Russland: Unterschied zwischen den Versionen

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* Kulpina, Larissa: DaF-Lehrerausbildung in Russland: Ein Mosaik von Ansätzen und Praktiken. In: ''IDV-Magazin. Der Internationale Deutschlehrerinnen- und Deutschlehrerverband.'' IDV-Arbeitstreffen in Lübeck. Nr. 88 November 2015, S. 34-37. [http://idvnetz.org/publikationen/magazin/IDV-MAGAZIN88.pdf]
 
* Kulpina, Larissa: DaF-Lehrerausbildung in Russland: Ein Mosaik von Ansätzen und Praktiken. In: ''IDV-Magazin. Der Internationale Deutschlehrerinnen- und Deutschlehrerverband.'' IDV-Arbeitstreffen in Lübeck. Nr. 88 November 2015, S. 34-37. [http://idvnetz.org/publikationen/magazin/IDV-MAGAZIN88.pdf]
  
* * Lamprecht, Rolf-Rainer et al.: Ein Projekt und eine Videokonferenz: Eine Erfolgsgeschichte des Deutschlehrerverbands in Rostow-am-Don (Russland). In: ''IDV-Magazin. Der Internationale Deutschlehrerinnen- und Deutschlehrerverband.'' Nr. 86 November 2014, S. 7-10. [http://idvnetz.org/publikationen/magazin/IDV%20-%20MAGAZIN%20n.86_opt.pdf]
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* Kulpina, Larissa: Deutsch mit Engagement und Freude: Der DLV Chabarowsk (Russland) stellt sich vor. In: ''IDV-Magazin. Der Internationale Deutschlehrerinnen- und Deutschlehrerverband.'' Nr. 86 November 2014, S. 30-32. [http://idvnetz.org/publikationen/magazin/IDV%20-%20MAGAZIN%20n.86_opt.pdf]
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* Lamprecht, Rolf-Rainer et al.: Ein Projekt und eine Videokonferenz: Eine Erfolgsgeschichte des Deutschlehrerverbands in Rostow-am-Don (Russland). In: ''IDV-Magazin. Der Internationale Deutschlehrerinnen- und Deutschlehrerverband.'' Nr. 86 November 2014, S. 7-10. [http://idvnetz.org/publikationen/magazin/IDV%20-%20MAGAZIN%20n.86_opt.pdf]
  
 
* Perfilova, Galina: Deutsch-Marathon in Russland. In: ''IDV-Magazin. Der Internationale Deutschlehrerinnen- und Deutschlehrerverband.'' IDT 2017 in Freiburg/Schweiz. Nr. 89 Juni 2016, S. 46. [http://idvnetz.org/publikationen/magazin/IDV-MAGAZIN89.pdf]
 
* Perfilova, Galina: Deutsch-Marathon in Russland. In: ''IDV-Magazin. Der Internationale Deutschlehrerinnen- und Deutschlehrerverband.'' IDT 2017 in Freiburg/Schweiz. Nr. 89 Juni 2016, S. 46. [http://idvnetz.org/publikationen/magazin/IDV-MAGAZIN89.pdf]

