Finnland: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Maijala, Anita: Perspektiven für den Unterricht Deutsch als Fremdsprache in Finnland. In: Haatja, Kim (Hg).: ''Curriculum Linguae 2007''. Tampere 2008, 229-241.'''
 
'''Maijala, Anita: Perspektiven für den Unterricht Deutsch als Fremdsprache in Finnland. In: Haatja, Kim (Hg).: ''Curriculum Linguae 2007''. Tampere 2008, 229-241.'''
 
 
(Platzhalter: allg. Text)
 
 
== BA/MA-Studiengänge in DaF in Finnland (Überblick) ==
 
 
===Bezeichnungen der jeweiligen BA/MA-DaF-Studiengänge===
 
*Deutsche Sprache
 
*Deutsche Sprache und Literatur
 
*Deutsche Sprache und Kultur
 
*Germanische Philologie
 
 
===Anzahl der BA/MA-DaF-Studiengänge und DaF-Module===
 
 
*BA-DaF: 8
 
*MA-DaF: 8
 
 
===Zulassungsvoraussetzungen für das Studium===
 
 
NB: 50% der Punkte für die Zulassung beruhen auf den Abiturzeugnisnoten
 
 
NB: Zulassung erfolgt generell zum BA- und zum MA-Studium!
 
 
====Fachlich====
 
 
*Fachlich: Lesen einer finnisch- oder deutschsprachigen Einführung in die Grundlagen der Sprachwissenschaft: Test zum Buch; mancherorts zusätzlich: Essay zu einem deutsch-sprachigen literarischen Ganztext (Kurzgeschichte/Roman)
 
 
====Sprachlich====
 
 
*Sprachlich: Sprachtest (multiple choice): Grammatik, Wortschatz, Textverstehen (mancherorts auch Gespräch), mancherorts: Essay zu einem deutschsprachigen literarischen Ganztext (Kurzgeschichte/Roman)
 
 
===Dauer des Studiums===
 
 
*BA-DaF: 3 Jahre
 
*MA-DaF: 2 Jahre (+ 1 Jahr Lehrerausbildung)
 
 
===Anzahl der Studierenden===
 
 
*BA-DaF: variiert nach Studienort: 15-45 Hauptfächler pro Jahr, dazu Nebenfächler
 
*MA-DaF: variiert nach Studienort: 15-40 Hauptfächler pro Jahr, dazu Nebenfächler
 
 
NB: Faustregel: 15 Hauptfachstudierende pro Professur pro Jahr
 
 
===Studienschwerpunkte===
 
 
# Ausbildung von Deutsch- bzw. FremdsprachenlehrerInnen für Schule und Erwachsenen-bildung
 
# Ausbildung von Sprach-, Kommunikations- und Kulturexperten für die Wirtschaft
 
# Ausbildung von Sprach- und Kulturmittlern (nur begrenzt)
 
# NB: die Ausbildung im Dolmetschen und Übersetzen erfolgt in eigenen Studiengängen
 
 
===Relevante BA/MA-DaF-Profile===
 
 
===Kerncurricula===
 
 
# Sprachpraxis: sprachpraktische Übungen machen bis zu 25% des gesamten BA/MA-Curriculums aus, Schwerpunkt liegt auf schriftlichen Fertigkeiten
 
# Sprachwissenschaft (theoretische und angewandte Linguistik): Phonetik, Lexikogra-phie/Lexikologie, Syntax/Grammatik, Semantik, Pragmatik, Sprachgeschichte, Textlinguistik, Gesprächslinguistik, kontrastive Linguistik
 
# Landes- und Kulturkunde
 
# Literatur- und Kulturwissenschaft (Angebot variiert nach Studienort)
 
# Übersetzungstheorie bzw. Translatologie (Angebot variiert nach Studienort)
 
 
===Pflichtmodule===
 
 
*BA-DaF: 1. sprachpraktische Übungen (einschließlich Übersetzungsübungen), 2. breite Grundlagen der Sprachwissenschaft, 3. Landes- und Kulturkunde (mit Theorieanteilen), 4. Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens, 5. Praktikum, 6. BA-Arbeit (hier: Kandidatenarbeit)
 
 
*MA-DaF: 1. sprachpraktische Übungen, 2. Sprachwissenschaft, 3. Literatur- und Kulturwissenschaft, 4. Wissenschaftliches Arbeiten, 5. MA-Arbeit (hier: pro gradu-Arbeit)
 
 
=== Wahlpflichtmodule ===
 
 
*BA-DaF: nach Studienort verschieden: 1. Sprachlehr-/lernforschung , 2. deutschsprachige Literatur und Kultur, 3. interkulturelle Wirtschaftskommunikation, 4. literarisches und Fachübersetzen 5. Spezialgebiete der Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaft
 
 
*MA-DaF: nach Studienort verschieden: 1. Sprachlehr-/lernforschung , 2. deutschsprachige Literatur und Kultur, 3. interkulturelle Wirtschaftskommunikation, 4. literarisches und Fachübersetzen 5. Spezialgebiete der Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaft
 
