Wien

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Land: Österreich

DaF-Standort: Institut für Germanistik der Universität Wien

DaF-Standorte in Österreich

BA/MA-Studiengänge in DaF

Bezeichnungen der jeweiligen BA/MA-DaF-Studiengänge

Masterstudium Deutsch als Fremd- und Zweitsprache

Anzahl der BA/MA-DaF-Studiengänge und DaF-Module

  • MA-DaF/DaZ: 1

Zulassungsvoraussetzungen für das Studium

Fachlich

  • MA-DaF/DaZ:
    • Die Zulassung zum Masterstudium Deutsch als Fremd- und Zweitsprache setzt den Abschluss eines fachlich in Frage kommenden Bachelorstudiums oder eines fachlich in Frage kommenden Fachhochschul-Bachelorstudienganges oder eines anderen gleichwertigen Studiums an einer anerkannten inländischen oder ausländischen postsekundären Bildungseinrichtung voraus.
    • Fachlich in Frage kommend sind jedenfalls das Bachelorstudium „Deutsche Philologie“ und das Bachelorstudium Lehramt im „Unterrichtsfach Deutsch“ an der Universität Wien.
    • Absolventen und Absolventinnen anderer facheinschlägiger und gleichwertiger Studien im Ausmaß von mindestens 180 ECTS der Universität Wien oder anderer anerkannter inländischer und ausländischer postsekundärer Bildungseinrichtungen haben jedenfalls
      • grundlegende Kenntnisse der Germanistik (18 ECTS): methodische und inhaltliche Grundkenntnisse der älteren und neueren deutschen Literaturwissenschaft, methodische und inhaltliche Grundkenntnisse der germanistischen Sprachwissenschaft sowie methodische und inhaltliche Grundkenntnisse von Deutsch als Fremd- und Zweitsprache und
      • grundlegende Analysekompetenz in Bezug auf ältere oder neuere deutsche Literatur und Kultur (4 ECTS) und
      • grundlegende Analysekompetenz in Bezug auf phonetische, lexikalisch-semantische, morphologisch-syntaktische, pragmatische, textuelle oder diskursive Aspekte der deutschen Sprache (4 ECTS) und
      • grundlegende Analysekompetenz in Bezug auf sprachliche und kulturelle Aspekte des Deutsch als Fremdsprache/Deutsch als Zweitsprache-Erwerbs und in Bezug auf methodisch-didaktische Aspekte entsprechend gesteuerter Verfahren (4 ECTS) auf universitärem Niveau entsprechend des Curriculums für das Bachelorstudium „Deutsche Philologie“ nachzuweisen.

Der Nachweis kann auch durch die Absolvierung des Erweiterungscurriculums „Deutsche Philologie im Überblick“ im Ausmaß von mindestens 30 ECTS jedenfalls erbracht werden.

  • Wenn die Gleichwertigkeit grundsätzlich gegeben ist und nur einzelne Ergänzungen auf die volle Gleichwertigkeit fehlen, können zur Erlangung der vollen Gleichwertigkeit zusätzliche Lehrveranstaltungen und Prüfungen im Ausmaß von maximal 30 ECTS-Punkten vorgeschrieben werden, die im Verlauf des Masterstudiums zu absolvieren sind. Näheres ist auch den Infos zu Vorstudien und Auflagen zu entnehmen

Bei Fragen zum Masterstudium Deutsch als Fremd- und Zweitsprache können sich alle an Herrn Michal Dvorecky, PhD. (Vize-Studienprogrammleiter der Germanistik) wenden.

Sprachlich

  • MA-DaF/DaZ:

Studienbewerberinnen und Studienbewerber mit anderer Erstsprache als Deutsch haben Deutschkenntnisse mindestens auf dem Niveau C1 des gemeinsamen europäischen Referenzrahmens nachzuweisen. Diejenigen, die mind. zwei Semester erfolgreich an einer Hochschule in einem deutschsprachigen Land studiert haben, und diejenigen, die über einen Hochschulabschluss an einer deutschsprachigen Hochschule verfügen, benötigen keinen weiteren Nachweis ihrer Deutschkenntnisse.

Dauer des Studiums

  • MA-DaF/DaZ: Regelstudienzeit = 4 Semester. Es handelt sich um kein berufsbegleitendes Studium

Anzahl der Studierenden

  • MA-DaF/DaZ: 617 Studierende (Stand: 29.11.2016)

Studienschwerpunkte

Relevante BA/MA-DaF-Profile

  • MA DaF/DaZ:

Die Absolventinnen und Absolventen des Masterstudiums Deutsch als Fremd- und Zweitsprache an der Universität Wien sind befähigt, in den im Folgenden beschriebenen zwei großen Handlungsfeldern zu agieren: Zum einen bezogen auf die amtlich deutschsprachigen Regionen im Bereich der sprachlichen Bildung und Sprachförderung im Deutschen in der Migrationsgesellschaft, unter besonderer Berücksichtigung von migrationsbedingten Zugängen zur deutschen Sprache und sprachlicher Barrieren von deutschsprachigen Bildungsinstitutionen. Das zweite Handlungsfeld ist auf nicht amtlich deutschsprachige Regionen bezogen. Die Absolventinnen und Absolventen des Masterstudiums Deutsch als Fremd- und Zweit-sprache sind dazu befähigt, in Handlungsfeldern des Fremdsprachenunterrichts in Schule, Erwachsenenbildung und Hochschule sowie der auswärtigen Kulturpolitik, professionell zu wirken. Die Absolventinnen und Absolventen des Masterstudiums Deutsch als Fremd- und Zweitsprache sind in der Lage, in der Forschung, in der Lehreraus- und -fortbildung wie auch in vielen praktischen Handlungsfeldern als Spezialistinnen und Spezialisten für Deutsch als Fremdsprache und Deutsch als Zweitsprache aufzutreten, um bedarfsge-rechte Zweit- und Fremdsprachenlehr- und -lernkonzepte in nationalen und internatio-nalen Kontexten zu entwickeln und anzuwenden. Sie verfügen hauptsächlich über Qualifikationen in den Bereichen der Vermittlung des Deutschen als Fremd- und Zweitspra-che und damit verknüpft über Kenntnisse der Fremd- und Zweitsprachendidaktik, der (Migrations-)Pädagogik, Linguistik / Zweitspracherwerbsforschung, kulturwissenschaft-licher und -reflexiver Zugänge, um in Unterrichtsplanung und Unterrichtspraxis zielgruppenspezifische Bildungsangebote zu entwickeln, durchzuführen und zu evaluieren. Die Absolventinnen und Absolventen kennen Institutionen aus dem Praxisfeld des Fachs und sind durch Praxiserfahrungen mit dem künftigen Berufsfeld vertraut. Durch das Studium entwickeln die Absolventinnen und Absolventen ein hohes Maß an reflexiver und verantwortungsbewusster Professionalität.

Kerncurricula

  • MA-DaF/DaZ:

Das aktuelle Curriculum für das Masterstudium Deutsch als Fremd- und Zweitsprache ist auf der Website der Studienprogrammleitung Germanistik zu finden.

Pflichtmodule

  • MA-DaF/DaZ:
    • Modul 1: Grundlagen im Forschungs- und Praxisfeld DaF/DaZ (Pflichtmodul)
    • Modul 2: Linguistische Grundlagen von DaF/DaZ-Bildungsangeboten (Pflichtmodul)
    • Modul 3 (Zweit-)Spracherwerb, Modelle sprachlicher Bildung, Curricula (Pflichtmodul)
    • Modul 4: Methoden der Sprachvermittlung (Pflichtmodul)
    • Modul 5: Bildungswissenschaftliche Zugänge zu DaF/DaZ-Handlungsfeldern (Pflichtmodul)
    • Modul 6: Kulturwissenschaftliche und reflexive Zugänge (Pflichtmodul)
    • Modul 7: Kontrastsprache / Wissenschaftssprache und individueller Studienschwerpunkt (Pflichtmodul)
    • Modul 8: Wissenschaftliche Vertiefung und Masterarbeit (Pflichtmodul)

Wahlpflichtmodule

  • MA-DaF/DaZ:

Im Curriculum des Masterstudiums Deutsch als Fremd- und Zweitsprache gibt es keine Wahlpflichtmodule. Es wird jedoch empfohlen, ein Semester in Ausland zu studieren. Die dort erbrachten Studienleistungen werden individuell von der Studienprogrammleitung anerkannt. Besonders folgende Lehrveranstaltungen bieten sich für eine Absolvierung im Rahmen eines Auslandssemesters an:

  • Zum Themenfeld Sprache/Linguistik:
    • Modul 2: SE Diagnose, Aneignung und Vermittlung
    • Modul 2: VO Linguistische Grundlagen von DaF-DaZ-Bildungsangeboten
  • Zum Themenfeld Methodik / Didaktik:
    • Modul 4: PR Hospitations- und Unterrichtspraktikum
    • Modul 5: VO DaF-/DaZ-Vermittlung in spezifischen Handlungsfeldern
    • Modul 6: SE Kulturbezogene Lerngegenstände
    • Modul 6: SE Kulturelles und -reflexives Lernen
    • Modul 6: PR Kulturbezogenes und -reflexives Praktikum
  • Als weitere fachrelevante Wahllehrveranstaltung:
    • Modul 7: SE Kontrastsprache in DaF-/DaZ-Bildungsangeboten
    • Modul 7: SE Aktuelle DaF-/ DaZ-Themen

Berufsbezug

  • MA-DaF/DaZ:

Die Absolventinnen und Absolventen verfügen hauptsächlich über Qualifikationen in den Bereichen der Vermittlung des Deutschen als Fremd- und Zweitsprache und damit verknüpft über Kenntnisse der Fremd- und Zweitsprachendidaktik, der (Migrations-)Pädagogik, Linguistik / Zweitspracherwerbsforschung, kulturwissenschaftlicher und -reflexiver Zugänge, um in Unterrichtsplanung und Unterrichtspraxis zielgruppenspezifische Bildungsangebote zu entwickeln, durchzuführen und zu evaluieren. Die Absolventinnen und Absolventen kennen Institutionen aus dem Praxisfeld des Fachs und sind durch Praxiserfahrungen mit dem künftigen Berufsfeld vertraut.