Version vom 1. Dezember 2016, 23:07 Uhr

DaF-Standorte in Russland

Literatur

  • Alexandrov, Oleg: Deutsch in Sibirien: Der Deutschlehrerverband Tomsk stellt sich vor. In: IDV-Magazin. Der Internationale Deutschlehrerinnen- und Deutschlehrerverband. IDV-Arbeitstreffen in Lübeck. Nr. 88 November 2015, S. 65-67. [1]
  • Ammon, Ulrich/Kemper, Dirk (Hg.) (2011): Die deutsche Sprache in Russland. Geschichte, Gegenwart, Zukunftsperspektiven. München: iudicium.
  • Bazhanov, Alexander: Der aktuelle Stand der Bologna-Umstellung und die sprachpraktische DaF-Ausbildung in Russland. In: Hiltraud Casper-Hehne / Annegret Middeke (Hg.): Sprachpraxis der DaF-und Germanistikstudiengänge im europäischen Hochschulraum. Göttingen: Universitätsverlag 2009, S. 53-58.
  • Der Deutschlehrerverband des Moskauer Gebietes. In: IDV-Magazin. Der Internationale Deutschlehrerinnen- und Deutschlehrerverband. IDV-Arbeitstreffen in Lübeck. Nr. 88 November 2015, S. 62-64. [2]
  • Ekinci, Yüksel/Naumovich, Olga (2013): Wortlisten (türkisch und russisch) zum Funktionalen Wortschatz. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren.
  • Fomina, Sinaida: Deutsch als Fachfremdsprache für russische Bauingenieure und Architekten aus der Perspektive des Bologna-Prozesses. In: Middeke, Annegret (Hg.): Entwicklungstendenzen germanistischer Studiengänge im Ausland. Sprache - Philologie - Berufsbezug (Materialien Deutsch als Fremdsprache, Band 84). Universitätsverlag Göttingen 2010, 119-130. [3]
  • Kulpina, Larissa: DaF-Lehrerausbildung in Russland: Ein Mosaik von Ansätzen und Praktiken. In: IDV-Magazin. Der Internationale Deutschlehrerinnen- und Deutschlehrerverband. IDV-Arbeitstreffen in Lübeck. Nr. 88 November 2015, S. 34-37. [4]
  • Kulpina, Larissa: Deutsch mit Engagement und Freude: Der DLV Chabarowsk (Russland) stellt sich vor. In: IDV-Magazin. Der Internationale Deutschlehrerinnen- und Deutschlehrerverband. Nr. 86 November 2014, S. 30-32. [5]
  • Lamprecht, Rolf-Rainer et al.: Ein Projekt und eine Videokonferenz: Eine Erfolgsgeschichte des Deutschlehrerverbands in Rostow-am-Don (Russland). In: IDV-Magazin. Der Internationale Deutschlehrerinnen- und Deutschlehrerverband. Nr. 86 November 2014, S. 7-10. [6]
  • Perfilova, Galina: Deutsch-Marathon in Russland. In: IDV-Magazin. Der Internationale Deutschlehrerinnen- und Deutschlehrerverband. IDT 2017 in Freiburg/Schweiz. Nr. 89 Juni 2016, S. 46. [7]
  • Potapova, Svetlana Ju.: Der Bologna-Prozess aus der Sicht einer russischen Germanistin. Zeit, global zu denken. In: DAS WORT. Germanistisches Jahrbuch Russland 2007, hg. von Iris Bäcker im Auftrag des DAAD, 37-45.
  • Radtschenko, Oleg: Das Problem der Qualitätssicherung im Rahmen des Bologna-Prozesses (Fallbeispiel Russland). In: Hiltraud Casper-Hehne / Uwe Koreik / Annegret Middeke (Hg.): Die Neustrukturierung von Studiengängen "Deutsch als Fremdsprache". Probleme und Perspektiven. Göttingen 2006, 127-132. (s. [8])
  • Soultanian, Nataliya (2012): Wie russische Kinder Deutsch lernen. Sprachförderung in der Familie und im Kindergarten. Tübingen: Francke.
  • Vollstedt, Marina/ Walter, Stephan: »Germanisten in die Wirtschaft«. Grundkenntnisse BWL, Fachsprache, interkulturelle Kompetenz und Berufsorientierung für Moskauer Philologiestudenten. In: Info-DaF 1 (2007), 37-53. [9]


BA/MA-Studiengänge in DaF in Russland (Überblick)

