Polen

Aus FaDaF Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

DaF-Standorte in Polen

Literatur:

Badstübner-Kizik, Camilla: Ein neues Curriculum für die Ausbildung von DaF-Lehrern in Polen. In: Wolff, Armin / Tütken, Gisela / Liedtke, Horst (Hg.): Gedächtnis und Sprachenlernen. Prozeßorientiertes Fremdsprachenlernen. Deutschlehrerausbildung in West- und Osteuropa. Eine deutsche Literatur: AutorInnen nichtdeutscher Muttersprache. Beiträge der 24. Jahrestagung des FaDaF. Regensburg 1996, 220-232.


BA/MA-Studiengänge in DaF in Polen (Überblick)

Bezeichnungen der jeweiligen BA/MA-DaF-Studiengänge

  • BA- Studiengänge an Fremdsprachenlehrerkollegs
  • BA- Studiengänge an staatlichen Fachhochschulen
  • BA- Studiengänge an privaten Hochschulen
  • BA- Studiengänge an staatlichen Universitäten
  • MA- Studiengänge an staatlichen Universitäten
  • MA- Studiengänge an privaten Hochschulen

Anzahl der BA/MA-DaF-Studiengänge und DaF-Module

  • BA-DaF:

BA- Studiengänge an Fremdsprachenlehrerkollegs - 55

BA- Studiengänge an staatlichen Fachhochschulen - 15

BA- Studiengänge an privaten Hochschulen - 15

BA- Studiengänge an staatlichen Universitäten 2

  • MA-DaF:

MA- Studiengänge an staatlichen Universitäten 7

MA- Studiengänge an privaten Hochschulen 1

Zulassungsvoraussetzungen für das Studium

Fachlich

Für den Hochschulzugang in Polen ist die allgemeine Hochschulreife erforderlich.

Sprachlich

Ab 2006 ist der Hochschulzugang an ein Auswahlverfahren gebunden. Auf der Basis eines Abiturs mit verbindlichem Fächerkanon und speziellen studienbezogenen Anforderungen wird die Studierfähigkeit sichergestellt.

Dauer des Studiums

  • BA-DaF:3 Jahre (6 Semester)
  • MA-DaF: MA-DaF: 2 Jahre (4 Semester)

Anzahl der Studierenden

  • BA-DaF: ca. 9500 (es lassen sich keine genauen Angaben machen)
  • MA-DaF: ca. 1100

Studienschwerpunkte

  • Lehrer (Haupt- und Nebenfach)
  • Verlagslektor
  • Übersetzer / Dolmetscher
  • Kulturvermittler

Relevante BA/MA-DaF-Profile

Kerncurricula

  • BA-DaF:

Die Gesamtzahl der Lehrstunden beträgt 2800, davon sind 1785 durch ministerielle Anforderungen bestimmt:

A. allgemeinbildende Fächer: insgesamt 240 Stunden

  • Fremdsprache (in der Regel Englisch) 120
  • Geschichte der Philosophie 30
  • Wahlpflichtfach (z.B. Soziologie / Informatik) 30
  • Sport 60

B. Veranstaltungen aus dem Bereich der Germanistik insgesamt 1215

  • Geschichte der deutschen Literatur 120
  • beschreibende Grammatik der deutschen Sprache 120
  • Kultur des deutschen Sprachraums 60
  • Geschichte des deutschen Sprachraums 30
  • Einführung in die Sprachwissenschaft 30
  • Einführung in die Literaturwissenschaft 30
  • Geschichte der deutschen Sprache 30
  • kontrastive Grammatik 15
  • Sprachpraxis 780

C. Wahlmodul (Berufskurse) 330

  • Die Zahl und Art der Lehrveranstaltungen sollte sich bis jetzt aus dem Vergleich der Studienprogramme des fünfjährigen Magisterstudiums und des jeweiligen BA-Studiengangs ergeben. In den letzten Tagen ist auf der Webseite des Bildungsministeriums ein Entwurf neuer Minimalanforderungen für das Philologiestudium vom 10.10.2005 erschienen, das MA-Studiengang berücksichtigt. Das Studium soll 800 Lehrstunden umfassen, 300 von ihnen werden durch das Ministerium für Nationale Bildung bestimmt: Proseminare (z.B. aus den folgenden Bereichen: Theorie der Übersetzung, interkulturelle Kommunikation, Anthropologie, Soziolinguistik) 90 Stunden, Sprachpraxis 120,Fremdsprache (in den meisten Fällen Englisch) 90.

