Dänemark: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Colliander, Peter: Dänemark, Wirtschaftsuniversität Kopenhagen (CBS). In: HRK Service-Stelle Bologna: ''Germanistik im Europäischen Hochschulraum. Studienstruktur, Qualitätssicherung und Internationalisierung.'' Bonn, Juni 2006. S. 126-133.'''
 
'''Colliander, Peter: Dänemark, Wirtschaftsuniversität Kopenhagen (CBS). In: HRK Service-Stelle Bologna: ''Germanistik im Europäischen Hochschulraum. Studienstruktur, Qualitätssicherung und Internationalisierung.'' Bonn, Juni 2006. S. 126-133.'''
  
'''Andersen, Mette Skovgaard: Mündliche Prüfung in relevanter entspannter Atmosphäre - ein Praxisbericht. In: Casper-Hehne, Hiltraud / Middeke, Annegret (Hg.): ''Sprachpraxis der DaF-und Germanistikstudiengänge im europäischen Hochschulraum''. Göttingen: Universitätsverlag 2009, S. 201-206.'''  
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'''Andersen, Mette Skovgaard: Mündliche Prüfung in relevanter entspannter Atmosphäre - ein Praxisbericht. In: Casper-Hehne, Hiltraud / Middeke, Annegret (Hg.): ''Sprachpraxis der DaF-und Germanistikstudiengänge im europäischen Hochschulraum''. Göttingen: Universitätsverlag 2009, S. 201-206.'''
 