Bezeichnungen der jeweiligen BA/MA-DaF-Studiengänge

  • Bakkalaureat

Richtung 520500 - Linguistik

Richtung 540300 – Philologische Bildung

  • Master

Richtung 520500 - Linguistik

Richtung 540300 Philologische Bildung

Anzahl der BA/MA-DaF-Studiengänge und DaF-Module

  • BA-DaF:2
  • MA-DaF:2

Zulassungsvoraussetzungen für das Studium

Fachlich

  • BA-DaF: Abschluss der 11. Klasse einer Schule Russlands (Reifezeugnis), erfolgreiches Bestehen von drei Aufnahmeprüfungen (in der Regel Deutsch schriftlich, Deutsch mündlich, Russisch – Aufsatz oder Nacherzählung mit einem grammatischen Test; die letztere Prüfung kann ggf. durch das Ergebnis des Staatlichen Einheitstests (EGE) ersetzt werden), anschließende erfolgreiche Teilnahme am Studienplatzwettbewerb wegen Numerus Clausus mit der Gesamtnote der Aufnahmeprüfungen (z.B. 80 Punkte für Deutsch schriftlich, 67 Punkte für deutsch mündlich, 98 Punkte für Russisch = 245 Punkte). Es besteht auch die Möglichkeit bei erfolgreich bestandenen Aufnahmeprüfungen im Falle des Misserfolgs beim Studienplatzwettbewerb kostenpflichtig zu studieren. Sonst ist das Studium kostenfrei. Bei guten Leistungen wird ein nicht zurückzuerstattendes staatliches Stipendium gezahlt.
  • MA-DaF: Universitätsdiplom in den im Teil 1 angegebenen Fachbereichen; Grad eines Bakkalaureus in Linguistik, Philologie, Kulturologie, Journalismus, Regionenkunde, erfolgreiches Abschneiden bei den Aufnahmeprüfungen in die Magistratur, anschließende erfolgreiche Teilnahme am Studienplatzwettbewerb wegen Numerus Clausus mit der Gesamtnote der Aufnahmeprüfungen. Im Moment wird im Bildungsministerium Russlands die Idee diskutiert, die bisher kostenfreie Magistratur nur an einigen „führenden“ Universitäten (wie der Moskauer Staatlichen Lomonossow-Universität) beizubehalten und an allen sonstigen jährliche Studiengebühren einzuführen, die die vollständigen Bildungskosten eines Studierenden decken sollen.

Sprachlich

  • BA-DaF: Deutschkenntnisse ca. auf der fortgeschrittenen B1-Stufe des Europäischen Referenzrahmens.
  • MA-DaF: Deutschkenntnisse ca. auf der fortgeschrittenen C1-Stufe des Europäischen Referenzrahmens.

Dauer des Studiums

  • BA-DaF: 4 Jahre
  • MA-DaF: 2 Jahre

Anzahl der Studierenden

  • BA-DaF:
  • MA-DaF:

Studienschwerpunkte

  • Bakkalaureat

Richtung 520500 – Bakkalaureus der Linguistik

Richtung 540300 – Bakkalaureus der philologischen Bildung (Profile: Russisch und Deutsch, Deutsch und ausländischen Literatur, Deutsch und Russisch als Fremdsprache, Deutsch und computergestützte Sprachdidaktik, Deutsch als Fremdsprache)

  • Master

Richtung 520500 (Master der Linguistik): 520504 germanische Sprachen, 520511 einsprachige und zweisprachige Lexikographie, 520513 kontrastive Linguistik, 520517 – Translationstheorie und interkulturelle Kommunikation, 520518 – Theorie des Fremdsprachenunterrichts und interkulturelle Kommunikation, 520520 vergleichende Kulturenforschung und interkulturelle Kommunikation

Richtung 540300 (Master der philologischen Bildung): 540301 Sprachliche Ausbildung, 540302 Literaturwissenschaftliche Ausbildung, 540303 Sprachkulturologische Ausbildung

Relevante BA/MA-DaF-Profile

Kerncurricula

  • BA-DaF:
  • MA-DaF:

Pflichtmodule

  • BA-DaF:
  • MA-DaF:

Wahlpflichtmodule

  • BA-DaF:
  • MA-DaF:

Berufsbezug

  • BA-DaF:
  • MA-DaF:

Spezifische Probleme

  • nur 50-70% der Akademiker gehen in die Schule,
  • seit 1995 verringerte sich die Zahl der Schüler in Russland um 1 Mio, in Moskau um 200 000, 2008 erwartet man nur die Hälfte der heutigen Schülerzahl, was die Berufschancen der BA-MA-Absolventen beeinträchtigen kann
  • Fallbeispiel Moskau hebt sich da hervor: es gibt Vorteile für Moskauer LehrerInnen, eine höhere Tarifstufe als sonst nach Abschluss des Studiums, 20 000 Rubel Begrüßungsgeld für angehende Schullehrer, Durchschnittslohn 7600 Rubel, ab 1.8.2005 Lohnerhöhung, 250 Lehrerdynastien in Moskau. Im Moment ist Bedarf an SchullehrerInnen - 1500 Stellen, darunter etwa 250 für Deutschlehrer.
  • Wahl statt der Schule von schulfremden Berufe: Bürokraft, DolmetscherIn, ÜbersetzerIn, Verwaltungspersonal in einer (ausländischen) Firma usw. Probleme: Altersabhängigkeit, Notwendigkeit einer zusätzlichen Ausbildung.
  • Ba-Studium: 4 Jahre ohne ausreichende Schulpraxis, daher beruflich wenig geeignet
  • Ma-Studium: nur für bis 50% aller Ba-AbsolventInnen kostenlos zugänglich bzw. für alle Interessenten kostenpflichtig je nach Universität; Notwendigkeit der Einführung neuer Profile (z.B. European Studies) für die besseren Marktchancen der Master.
  • bestehende Curricula noch bei weitem nicht an Bologna angepasst, bis auf wenige Ausnahmen keine ECTS-Umrechnung, keine Mehrsprachigkeit, zu geringer Freiraum für die Studierenden, zu starre Rahmen und Grenzen zwischen den einzelnen Fächergruppen im Curriculum mit festgelegten Mindeststundenzahlen, veraltete Studieninhalte und Fächerkataloge