Pflichtmodule

  • BA-DaF: Die in den ministeriellen Minimalanforderungen genannten Fächer sind obligatorisch.
  • MA-DaF: Die in den ministeriellen Minimalanforderungen genannten Fächer sind obligatorisch.

Wahlpflichtmodule

  • BA-DaF: Im BA-Studium werden in der Regel im Semesterrhythmus Proseminare aus vier Bereichen– Literatur-, Kultur- oder Sprachwissenschaft bzw. Didaktik - zur Wahl angeboten. Jeder Student ist verpflichtet, je nach der Hochschule von 8 (240 Stunden) bis 10 (300) zu wählen.
  • MA-DaF: Es werden Haupt- oder Forschungsseminare angeboten, die das von dem Studenten gewählte Magisterseminar begleiten. Sie setzen sich zum Ziel, die Studierenden in eine wissenschaftliche Disziplin wie Literatur-, Kultur- oder Sprachwissenschaft bzw. Translatorik einzuführen. Jeder Student ist verpflichtet, je nach der Hochschule von 4 (120 Stunden) bis 8 (240) zu wählen.

Berufsbezug

  • Lehrer
  • Verlagslektor
  • Kulturvermittler
  • angehender Forscher

Spezifische Probleme

Die Einführung der Lehrerausbildung in den BA-Studiengängen ist mit dem obligatorischen Studium eines Nebenfaches verbunden, was viele administrative Probleme mit sich bringt, da der Student sich innerhalb der Fakultät und innerhalb der Universität frei bewegen soll (Schwierigkeiten mit dem Stundenplan). Auch die allmähliche Reduzierung von obligatorischen Lehrveranstaltungen zugunsten frei wählbarer Veranstaltungen wird gelegentlich von den Dozenten in Frage. Große Bedenken werden gegenüber DaF-Studiengängen als Nebenfach mit nur insgesamt 400 Lehrstunden geäußert.

Praktikum

Ein Praktikum ist bei BA-Studiengängen mit dem optionalen Modul der Lehrerausbildung obligatorisch. Auch das Praktikum wird durch ministerielle Anordnungen (vom 7. 09.2004) geregelt. Es soll einen wichtigen Einblick in zukünftige Berufsfelder geben. Es ist nötig, um theoretisches Wissen mit der Praxis abzugleichen. Die Gesamtstundenzahl beträgt 150. Die ersten 50 Stunden sind der Organisation des Schullebens (Schuldokumentation, Schulordnung, Erziehungspläne, Bewertungssystem, Arbeit des Schulpädagogen und z.B. Betreuung der Schüler bei einem Kino- oder Theaterbesuch) gewidmet. Dann hospitieren die Studenten meistens Deutschunterricht (70 Stunden Hospitationen und Besprechung von hospitierten Unterrichtsstunden). In den letzten 30 (ab nächstem Jahr 45) Stunden übernehmen sie selbst die Rolle des Lehrers.

An allen Schultypen in Polen (Grundschule, Gymnasium, Lyzeum, Berufsschule)

Kontrastsprache

Studentischer Arbeitsaufwand (nach ECTS)

  • Präsenzstudium:

BA-Studiengänge: 2800

MA-Studiengänge: 800

  • Selbststudium:

Der Arbeitsaufwand entspricht etwa dem im Präsenzstudium.