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== BA/MA-Studiengänge in DaF in Dänemark (Überblick) ==
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===Bezeichnungen der jeweiligen BA/MA-DaF-Studiengänge===
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* Deutsche Philologie (an den traditionellen Universitäten in Kopenhagen, Århus und Odense)
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* Wirtschaftssprachen und internationale Wirtschaftskommunikation (an den Wirtschaftsuni-versitäten in Kopenhagen und Århus und an der Universität (Syddansk Universitet) in Kolding, Odense und Sønderborg)
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Außerdem gibt es Deutschstudiengänge an den so genannten Universitätszentren in Roskilde und Ålborg, die ich hier nicht berücksichtige, weil die Studentenzahl verschwindend gering ist und ich diese Studiengänge nicht gut kenne. Auch möchte ich den Studiengang an der Universität in Odense „Modern Languages and Cultural Mediation“ nennen, der interessant und zukunftsweisend zu sein scheint, mir aber leider auch zu wenig bekannt ist; siehe [http://www.studieguide.sdu.dk/studier/index.php?uid=69&id=1815 Studieguide].  Schließlich sind die Deutschstudiengänge zur Lehrerausbildung für Grund-, Real- und Hauptschule an den so genannten Pädagogischen Hochschulen zu erwähnen, die allerdings keine akademischen Einrichtungen (keine Forschung), sondern eher Fachhochschulen sind und deswegen nicht in diesen Zusammenhang gehören.
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===Anzahl der BA/MA-DaF-Studiengänge und DaF-Module===
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*BA-DaF:
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a. Deutsche Philologie: 3, nämlich in Kopenhagen, Århus und Odense
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b. Wirtschaftssprachen und internationale Wirtschaftskommunikation: 5, nämlich in Kopenhagen, Århus, Syddansk Universitet (Kolding, Odense, Sønderborg) und Ålborg
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*MA-DaF:
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a. Deutsche Philologie: 3, nämlich in Kopenhagen, Århus und Odense
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b. Wirtschaftssprachen und internationale Wirtschaftskommunikation: 2, nämlich in Kopenhagen und Århus
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===Zulassungsvoraussetzungen für das Studium===
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====Fachlich====
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*Fachlich: Abitur
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====Sprachlich====
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*Sprachlich: Abitur, Niveau 2 (aus 3) (die meisten Fächer kann man im dän. Gymnasium, das nur die letzten 3 Schuljahre umfasst, auf drei Niveaus lernen)
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===Dauer des Studiums===
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*BA-DaF: 3 Jahre (= 6 Semester). NB: 2 gleichgewichtigte Fächer
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*MA-DaF: 2 Jahre (= 4 Semester). NB: 1 Fach
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===Anzahl der Studierenden===
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*BA-DaF: a. Deutsche Philologie: insgesamt ca. 300; b. Wirtschaftssprachen: insgesamt ca. 600
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*MA-DaF:  a. Deutsche Philologie: insgesamt ca. 50; b. Wirtschaftssprachen: insgesamt ca. 150
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===Studienschwerpunkte===
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''a. Deutsche Philologie:''
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*deutschsprachige Literatur
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*germanistische Linguistik
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*Landeskunde (Schwerpunkt Deutschland)
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*Sprachpraxis
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''b. Wirtschaftssprachen:''
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*Linguistik (germanistische und kontrastive)
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*Kommunikation
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*Sachkenntnisse (Gesellschaft, Kultur, Jura, Technik, Wirtschaft)
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*Translatorik
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*Sprachpraxis
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===Relevante BA/MA-DaF-Profile===
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===Kerncurricula===
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''a. Deutsche Philologie:''
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*Literaturgeschichte (schwerpunktmäßig ab Aufklärung)
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*Hermeneutik
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*Sprachgeschichte
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*dän.-dt. kontrastive Phonetik/Phonologie
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*Grammatiktheorie
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*angewandte deutsche Grammatik
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*Gesellschaft, Geschichte und Kultur
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*mündliche und schriftliche Sprachpraxis
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''b. Wirtschaftssprachen:''
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*sprachhandlungsorientierte Linguistik (funktionale Pragmatik)
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*angewandte deutsche und kontrastive Grammatik
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*Textlinguistik
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*dän.-dt. kontrastive Phonetik/Phonologie
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*Wirtschaftskommunikation
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*Wirtschaftskunde
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*Unternehmenskunde