Praktikum

  • ja, in allen BA- und MA-Studiengängen
  • im Inland, an philologischen und sonstigen profilgerechten Bildungs- und Forschungsstätten, sowie allgemeinbildenden Schulen (BA) bzw. Schulen mit erweitertem Deutschunterricht, Lyzeen, Fachschulen und Hochschulen (MA)
  • Bakkalaureat

Richtung 520500 - Linguistik – ja, 4 Wochen Berufspraktikum

Richtung 540300 – Philologische Bildung – ja, und zwar 2 Wochen wissenschaftliche Forschungspraktika, 6 Wochen Berufspraktika

  • Master

Richtung 520500 – Linguistik – ja, 5 Wochen wissenschaftliches Forschungs- und pädagogisches Praktikum

Richtung 540300 Philologische Bildung – ja, nicht weniger als 5 Wochen wissenschaftliche Forschungspraxis, nicht weniger als 6 Wochen wissenschaftlich-pädagogisches Praktikum

Kontrastsprache

Studentischer Arbeitsaufwand (nach ECTS)

  • in keinem der staatlich zugelassenen Curricula berücksichtigt! Eine dersrtige Umrechnung wird vom Bildungsministerium zentalisiert entwickelt und den Universitäten vorgeschrieben werden (geplant war das bereits 2004, nach dem Ministerwechsel gabes bisher keine neuen Informationen dazu). Experimente zum eigenen ECTS-Modell laufen z.Z. an der RUDN (Russischen Universität der Völkerfreundschaft), die eine Reihe russlandweite Seminare zu diesem Thema organisiert hat.

Modul-Prüfungsleistung

In bestehenden Curricula werden semesterbezogen alle Prüfungen und Testate vorgeschrieben (so wie in den herkömmlichen Curricula). Das bedeutet, dass Studierende diese Prüfungen und Testate im entsprechenden Semester ablegen müssen, sonst werden sie exmatrikuliert. Ein „Scheine“-System wie in Deutschland existiert noch nicht und wird m.W. auch nicht anvisiert.