Modul-Prüfungsleistung

  • Sprachpraxis - Bewertungskriterien für die einzelnen sprachpraktischen Übungen sind: aktive Teilnahme, Anrechnung einer bestimmten Zahl von schriftlichen Arbeiten oder Klausuren (schriftlich bzw. mündlich) und nach jedem Sommersemester jeweils schriftliche und mündliche Prüfungen.
  • Literaturwissenschaft – Testat mit Note in jeder Veranstaltung, schriftliche oder mündliche Abschlussprüfung nach dem Kurs
  • Sprachwissenschaft - Testat mit Note in jeder Veranstaltung, schriftliche oder mündliche Abschlussprüfung nach dem Kurs
  • Kulturwissenschaft - Testat mit Note in jeder Veranstaltung, schriftliche oder mündliche Abschlussprüfung nach dem Kurs
  • Didaktik des DaF-Unterrichts – nach dem abgeschlossenen Kurs und einem Praktikum erfolgt mündliche Prüfung

Lern- und Qualifikationsziele/Berufsbezug

  • BA-Studiengänge DaF richten sich sowohl an Studierende, die nach sechs Semestern einen berufsqualifizierenden Abschluss erreichen und dann die Hochschulen verlassen als auch an Studenten, die das Studium im Anschluss bis zum MA-Grad fortführen wollen. Das Studium vertieft die sprachliche Kompetenz (kommunikative Kompetenz bis zur C2 Ebene des Europäischen Referenzrahmens) und dient als Einführung in die Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaft. Vielfältige Kenntnisse und gute Sprachkompetenz bilden eine optimale Grundlage für berufliche Tätigkeiten als Deutschlehrer oder in den Bereichen z.B. Verlags-wesen oder Kulturmanagement.
  • Ziel des MA-Studiums ist die vertiefte wissenschaftliche Ausbildung der Studierenden im Fach DaF. Der Absolvent verfügt neben einer sehr guten sprachlichen Kompetenz über eine breite und fundierte Grundlagenausbildung in philologischen Fächern. Das Studium soll den Absolventen dazu befähigen, die aktuellen Grenzen des Wissens- und Erkenntnisstandes zu erweitern.

Promotionsmöglichkeiten

Yup, that'll do it. You have my apprceitaion.

Besonderheiten

  • hohe Anforderungen an Bewerber beim Hochschulzugang
  • relativ viele Präsenzstunden im Vergleich zu anderen Fachrichtungen
  • ziemlich präzis formulierte Unterrichtsziele
  • kontinuierliche Kontrolle der Arbeitsqualität (Evaluation durch Fragebögen)

Kooperationspartnerschaften

(Name der Stadt, mit der eine Kooperationspartnerschaft besteht)

„Alte“ DaF-Studiengänge (auslaufend)

Anzahl der DaF-Studiengänge

11 fünfjährige Germanistikstudiengänge

Studiengangstypen und Abschlüsse

  • Magisterstudium, DaF (Germanistik) als einziges Fach (keine Unterscheidung in Haupt- und Nebenfach)
  • Zusatzqualifikation: fakultative Deutschlehrerausbildung bzw. Ausbildung von Dolmetschern
  • Aufbaustudium: z.B. Postgraduales Studium für Sprachmittler, Postgraduales Studium im Bereich der Didaktik des DaF-Unterrichts bzw Promotion

Dauer des Studiums

  • Grundständiges Studium: fünf Jahre (10 Semester)
  • Zusatzqualifikation DaF: 6 Semester + Praktikum
  • Aufbaustudium DaF: 3 Semester ein postgraduales Studium oder 4 Jahre Promotion

Studienschwerpunkte

  • Sprachpraxis
  • Literaturwissenschaft
  • Sprachwissenschaft
  • Kulturwissenschaft

Kerncurricula

  • Das KERNCURRICULUM setzt sich aus Veranstaltungen zusammen, die die ministeriellen Anforderungen (Standards, die das Ministerium für Nationale Bildung und Sport am 3.11.2003 veröffentlicht hat) hinsichtlich des Philologiestudiums erfüllen.
  • Das fünfjährige Magisterstudium umfasst insgesamt von 2000 bis 3000 Lehrstunden, davon werden 1665 Stunden in den Rahmenrichtlinien des Ministeriums für Nationale Bildung als Pflichtveranstaltungen genannt.

