsch (1.FS) und Englisch (2.FS)
  2. Philologische Fächer: Kontrastive Linguistik; Allgemeine Sprachwissenschaft; Literaturtheorie, Gotisch, Geschichte der linguistischen Theorien
  3. Lehr-/Lerntheoretische Fächer: Methodik/Didaktik; Grundlagen der Psycholinguistik; Pädagogik, Psychologie
  4. Allgemeinbildende Fächer: Moderne ukrainische Literatur, Grundlagen der Rhetorik; Grundlagen der Soziologie; Grundlagen der Soziolinguistik;

Pflichtmodule

  • MA-DaF: alle oben genannten (Beispiel der Nationalen Linguistischen Universität Kiew)

Wahlpflichtmodule

  • MA-DaF: 3. Fremdsprache; Module, die dem Thema der Masterarbeit entsprechen

Berufsbezug

Lektoren (Deutsch als 1. und/oder 2. Fremdsprache) und Lehrkräfte für germanistische Fächer (verbunden mit der Promotion) an Hochschulen und Universitäten mit DaF-Studiengängen; Lektoren an Hochschulen und Universitäten (studienbegleitender Deutschunterricht als Pflichtfach), Mitarbeiter an Verlagen, Massenmedien.

Spezifische Probleme

  • finanzielle Probleme (nicht ausreichende Finanzierung an staatlichen Hochschulen, daher niedrige Gehälter; schlechte materielle Lage, ungenügende Ausstattung mit alten und neuen Medien etc.); hohe Studiengebühren (an privaten und zum Teil an staatlichen Hochschulen)
  • personelle (junge talentierte Absolventen sind nicht interessiert und nicht motiviert an Bildungseinrichtungen (Schulen, Hochschulen etc.) zu arbeiten – niedrige Gehälter, daher hohe Personalfluktuation und das bejährte Lehrpersonal ;
  • curriculare: Fehlen des Bildungsstandards für die Ausbildung der FS-Lehrer; unausgewogenes Verhältnis zwischen fach-/ berufsbezogenen und allgemeinbildenden Fächern

Praktikum

(Beispiel der Nationalen Linguistischen Universität Kiew)

Das Unterrichtspraktikum ist für beide Studiengänge obligatorisch.

  • BA: Praktikum 1 (DaF) - fünf Wochen an einer Schule (z.B. im 7.Semester)
  • Diplom: Praktikum 2 – drei Wochen (1. Fremdsprache) und Praktikum 3 - vier Wochen (2. Fremdsprache) an einer Schule (wurde unter Punkt 1 nicht gefragt)
  • MA: Praktikum 2 – vier Wochen (Deutschlektor an der eigenen Hochschule) und Praktikum 3 – vier Wochen (wissenschaftl. Assistent am Lehrstuhl der eigenen Hochschule, dessen Profil dem Thema der Masterarbeit entspricht)
  • Im Inland

Kontrastsprache

Studentischer Arbeitsaufwand (nach ECTS)

  • Präsenzstudium:

etwa 1/3 der Gesamtzeit, 1 ECTS = 36 Stunden

  • Selbststudium:

etwa 2/3 der Gesamtzeit

Modul-Prüfungsleistung

Modularisiert sind die Studienfächer in den ersten 4 Semestern, im Rahmen eines Pilotprojektes. Von 311 Hochschulen der Ukraine nahmen 50 Hochschulen am Modularisierungs-Pilotprojekt teil, darunter auch die KNLU.

Die Modulprüfungsleistungen sind unterschiedlich, je nach dem Fach. Meistens sind es schriftliche Tests, manchmal begleitet von mündlichen Prüfungen.

Lern- und Qualifikationsziele/Berufsbezug

  • BA-DaF:
  • MA-DaF:

Promotionsmöglichkeiten

Forschungsschwerpunkte

Besonderheiten

Kooperationspartnerschaften

(Name der Stadt, mit der eine Kooperationspartnerschaft besteht)

„Alte“ DaF-Studiengänge (auslaufend)

Anzahl der DaF-Studiengänge

DaF-Studiengänge gibt es an 49 Universitäten und Hochschulen, (darunter 25 Pädagogische Univer-sitäten (die nur Lehrer für verschiedenen Fächer ausbilden), 46 davon sind staatliche Bildungseinrich-tungen. An 4 pädagogischen Fachhochschulen (zusätzlich) werden Deutschlehrer für Grundschule und Kindergärten ausgebildet.