Lern- und Qualifikationsziele/Berufsbezug

Bakkalaureat

  • Richtung 520500 – Linguistik: Bachelor der Linguistik ist imstande seine berufliche Tätigkeit sachgerecht auszuüben entsprechend seiner erworbenen fundamentalen und speziellen Ausbildung. Objekte seiner beruflichen Tätigkeit sind allgemeine und einzelsprachliche Lingustik, Fremdsprachen als Mittel der interkulturellen Kommunikation. Ihm sind überdies eigen: Fähigkeit niveaugerechte Aufgaben zu lösen, ein hohes Niveau des theoretischen Denkens, Fähigkeit den Begriffsapparat der erlernten Fächer mit reellen Tatsachen und Erscheinungen des beruflichen Lebens zu verbinden, Kenntnis des Systems der Vorstellungen über den Bau der modernen Linguistik und ihrer Teilbereiche, über die Sprache als ein gahzheitliches, historisch gewachsenes systemhaftes funktionelles Gebilde, über seine soziale Rolle, praktische Beherrschung der Fremdsprache in verschiedenen Kommunikationsbereichen
  • Richtung 540300 – Philologische Bildung: Bachelor der philologischen Bildung soll bereit sein, Bildungs- und Forschungsaufgaben zu lösen, die mit der Analyse der wissenschaftlichen und wissenschaftlich-praktischen Literatur verbunden sind; moderne Technologien der Sammlung und Verarbeitung der experimentellen Daten entsprechend dem Thema der Forschung im Bereich Philologie und Bildung anzuwenden; den Bildungsgehalt an Schulen Russlands konstruieren zu können; Lernende zu unterrichten und zu erziehen mit Rücksicht auf die Spezifik des Fachgebietes Philologie; die Persönlichkeitsbildung und –sozialisierung zu fördern; verschiedene Verfahren und Mittel im Unterricht anwenden zu können; den Bildungsprozess an Schulen in Entsprechung zum Staatlichen Bilsungsstandard zu gestalten, Rechte und Freiheiten der Lernenden zu achten; an allen Arten der didaktischen Tätigkeit mitzuwirken; Kontakte zu Eltern zu pflegen; seine eigene Gesundheit und die der Lernenden zu schützen; alle einschlägigen Dokumente zur Bildung in Russland zu kennen; Erziehungsarbeit aufgrund der erworbenen Kenntnisse der Psychologie und Pädagogik gestalten zu können; Lehrprogramme und Lehrwerke zu kennen; Forderungen nach Ausrüstung der Klassenräume, Anwendung der technischen Unterrichtsmittel einzuhalten.

Master

  • Richtung 520500 – Linguistik: Master der Linguistik ist imstande seine berufliche Tätigkeit im Bereich Linguistische Bildung, interkulturelle Kommunikation und PR auszuüben. Objekte seiner beruflichen Tätigkeit sind allgemeine und angewandte Lingustik, Theorie der interkulturellen Kommunikation, Fremdsprachen und fremde Kulturen. Ihm sind überdies eigen: Fähigkeit zur selbständigen wissenschaftlichen Forschungs- und pädagogischen Arbeit, Fähigkeit die im Verlauf dieser Tätigkeit entstehenden Aufgaben zu formulieren und zu lösen, notwendige Forschungsverfahren zu wählen, alte zu modifizieren und neue zu entwerfen, gewonnene Erkenntnisse zu verarbeiten, bibliographische Arbeit mit Rücksicht auf moderne Informationstechnologien durchzuführen, Ergebnisse dieser Arbeit in Form von regelgerecht und mit modernen technischen Mitteln redigierten Artikeln, Berichten, Referaten vorzulegen; Kenntnis des Systems von Vorstellungen über die Wechselbeziehungen zwischen Linguistik, Philologie und Kulturologie, zwischen Sprache, Geschichte und Kultur eines Volkes, nationale und kulturelle Eigentümlichkeit der deutschsprachigen Länder und Russlands; Kenntnis des Systems der Vorstellungen über den Wechselbezug der allgemeinen Linguistik und ihrer Teilbereiche; Kenntnis der Spezifik des Sprachbaus und der Kommunikation; praktische Beherrschung der Fremdsprache in verschiedenen Kommunikationsbereichen; spezielle Fähigkeiten, die von der jeweiligen Universität bestimmt werden sollen.
  • Richtung 540300 Philologische Bildung: Master der philologischen Bildung soll bereit sein, Bildungs- und Forschungsaufgaben zu lösen, die mit der Analyse der wissenschaftlichen und wissenschaftlich-praktischen Literatur verbunden sind; moderne Technologien der Sammlung und Verarbeitung der experimentellen Daten entsprechend dem Thema der Forschung im Bereich Philologie und Bildung anzuwenden; den Bildungsgehalt an Schulen Russlands konstruieren zu können, inklusive Spezial- und Sonderschulen, Gymnasien, Lyzeen, Fach- und Hochschulen; Lernende zu unterrichten und zu erziehen mit Rücksicht auf die Spezifik des Fachgebietes Philologie; ihren Kenntnisstand zu diagnostizieren; Strategien der individuellen Korrektur ihrer Probleme zu entwerfen; die Persönlichkeitsbildung und –sozialisierung zu fördern; verschiedene Verfahren und Mittel im Unterricht anwenden zu können; den Bildungsprozess an Schulen in Entsprechung zum Staatlichen Bilsungsstandard zu gestalten, Rechte und Freiheiten der Lernenden zu achten; an allen Arten der didaktischen Tätigkeit mitzuwirken; Kontakte zu Eltern zu pflegen; seine eigene Gesundheit und die der Lernenden zu schützen; alle einschlägigen Dokumente zur Bildung in Russland zu kennen; Erziehungsarbeit aufgrund der erworbenen Kenntnisse der Psychologie und Pädagogik gestalten zu können; zur selbständigen wissenschaftlichen Forschungs- und pädagogischen Arbeit fähig sein; die im Verlauf dieser Tätigkeit entstehenden Aufgaben formulieren und lösen; notwendige Forschungsverfahren wählen, alte modifizieren und neue entwerfen, gewonnene Erkenntnisse verarbeiten, bibliographische Arbeit mit Rücksicht auf moderne Informationstechnologien durchführen, Ergebnisse dieser Arbeit in Form von regelgerecht und mit modernen technischen Mitteln redigierten Artikeln, Berichten, Referaten vorlegen.