 
=== Berufsbezug ===
 
 
# Deutsch-/ Fremdsprachenlehrerausbildung für Schule und Erwachsenenbildung
 
# Sprach- und Kulturexperten für die Wirtschaft und öffentliche Arbeitgeber
 
# Sprachmittlung und Kulturmittlung in internationalen Organisationen (begrenzt)
 
# Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses
 
# NB: die Ausbildung im Übersetzen und Dolmetschen erfolgt in eigenen Studiengängen
 
 
===Spezifische Probleme===
 
# mangelnde finanzielle Ausstattung der Studiengänge (Personalabbau; Arbeitsüberlastung)
 
# mangelnde Integration von Germanistikstudium und Lehrerausbildung
 
# sinkende Deutschkenntnisse der Studienanfänger
 
# (absehbar): sinkende Bewerberzahlen (infolge Geburtenrückgang)
 
# mancherorts: mangelnder Berufsbezug
 
# mancherorts: keine Kombination von Sprach- und Sachfächern möglich
 
 
===Praktikum===
 
* BA:  Sprachpraktikum oder Berufspraktikum von wenigstens 2-3 Monaten bzw. ein Auslandssemester im deutschsprachigen Raum ist obligatorisch bzw. wird dringend empfohlen (vergleichbare Leistungen können nach Einzelfallprüfung anerkannt werden)
 
* MA: Berufspraktikum von wenigstens 2-3 Monaten im In- oder Ausland ist obligatorisch bzw. wird dringend empfohlen bzw. ist möglich (vergleichbare Leistungen können nach Einzelfallprüfung anerkannt werden)
 
 
Praktika werden vorzugsweise im deutschsprachigen Ausland durchgeführt:
 
 
a) Auslandssemster an Hochschulen und Universitäten
 
 
b) bei Bildungsträgern wie Sprachschulen, Sprachendiensten usw.
 
 
c) bei Privatunternehmen und öffentlichen Arbeitgebern
 
 
NB: Berufspraktika werden oft im Rahmen von Sommerjobs während der vorlesungsfreien Zeit abgeleistet. Praktikumsberichte sind obligatorisch
 
 
===Kontrastsprache ===
 
 
===Studentischer Arbeitsaufwand (nach ECTS)===
 
 
Eine Trennung von Präsenz- und Selbststudium ist nicht immer möglich, da der gesamte Kontaktunterricht immer aus „Kontaktunterricht + kursbegleitendem Selbststudium“ besteht. Werden z. B. für einen Kurs 2 ECTS-Punkte angerechnet, kann sich der gesamte Arbeitsaufwand aus 28 Stunden Kontaktunterricht und 22-32 Stunden Selbststudium zusammensetzen (1 ECTS = 25-30 Zeitstunden Arbeit).
 
 
Andererseits besteht generell die Möglichkeit, Regelveranstaltungen (Ausnahme: sprachpraktische Übungen) durch so genannte ,Buchprüfungen’ zu ersetzen. Dies bedeutet, dass der Stoff einer bestimmten Veranstaltung durch Lektüre im Selbststudium erarbeitet und in Form einer Klausur abgeprüft wird.
 
 
Ferner können bestimmte fakultative Leistungspunkte nur in Form dieser ,Buchprüfungen’ erworben werden.
 
 
===Modul-Prüfungsleistung ===
 
 
# Leistungsnachweis durch Klausur, oder
 
# kursbegleitender Leistungsnachweis (regelmäßige Hausaufgaben, Referat, Thesenpapier, Lerntagebuch usw.), oder
 
# Leistungsnachweis durch die so genannte „Buchprüfung“, oder
 
# Leistungsnachweis durch einen kompensierenden, d. h. inhaltlich und formal äquivalenten Leistungsnachweis (z. B. im Auslandsstudium oder anderweitig erworbene ECTS-Punkte, Selbststudienleistungen)
 
# Die BA-Arbeit (hier: Kandidatenarbeit) im Umfang von ca. 20 Seiten wird auf Deutsch verfasst.
 
# Zur BA-Arbeit (hier: Kandidatenarbeit) wird eine schriftliche finnischsprachige Klausur, die so genannte „Reifeprüfung“, durchgeführt.
 
# Die MA-Arbeit (hier: pro gradu-Arbeit) im Umfang von ca. 80 Seiten wird auf Deutsch verfasst.
 
 
* NB:
 
#Jede Einzelveranstaltung erfordert einen qualifizierten Leistungsnachweis.
 
# Leistungsnachweise werden in der Regel während der Vorlesungszeit erbracht; „Buchprüfungen“ können an so genannten „Prüfungstagen“ auch während der vorlesungsfreien Zeit absolviert werden.
 