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*Deutschlandkunde
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*Fachsprachen (Jura, Technik und Wirtschaft)
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*mündliche und schriftliche Sprachpraxis
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*theoretische und praktische Translatorik
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*Wissenschaftstheorie und allgemeine Linguistik
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*allgemeine Kommunikationstheorie
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===Pflichtmodule===
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*BA-DaF:
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a. Deutsche Philologie: alle oben genannten Inhaltsteile sind Pflichtmodule.
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b. Wirtschaftssprachen: alle oben genannte Inhaltsteile sind Pflichtmodule.
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*MA-DaF:
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a. Deutsche Philologie: alle oben genannten Inhaltsteile außer Sprachgeschichte, Phone-tik/Phonologie und angewandter deutscher Grammatik sind Pflichtmodule
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b. Wirtschaftssprachen: alle oben genannten Inhaltsteile außer Wirtschaftskunde, Unternehmenskunde, Wissenschaftstheorie und allgemeine Linguistik und allgemeine Kommunikationstheorie sind Pflichmodule. Dieses gilt nur für das Profil „Übersetzen und Dolmetschen“; für alle anderen Profile ist das Modul „Fachsprachen“ nicht obligatorisch.
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=== Wahlpflichtmodule ===
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*BA-DaF:
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a. Deutsche Philologie: wegen der geringen Studentenzahl würde ein System mit Wahl(pflicht)modulen nicht funktionieren; die spezifischen Themen innerhalb der Pflichtmodule wechseln von Semester zu Semester.
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b. Wirtschaftssprachen: Alle Themenbereiche können im Prinzip als Wahlfach angeboten werden, so zu verstehen, dass Teilbereiche herausgegriffen werden.
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*MA-DaF:
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a. Deutsche Philologie: wegen der geringen Studentenzahl würde ein System mit Wahl(pflicht)modulen nicht funktionieren; die spezifischen Themen innerhalb der Pflichtmodule wechseln von Semester zu Semester.
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b. Wirtschaftssprachen: Im Bereich der Linguistik können im Prinzip alle Teilthemen als Wahlpflichtmodule angeboten werden, und unter den gesamten Teilbereichen können alle Themen als Wahlpflichtmodule betrachtet werden.
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=== Berufsbezug ===
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* a. Deutsche Philologie:
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BA: keinen selbständigen Berufsbezug, nur den als Nebenfach
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MA: keinen expliziten Berufsbezug (die traditionellen Universitäten bestehen auf den Status der Studiengänge als Generalistenausbildung; aber es scheint sich in der allerletzten Zeit da etwas zu ändern), die allermeisten Absolventen werden – trotz der fehlenden didaktischen Aspekte im Studium – jedoch Gymnasiallehrer
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* b. Wirtschaftssprachen:
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BA: Überall in der Wirtschaft und der öffentlichen Verwaltung, wo Deutsch- und Deutschlandkenntnisse auf hohem Niveau gebraucht werden, wie z.B. in den Marketingabteilungen internationaler Konzerne, in den Publicrelationsabteilungen großer Banken und Versicherungsgesellschaften und im Tourismus;
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MA: Überall in der Wirtschaft und der öffentlichen Verwaltung, wo Deutschkenntnisse, Deutschlandkenntnisse und translatorische Praxis auf höchstem Niveau gebraucht werden, wie z.B. in den Marketingabteilungen internationaler Konzerne, in den Publicrelati-onsabteilungen großer Banken und Versicherungsgesellschaften, in Verlagen und Medien und im Tourismus.
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===Spezifische Probleme===
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* a. Deutsche Philologie: Die geringe Studenterzahl macht die Wahlmöglichkeiten, die in den Studienordnungen vorgesehen sind, zur Illusion. Die sehr geringen Jobchancen mit einem BA wirken sich wahrscheinlich auf die Studentenzahl negativ aus.
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* b. Wirtschaftssprachen (Kopenhagen): Die extreme Modularisierung und die daraus folgende Überfülle an Prüfungen und Klausuren (jedes Modul muss innerhalb eines Semesters abgeschlossen werden) sind problematisch:
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# der inhaltliche Zusammenhang ist gefährdet;
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# zu große Prüfungsorientierung;
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# die Prüfungen/Klausuren kosten sehr viele Ressourcen, die im Unterricht besser hätten verwendet werden können, d.h. sie verringern den Unterricht quantitativ und damit wahrscheinlich auch qualitativ;
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# die vielen Kombinationsmöglichkeiten zwischen den beiden zu studierenden Fächern machen die zeitliche Planung der Vorlesungen, Übungen und Seminare fast unmöglich, denn alle möglichen Kombinationen müssen berücksichtigt werden, sodass die Möglichkeit der Einhaltung der Regelstudienzeit gewährleistet ist;
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# zu viele Studenten bekommen einen Job, bevor sie das Studium beendet haben (gilt BA wie MA), was hohe finanzielle Einbüßen bedeutet, weil sich ein Großteil der staatlichen Zuwendungen nach der Zahl der vollendeten Studien richtet.
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===Praktikum===
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nein, möglich (Sønderborg)