Promotionsmöglichkeiten

Forschungsschwerpunkte

Besonderheiten

Sie entsprechen nicht den Vorgaben des Bologna-Prozesses: keine ECTS-Umrechnung, kein großer Spielraum für die Studierenden, starre Rahmen der Ausbildung, fest vorgeschriebene Leistungsnachweise mit evtl. Strafmaßnahmen (Exmatrikulation) usw. Zudem hat sich der DaF-Bachelor in Russland noch nicht so recht eingebürgert, es gibt Verständnisprobleme unter Studienbewerbern und ihren Eltern, der rechtliche Status der Bachelors ist noch nicht endgültig geregelt (Zuweisung der Tarifstufen, sonstige Anstellungsprobleme). Ein weiteres Problem ist die stockende Einführung der Einheitsprüfungen (EGE) an russischen Schulen, die mit sehr vielen Organisationsproblemen und sogar mit Vertrauensbruch vor Ort belastet sind. Eine Reihe Universitäten weigern sich, die Ergebnisse dieser Tests als Aufnahmenote anzuerkennen, was das ganze System der akademischen Mobilität in Frage stellt. Ein letztes Problem ist die Verflechtung des alten und des neuen Systems an Universitäten: viele Universitäten lassen zu, dass ihre Bachelors ein Jahr dazu studieren und ein „normales“ herkömmliches Diplom erwerben, obwohl das Bildungsministerium das nicht so gerne haben will; es ist auch nicht klar, wie der MA-Abschluss und die Aspirantur zu vereinbaren wären, denn eigentlich werden auch Bachelors und Spezialisten zum Studium an der Aspirantur zugelassen, was für viele den Sinn eines MA-Studiums in Frage stellt; die Berufsziele sind bei BA und MA eher ein Desideratum, in Realität sind Berufslaufbahnen selten von Abschlüssen abhängig; letztendlich wird die in nächster Zukunft einzuführende kostenpflichtige MA zweifellos die meisten Interessenten davor abschrecken.

Kooperationspartnerschaften

(Name der Stadt, mit der eine Kooperationspartnerschaft besteht)

„Alte“ DaF-Studiengänge (auslaufend)

Anzahl der DaF-Studiengänge

4 (6 mit Rücksicht auf die Fachgruppen in der letzten Fachrichtung)

  • Fachrichtung 021700 – Philologie
  • Fachrichtung 033200 – Fremdsprache
  • Fachrichtung 033200.00 – Fremdsprache mit Nebenfach
  • Fachrichtung 620100 – Linguistik und interkulturelle Kommunikation

Studiengangstypen und Abschlüsse

Grundständiges Studium:

  • 021700 – Philologe, Dozent (HF Deutsch, NF Englisch bzw. Französisch bzw. Russisch als Fremdsprache bzw. Literaturwissenschaft)
  • 033200 – Deutschlehrer (mit Spezialisierung in Englisch bzw. Französisch)
  • 033200.00 – Deutschlehrer mit Nebenfach (Englisch bzw. Französisch)
  • 620100 – Linguist+Dolmetscher/Übersetzer, Linguist+Dozent, Linguist+Fachmann im Bereich interkultureller Komunikation (HF Deutsch, NF Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Schwedisch usw.)

