Frankreich

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DaF-Standorte in Frankreich

Literatur

DaF- und Germanistikstudiengänge

  • Deutscher Akademischer Austauschdienst (Hg.) (2012): Zukunftsfragen der Germanistik. Beiträge der DAAD-Germanistentagung 2011 mit den Partnerländern Frankreich, Belgien, Niederlande, Luxemburg. Göttingen: Wallstein.
  • Lecointre, Claire: Deutsch an französischen Hochschulen. In: Casper-Hehne, Hiltraud / Middeke, Annegret (Hg.): Sprachpraxis der DaF- und Germanistikstudiengänge im europäischen Hochschulraum. Göttingen: Universitätsverlag 2009, S. 45-51. [1])

Andere

  • Adam, Séverine (Hg.) (2013): «Informationsstrukturen» im gesteuerten Spracherwerb. Französisch – Deutsch kontrastiv. Band 17. COGNITO. Kognitions- und neurowissenschaftliche Beiträge zur natürlichen Sprachverarbeitung. Frankfurt a. M. u.a.: Lang.
  • Keller, Carsten et al. (2013): Wendepunkte. Lebensläufe junger Migrantennachkommen in Deutschland und Frankreich. Frankfurt a. M. & New York: Campus.
  • Müller, Natascha (2011): Einführung in die Mehrsprachigkeitsforschung. Deutsch – Französisch – Italienisch. 3., überarb. Aufl. Tübingen: Narr (narr studienbücher).
  • Mussner, Marlene (2012): Jedem Tierchen sein Pläsierchen. Phraseme mit Tierbezeichnungen im Komponentenbestand im Vergleich zwischen den Sprachen Deutsch, Französisch und Italienisch. Europäische Hochschulschriften 21, Linguistik 377. Frankfurt a. M. u.a.: Lang.
  • Stollhans, Sascha: Ich trinke gerne *die Tee: Der Nullartikel aus der Perspektive französischsprachiger Deutschlerner unter besonderer Berücksichtigung generischer Ausdrücke. In: Info DaF Nr. 6 Dezember 2012, S. 605-624. [2]


BA/MA-Studiengänge DaF in Frankreich (Überblick)

Bezeichnungen der jeweiligen BA/MA-DaF-Studiengänge

Langues, littératures et civilisations étrangères (LLCE) Fachrichtung Deutsch/Germanistik (im Anschluss werden nur jene Abschnitte des Curriculums genannt, in denen die Didaktik des Deutschen unterrichtet wird)

Anzahl der BA/MA-DaF-Studiengänge und DaF-Module

  • BA-DaF: bis zum dritten Semester besteht keinerlei Lehrangebot im Bereich der Didaktik; ab S4 bieten die größten Institute eine Einführung in die Didaktik als Wahlpflichtkurs an; in den meisten Curricula taucht jedoch die Didaktik erst im Rahmen der Vorbereitung der Staatsexamensprüfung auf (ab S7 bzw. S9)
  • MA-DaF:Lehramt Deutsch für die Mittelstufe (CAPES d’allemand), Lehramt Deutsch für die Oberstufe (Agrégation d’allemand); in beiden Fällen handelt es sich um ein zentralisiertes, einmal jährlich ausgetragenes Prüfungsverfahren zur Aufnahme in das Lehramt, wobei stets nur eine begrenzte Zahl von Studenten (ca. 1/5 der Kandidaten) zugelassen wird; es handelt sich also nicht um ein Diplom im herkömmlichen Sinn

Zulassungsvoraussetzungen für das Studium

Fachlich

  • Zur Vorbereitung des CAPES (Staatsexamen Mittelstufe) muss ein BA in einer beliebigen Fachrichtung vorliegen, für die Agrégation (Staatsexamen Oberstufe) muss das M1 in einer beliebigen Fachrichtung erfolgreich abgeschlossen sein; de facto haben die allermeisten Kandidaten zuvor ein vierjähriges Germanistikstudium absolviert

Sprachlich

  • formell keine, doch die meisten Studenten haben deutsch 7 Jahre lang in der Schule gelernt

Dauer des Studiums

  • BA-DaF: nicht DaF-relevant
  • MA-DaF: insgesamt 4-5 Jahre (CAPES = M1; Agrégation = M2)