Studiengangstypen und Abschlüsse

  • Diplomstudiengänge, DaF als Haupt- und Nebenfach
  • Zusatzqualifikation: Philologe (Germanist), Weltliteratur;

an einigen Universitäten und Hochschulen Dolmetscher/Übersetzer (selten, da diese an speziellen Fakultäten bzw. Instituten ausgebildet werden, die bei der Gesamtzahl der Hochschulen nicht berücksichtigt wurden). An manchen pädagogischen Universitäten werden als Zusatzqualifikationen Fachlehrer (für Ukrainisch, Kunst oder für andere Fächer) angeboten.

Dauer des Studiums

  • Diplomstudiengänge an Universitäten und Hochschulen– 10 Semester, Studiengänge an pädagogischen Fachhochschulen – 6-8 Semester.
  • Zusatzqualifikationen werden in einem integrierten Studium erworben, daher unmöglich die Dauer des Studiums zu ermitteln.

Studienschwerpunkte

Die häufigsten DaF-Profile sind: Philologie (Germanistik), Didaktik/ Methodik des fremdsprachlichen Deutschunterrichts, Theorie und Praxis des Dolmetschens/Übersetzens (seltener, da diese an speziellen Fakultäten ausgebildet werden, die bei der Gesamtzahl der Hochschulen nicht berücksichtigt wurden)

Kerncurricula

  1. Die 1. (Deutsch) und die 2.Fremdsprachen (die größte Stundenzahl); manchmal auch die 3. Fremdsprache (die sog. „Sprachpraxis“);
  2. philologische Fächer: allgemeine Sprachwissenschaft / Literaturwissenschaft, germanistische Sprachwissenschaft / Literaturwissenschaft; kontrastive Sprachwissenschaft; theoretische Phonetik, Grammatik; Lexikologie; Stilistik; Geschichte der Weltliteratur; Literaturtheorie; Latein; ukrainische Sprache und Literatur (Vorlesungen und Seminare)
  3. Lehr-/lerntheoretische Fächer: Didaktik/Methodik des FSU; Pädagogik, allgemeine Psychologie; Lernpsychologie; Literatur-Didaktik; Landeskunde; (Theorie und Praxis des Übersetzens/Dolmetschens);
  4. Allgemeinbildende Fächer: Philosophie; Grundlagen der Ökonomie; Grundlagen der Rechtswissenschaft, Grundlagen der Politologie; Logik; Geschichte der Ukraine; Kulturologie; Informatik; Grundlagen der Zivilverteidigung und Medizin: Sport.

Praktikum

(obligatorisch/fakultativ, Inland/Ausland, Einrichtungen, Umfang)

Kontrastsprache

Berufsbezug

Deutschlehrer für Mittelschulen, Gymnasien, Berufsschulen (Deutsch als 1. und 2. Fremdsprache); Lektoren (Deutsch als 1. und/oder 2. Fremdsprache) und Lehrkräfte für germanistische Fächer (verbunden mit der Promotion) an Hochschulen und Universitäten mit DaF-Studiengängen; Lektoren an Hochschulen und Universitäten (studienbegleitender Deutschunterricht als Pflichtfach), Mitarbeiter an Verlagen, Massenmedien, Übersetzer/Dolmetscher in der Wirtschaft etc.

Spezifische Probleme

Forschungsschwerpunkte

Die Forschungslandschaft ist sehr mannigfaltig. Meistens sind es allgemeine Probleme der Optimie-rung des fremdsprachlichen Deutschunterrichts an unterschiedlichen Bildungseinrichtungen (Sprachsysteme, Fertigkeiten, Lehr- und Lernmittel u.ä.), in den letzten Jahren auch Grundlagen der Curriculumentwicklung und Lehrwerkforschung; neue Medien im DaF-Unterricht; Internet-Technologien, darunter auch Distance-Learning; Erstellung der Sprachportofolios und deren Einsatz in unterschiedlichen Lehr-/Lernkontexten; Probleme der Ausbildung der DaF-Lehrer für die Grund-schule, Tertiärsprachenunterricht (Deutsch als 2./3.FS), Lernerautonomie u.a.

Besonderheiten