Zusatzqualifikation:

  • Deutsch als Fremdsprache im Beruf für Studierende anderer Fachrichtungen

Aufbaustudium: Philologie (Deutsch) oder Deutschlehrer im zweiten Berufserwerb an Universitäten

Dauer des Studiums

  • Grundständiges Studium: 5 Jahre Direktstudium, 5,5 Jahre Fernstudium und Abendstudium (evtl. kostenpflichtig), 5-6 Jahre Externat (meist kostenpflichtig).
  • Zusatzqualifikation DaF: 2 Jahre Pflicht, länger nach Wunsch (kostenpflichtig)
  • Aufbaustudium DaF: normalerweise 3 Jahre im Direktstudium, 3.5 Jahre im Fern- und Abendstudium(kostenpflichtig, mit Anrechnung der im ersten Bildungsgang erlernten Fächer), 3-4 Jahre Externat (kostenpflichtig, mit Anrechnung der im ersten Bildungsgang erlernten Fächer).

Studienschwerpunkte

  • 021700 – germanistische Linguistik und Literaturwissenschaft
  • 033200, 033200.00 – DaF mit Methodik/Didaktik
  • 620100 – Translation und Translationstheorie (Fachgruppe 022900), Theorie und Praxis interkultureller Kommunikation (Fachgruppe 023000), Theorie und Methodik des Unterrichts fremder Sprachen und Kulturen (Fachgruppe 022600).

Kerncurricula

Praktikum

(obligatorisch/fakultativ, Inland/Ausland, Einrichtungen, Umfang)

Kontrastsprache

Berufsbezug

Nach dem Abschluss des Studiums arbeiten DaF-AkademikerInnen selten als Schullehrer, viel öfter als Dolmetscher und Übersetzer. Außer den eigentlich im Diplom angegebenen Berufen üben sie Berufe wie Bürokraft, Mitarbeiter in deutschen Firmen, Fremdenführer, Touristikfachmann usw. aus.

Spezifische Probleme

  • administrative: Abnahme des Deutschen als erste Fremdsprache in Schulen Russlands, Verdrängung des Deutschen auf Zweitpositionen, was schwache Deutschkenntnisse der Studienbewerber und schlechte Ergebnisse des Wettbewerbs bei den Aufnahmeprüfungen nach sich zieht. Außerdem:
  1. schlechte Qualität der vom Bildungsministerium zugelassenen russischen DaF-Lehrwerke in Kombination mit der rigorosen Forderung nach der Einhaltung der 60%-Quote solcher Lehrwerke in Universitätsbibliotheken;
  2. schlechte technische Ausstattung der meisten Fremdsprachenfakultäten und besonders ihrer Bibliotheken;
  3. schnelle Alterung des DaF-Kollegiums, Mangel an promovierten und besonders habilitierten GermanistInnen; strengere neue Habilitationsverfahren;
  4. schlechte Finanzierung der „föderalen“ Universitäten durch das Bildungsministerium;
  5. Wegfall des früheren staatlich finanzierten Austaschstudiums in Deutschland mit Ersatz durch selbstfinanzierte Reisen (bei weitem nicht allen erschwinglich).
  • curriculare: starrer Aufbau der Curricula, überholte Fächerstruktur, oftmals fehlende Berücksichtigung wissenschaftlicher Novationen, ein winziger Spielraum für wahlweise obligatorische Fächer, Beibehalten der obligatorischen „sozial-humanitären, mathematisch-naturwissenschaftlichen“ Fächerblöcke, die bis zu 60% der gesamten Studienzeit besetzen können und auf den künftigen Beruf nicht zugeschnitten sind. Das kann zum größten Teil auf die passive und konservative Position des curricularen Hauptauschusses des Bildungsministeriums (UMO für pädagogische Hochschulbildung, mit dem Hauptquartier an der Moskauer Pädagogischen Staatlichen Universität) zurückgeführt werden. Außerdem: Chaos im Bildungsministerium, Ausbleiben einer klaren Position und eines Zeitplans bezüglich des Übergangs zum BaMa-Modell, schwieriges Durchsetzen des (auch DaF-)Einheitsexamens an Schulen Russlands.
  • fachliche: Ausbleiben des Strebens bei Studierenden nach echtem praktischem Einsatz in der Schule im Rahmen der Berufspraktika, oft nachlässige Kontrolle dieser Praktika seitens der zuständigen Lehrstühle

Forschungsschwerpunkte

Besonderheiten