Anzahl der Studierenden

  • BA-DaF: nicht DaF-relevant
  • MA-DaF: Auf ganz Frankreich bezogen, kann die Zahl der Studierenden, die eine Ausbildung in Didaktik erhalten, auf ca. 1000 pro Prüfungsjahr geschätzt werden, wovon letztlich etwa 200 in den Staatsdienst aufgenommen werden und also die zweite didaktisch-methodische Ausbildungsphase im IUFM absolvieren

Studienschwerpunkte

Didaktik/Methodik des Deutschunterrichts im frankophonen Kontext

Relevante BA/MA-DaF-Profile

Kerncurricula

  • CAPES: das Prüfungsprogramm wurde in letzter Zeit immer mehr den konkreten Erfordernissen der Unterrichtspraxis angepasst, namentlich durch die Einführung einer Didaktikprüfung im mündlichen Prüfungsteil
  • Agrégation: stärker universitär ausgerichtetes Prüfungsprogramm, das nicht auf die konkreten Anforderungen des Schuldienstes zugeschnitten ist; erst nach bestandener Prüfung erfolgt eine Schulung in Didaktik/Methodik im Rahmen eines Aufbaustudiums/Praktikums (gemeinsam mit den Absolventen des CAPES)

Pflichtmodule

  • BA-DaF: in Didaktik/Methodik keine.
  • MA-DaF: mündliche Prüfung im Bereich Didaktik/Methodik (CAPES) bzw. allgemeine Überprüfung der pädagogischen Eignungen des Kandidaten (Agrégation); danach umfassendere pädagogische Schulung in den IUFM mit starkem Praxisanteil

Wahlpflichtmodule

  • BA-DaF: Didaktik des Deutschen ab S4 (nur an einigen Universiäten)
  • MA-DaF: nicht DaF-relevant

Berufsbezug

Ausbildung von Deutschlehrern für den Staatsdienst und staatlich anerkannte Privatschulen

Spezifische Probleme

  • Kontinuierlich fallende Zahl der eingeschriebenen Studenten bzw. der Deutschlernenden im allgemeinen, was die Lehrerausbildung und die Curricula insgesamt gefährdet
  • Durch die Hochschulreform starke Einschränkung des Studienangebots im MA-Bereich
  • Das französische Staatsexamen ist zur Zeit noch nicht anschlussfähig, d.h. Studienleistungen können zur Zeit nicht mittels des ECTS anerkannt werden

Praktikum

  • Ja, im Concours-Bereich (MA), nach bestandener Zulassungsprüfung
  • Nach der Zulassung zum Lehramt muss eine einjährige pädagogische Ausbildung in den sog. IUFM (Institut Universitaire de Formation des Maîtres) absolviert werden, wobei auch erste Unterrichtserfahrungen gemacht werden


Studentischer Arbeitsaufwand (nach ECTS)

kann noch nicht in ECTS ausgedrückt werden, da der Didaktik/Methodik-Bereich der Lehrerausbildung noch nicht voll in das BA/MA integriert ist; eine Modularisierung ist nicht ohne weiteres möglich; denkbar wäre es, bei Teilnahme am schriftlichen Prüfungsteil 60 Kreditpunkte gutzuschreiben, wobei bei Zulassung zur mündlichen Prüfung die ECTS-Note B vergeben werden sollte

Modul-Prüfungsleistung

Zentralisierte schriftliche Prüfung (3 bzw. 4 Examen); danach werden die besten Studenten zu einer mehrtägigen mündlichen Prüfung eingeladen; im CAPES ist der Bereich Didaktik/Methodik des Deutschunterrichts relativ stark gewichtet, wogegen er in der Agrégation fast völlig fehlt

Lern- und Qualifikationsziele/Berufsbezug

  • CAPES: weitgehend auf die Erfordernisse des Schuldienstes zugeschnitten
  • Agrégation: fachlich anspruchsvolle germanistische Universitätsprüfung, die ebenfalls für den Schuldienst qualifiziert; die eigentliche didaktische Ausbildung erfolgt aber erst im sich anschließenden Praktikum


Forschungsschwerpunkte

Kooperationspartnerschaften

(Name der Stadt, mit der eine Kooperationspartnerschaft besteht)