 
=== Lern- und Qualifikationsziele/Berufsbezug ===
 
 
*BA-DaF: 1. Sprach- und Kommunikationskompetenz: Deutschkenntnisse auf dem Niveau B2/C1 (europäischer Referenzrahmen für Sprachen) 2. Fach- und Methodenkompetenz: breites sprachwissenschaftliches Grundwissen, literatur- und/oder kulturwissenschaftliches und/oder translatologisches Orientierungswissen; Grundfertigkeiten des wissenschaftlichen Arbeitens; Allgemeinwissen über Geschichte und Kultur des deutschsprachigen Raumes; Kenntnis der Relevanz von Grundlagen- und Anwendungsforschung für das eigene Berufsfeld
 
*MA-DaF:1. Sprach- und Kommunikationskompetenz: Deutschkenntnisse auf dem Niveau C1/C2 (europäischer Referenzrahmen) 2. Fach- und Methodenkompetenz: sprach-, literatur- und kulturwissenschaftliches Spezialwissen in ausgewählten Forschungsbereichen; Kenntnis  ausgewählter Theorien/Forschungsansätze sowie Beherrschung ausgewählter Analyseme-thoden; Fähigkeit, Sprach-, Text- und Kommunikationsprobleme des künftigen Berufsfeldes im Rückgriff auf die einschlägige Forschung zu bearbeiten
 
 
=== Promotionsmöglichkeiten ===
 
 
=== Forschungsschwerpunkte ===
 
 
=== Besonderheiten ===
 
 
# Im Zuge des Bologna-Prozesses sind in allen 8 Studiengängen sehr gründliche Curriculumrevisionen durchgeführt worden, die sowohl zur inhaltlichen Straffung als auch zur gleichzeitigen Steigerung von Wissenschaftlichkeit/Forschung und Berufsbezug (= Verzahnung von Grundlagen- und Anwendungsforschung) beitragen. Neue Ringvorlesungen sowie andere Formen der interfachlichen Kooperation (in Finnisch und Englisch) stärken die Interdisziplinarität, die Mehrsprachigkeit und die Interkulturalität der Studiengänge.
 
# ERASMUS-/SOKRATES-Austausch sowie  anderweitige kürzere und längere Gastdozenturen sichern die Internationalität der Studiengänge bzw. die hohe internationale Mobilität von Studierenden und Dozenten.
 
# In allen 8 Studiengängen wurde das System der persönlichen Studienpläne eingeführt, die eine kontinuierliche Förderung und Betreuung der Studierenden durch die Lehrenden vorsehen und auf eine Straffung der Studiendauer abzielen.
 
# Vereinzelt werden Erfahrungen mit Doppelabschlüssen bzw. joint degrees gemacht.
 
# Anerkennung von im Ausland erbrachten Studienleistungen (nach Einzelfallprüfung).
 
 
=== Kooperationspartnerschaften ===
 
 
([[Name der Stadt, mit der eine Kooperationspartnerschaft besteht]])
 
 
== „Alte“ DaF-Studiengänge (auslaufend) ==
 
 
Da in Finnland mit dem Studienjahr 2005/2006 die BA/MA-Studiengänge in der Germanistik in Kraft treten, wurde auf eine Darstellung der Prä-Bologna-Studiengänge verzichtet.
 
 
===Anzahl der DaF-Studiengänge===
 
 
===Studiengangstypen und Abschlüsse===
 
(Grundständiges Studium, Zusatzqualifikation, Aufbaustudium)
 
 
===Dauer des Studiums===
 
(Grundständiges Studium, Zusatzqualifikation, Aufbaustudium)
 
 
===Studienschwerpunkte===
 
 
===Kerncurricula===
 
 
===Praktikum ===
 
(obligatorisch/fakultativ, Inland/Ausland, Einrichtungen, Umfang)
 
 
===Kontrastsprache===
 
 
===Berufsbezug===
 
 
===Spezifische Probleme===
 
(administrative, curriculare, bezügl. des Praxisbezugs, der personellen oder sonstiger Ressourcen etc.):
 
 
===Forschungsschwerpunkte===
 
 
===Besonderheiten===
 

Version vom 15. Januar 2015, 21:48 Uhr

DaF-Standorte in Finnland

Literatur:

Skog-Sködersved, Mariann: Zum Verhältnis von Sprachforschung und Sprachlehre. Ein Beitrag aus Finnland. In: Neuland, Eva / Ehlich, Konrad / Roggausch, Werner (Hg.): Perspektiven der Germanistik in Europa. München 2005, 153-158.

Reuter, Ewald: Kuschelstudium im nordischen Wohlfahrtsstaat. Bologna-Studien und DaF-Studien in der finnischen Germanistik. In: Casper-Hehne, Hiltraud / Koreik, Uwe / Middeke, Annegret (Hg.): Die Neustrukturierung von Studiengängen "Deutsch als Fremdsprache": Probleme und Perspektiven. Göttingen 2006, 99-108.(s. [1])

Maijala, Anita: Perspektiven für den Unterricht Deutsch als Fremdsprache in Finnland. In: Haatja, Kim (Hg).: Curriculum Linguae 2007. Tampere 2008, 229-241.