Die Studierenden sind verpflichtet, Veranstaltungen aus den folgenden Bereichen zu besuchen:

  • sprachpraktische Übungen mindestens 900 Stunden
  • Literaturwissenschaft: Geschichte der deutschen Literatur 120 Stunden, Einführung in die Literaturwissenschaft 30 Stunden
  • Sprachwissenschaft:beschreibende Grammatik 120 Stunden, Einführung in die Sprachwissenschaft 30, kontrastive Grammatik 15, Geschichte der deutschen Sprache 30
  • Kulturwissenschaft: Kultur des deutschen Sprachraums 60, Geschichte des deutschen Sprachraums 30

Das macht zusammen 1335 Stunden.

Die übrigen 330 Lehrstunden sind folgendermaßen geteilt:

  • Wahlpflichtfach (z.B. Informatik / Logik) 30 Stunden
  • Geschichte der Philosophie 60 Stunden
  • Fremdsprache (in der Regel Englisch) 120 Stunden
  • Latein 60
  • Sport 60

Jedes Institut für Germanistik bietet weitere Wahlpflichtveranstaltungen aus dem Bereich der Germanistik an, z.B. Textanalyse, Projektseminare oder monographische Vorlesungen. In den letzten zwei Jahren schreiben die Studenten ihre Magisterarbeiten (Hausarbeiten). Sie wählen ein Seminar aus dem folgenden Angebot: Literaturwissenschaft, Sprachwissenschaft, Kulturwissenschaft, Übersetzungswissenschaft, Didaktik des DaF-Unterrichts und Literaturdidaktik. Sie besuchen auch Seminar begleitende Wahlpflichtveranstaltungen. Die Grundlage des Leistungsnachweises bilden schriftlich verfasste Semesterarbeiten, mündliche und schriftliche Prüfungen. Die Studierenden haben auch die Möglichkeit, fakultativ als Wahlmodul die Lehrerausbildung seltener Dolmetscherausbildung zu machen.

Praktikum

(obligatorisch/fakultativ, Inland/Ausland, Einrichtungen, Umfang)

Kontrastsprache

Berufsbezug

das sog. philologische Profil eventuell mit dem zusätzlichen Wahlmodul der Lehrer- bzw. Dolmetscherausbildung

Spezifische Probleme

Das Studium ist straff organisiert und weist verschulte Strukturen auf. Dazu gehören z.B. Anwesenheitslisten in den Lehrveranstaltungen ebenso über das gesamte Semester verteilte zahlreiche Tests. Das Fachstudium ist viel breit gefächert, wer Germanistik studiert, muss z.B. auch Pflichtveranstaltungen in Philosophie belegen. Fast sämtliche philologischen Studiengänge setzen das große Latinum voraus. Obligatorisch ist außerdem Sport.

Forschungsschwerpunkte

  • Breslau, Danzig, Krakau, Posen, Warschau – Sprachwissenschaft (Sprachvergleich Polnisch-Deutsch, kontrastive Lexikologie, Systemlinguistik, Pragmalinguistik, Textlinguistik)
  • Breslau, Danzig, Krakau, Posen, Warschau – Literatur- und Kulturwissenschaft (deutsch-polnische Beziehungen in Literatur und Kultur, Rezeption der deutschen Literatur in Polen, Regionalliteratur (Provinz Posen oder Ostpreußen), historische Stereotypenforschung)
  • Lublin, Posen, Warschau – Übersetzungswissenschaft (Theoretische Grundlagen der Übersetzung schöngeistiger Literatur, konsekutives Übersetzen)
  • Posen, Warschau – Didaktik des DaF-Unterrichts (Didaktik authentischer Texte, kognitive Aspekte des Fremdsprachenunterrichts)

Good to see a taelnt at work. I can't match that.