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===Kontrastsprache ===
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===Studentischer Arbeitsaufwand (nach ECTS)===
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* Präsenzstudium:
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BA: 180 ECTS
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MA: 120 ECTS
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* Selbststudium:
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BA: 180 ECTS
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MA: 120 ECTS
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===Modul-Prüfungsleistung ===
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(Leistungsnachweise)
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* a. Deutsche Philologie: siehe DAAD-Studie
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* b. Wirtschaftssprachen (Kopenhagen):
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BA: Jedes Modul wird nach einem Semester abgeschlossen, und es muss ein Leistungsnachweis erbracht werden in Form einer Klausur, einer mündlichen Prüfung oder einer Hausarbeit. Hausarbeiten können in kleineren Gruppen erstellt werden und müssen in einigen Fällen vor der ganzen Gruppe verteidigt werden, oder sie dienen als Ausgangspunkt für eine mündliche Prüfung. Außerdem gibt es die so genannte Portfolio-Prüfung, bei der im Laufe eines Semesters verschiedene schriftliche Arbeiten (z.B. Übersetzungen) gesammelt werden und als Ganzes als Leistungsnachweis gelten. Die Form des Leistungsnachweises bei den einzelnen Modulen ist in der Studienordnung festgelegt. Es gibt eine abschließende, größere schriftliche Arbeit, das so genannte BA-Projekt.
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MA: Im Prinzip gilt das gleiche wie beim BA, abgesehen davon, dass Module sich über mehr als 1 Semester erstrecken können.
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=== Lern- und Qualifikationsziele/Berufsbezug ===
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*a. Deutsche Philologie: siehe DAAD-Studie
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*b. Wirtschaftssprachen (Kopenhagen): „Das Ziel des BA-Studiums in Wirtschaftssprachen und internationaler Wirtschaftskommunikation ist es, auf wissenschaftlicher Basis die Studenten dazu zu qualifizieren, a) sprachliche Kommunikationsaufgaben in international orientierten privaten und öffentlichen Unternehmen, Betrieben, Organisationen und Institutionen zu übernehmen, und b) das MA-Studium zu absolvieren. Die Studenten müssen a) fachrelevante Problemstellungen identifizieren und artikulieren können, b) relevante Information beschaffen und sich mit einer umfangreichen Fachliteratur auseinander setzen können, im Hinblick auf die Erhellung des Problems und der damit verbundenen Sachverhalte, c) zu den ermittelten Daten Stellung nehmen, sich über sie einen Überblick verschaffen und sie analysieren und strukturieren können, d) bei der Lösung der identifizierten Probleme relevante Theorien, Werkzeuge und Methoden anwenden und für ihre Relevanz logisch argumentieren können, e) Eigenverantwortung für die Lernprozesse und -ergebnisse übernehmen, f) sowohl selbständig als auch in Gruppen konstruktiv und zielgerichtet arbeiten können, g) sachlich und konstruktiv Kritik empfangen und ausüben können.“  [http://www.e-campus.dk/public/ba/html/optag_05/k1generelt.html Übersetzung aus der Studienordnung 2005, § 1-2.]
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=== Promotionsmöglichkeiten ===
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=== Forschungsschwerpunkte ===
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=== Besonderheiten ===
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=== Kooperationspartnerschaften ===
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([[Name der Stadt, mit der eine Kooperationspartnerschaft besteht]])
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== „Alte“ DaF-Studiengänge (auslaufend) ==
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===Anzahl der DaF-Studiengänge===
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===Studiengangstypen und Abschlüsse===
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(Grundständiges Studium, Zusatzqualifikation, Aufbaustudium)
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===Dauer des Studiums===
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(Grundständiges Studium, Zusatzqualifikation, Aufbaustudium)
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===Studienschwerpunkte===
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===Kerncurricula===
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===Praktikum ===
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(obligatorisch/fakultativ, Inland/Ausland, Einrichtungen, Umfang)
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===Kontrastsprache===
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===Berufsbezug===
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===Spezifische Probleme===
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(administrative, curriculare, bezügl. des Praxisbezugs, der personellen oder sonstiger Ressourcen etc.):
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===Forschungsschwerpunkte===
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===Besonderheiten===
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Version vom 15. Januar 2015, 21:23 Uhr

DaF-Standorte in Dänemark

(Platzhalter: allg. Text)

Literatur:

Colliander, Peter: Dänemark, Wirtschaftsuniversität Kopenhagen (CBS). In: HRK Service-Stelle Bologna: Germanistik im Europäischen Hochschulraum. Studienstruktur, Qualitätssicherung und Internationalisierung. Bonn, Juni 2006. S. 126-133.

Andersen, Mette Skovgaard: Mündliche Prüfung in relevanter entspannter Atmosphäre - ein Praxisbericht. In: Casper-Hehne, Hiltraud / Middeke, Annegret (Hg.): Sprachpraxis der DaF-und Germanistikstudiengänge im europäischen Hochschulraum. Göttingen: Universitätsverlag 2009, S. 201-206.