Durch das Studium entwickeln die Absolventinnen und Absolventen ein hohes Maß an reflexiver und verantwortungsbewusster Professionalität.

Spezifische Probleme

Praktikum

(obligatorisch/fakultativ, Inland/Ausland, Einrichtungen, Umfang)

Praktika dienen der praktischen Umsetzung und Erprobung der im Studium erworbenen wissenschaftlichen Kompetenzen. Die Praktika machen die Studierenden mit verschiedenen Berufsfeldern im Bereich DaF und DaZ bekannt. Im verpflichtenden Hospitationspraktikum beobachten und begleiten die Studierenden Tätigkeiten vor allem von Lehrtätigkeiten im Bereich von DaF und DaZ. Im verpflichtenden Hospitations- und Unterrichtspraktikum beobachten und begleiten die Studierenden Tätigkeiten vor allem von Lehrtätigkeiten im Bereich von DaF und DaZ und unterrichten darüber hinaus auch selbst. Im Kulturbezogenen und -reflexiven Praktikum sammeln die Studierenden institutionenbezogene Kenntnisse und Kompetenzen in der alltagskulturellen Reflexion im Kontext von Tätigkeitsfeldern im Bereich DaF/DaZ.

Es besteht auch die Möglichkeit, ein fakultatives Auslandspraktikum zu absolvieren. Die Zielsetzung des Programms ist es, dass Studierende erste Unterrichtserfahrung an einer Universität im fremdsprachigen Ausland machen und den 3- bis 5-monatigen Aufenthalt unter dem Gesichtspunkt von "Fremdheit" erleben. Das Angebot richtet sich an Studierende an österreichischen Universitäten. Näheres ist auf der Website des Fachbereichs Deutsch als Fremd- und Zweitsprache der Universität Wien zu finden.

Kontrastsprache

Die Studierenden können Aspekte der Wissenschaftssprache Deutsch unter besonderer Berücksichtigung von DaF-/DaZ-Zugängen analysieren. Sie können wissenschaftliche Schreibprozesse metakognitiv planen, steuern und kontrollieren. Die Studierenden wissen um Unterstützungsmöglichkeiten im Prozess der Aneignung der Wissenschaftssprache Deutsch. Alternativ dazu haben die Studierenden schriftliche und mündliche A1-Kompetenzen in einer zum Deutschen typologisch distanten Kontrastsprache (z.B. Arabisch, Kurmanci, Mandarin, Russisch, Türkisch oder Ungarisch). Sie sind in der Lage, unter Bezugnahme auf sprachwissenschaftliche Quellen das Verhältnis der gewählten Sprache auf allen sprachlichen Ebenen kontrastiv zum Deutschen darzustellen.

Studentischer Arbeitsaufwand (nach ECTS)

  • MA-DaF/DaZ: 120 ECTS

Modul-Prüfungsleistung

(Leistungsnachweise)

  • MA-DaF/DaZ:
  • Im Rahmen des Studiums werden folgende nicht-prüfungsimmanente (npi) Lehr-veranstaltungen abgehalten:
    • Vorlesung (VO): Vorlesungen dienen der Darstellung von Themen, Gegenständen und Methoden des Faches Deutsch als Fremd- und Zweitsprache unter kritischer Berück-sichtigung verschiedener Lehrmeinungen. Die Vorlesung wird mit einer mündlichen oder schriftlichen Prüfung abgeschlossen.
  • Folgende prüfungsimmanente (pi) Lehrveranstaltungen werden angeboten:
    • Übung (UE): Übungen machen mit den wesentlichen Erkenntnisgegenständen und Instrumentarien der Fächer DaF und DaZ vertraut. Die Studierenden erwerben Grundkenntnisse des selbständigen Arbeitens. Der Leistungsnachweis erfolgt durch mehrere Teilleistungen, wobei zumindest eine in einer schriftlichen Prüfung besteht.
    • Seminar (SE): Seminare dienen der Entwicklung theoretischer, methodischer und praktischer Kompetenzen sowie die Grundlagen selbständigen wissenschaftlichen Arbeitens. Seminare werden mit mündlichen und schriftlichen Teilleistungen abgeschlossen. Bei Seminaren mit 6 ECTS ist eine Teilleistung eine Seminararbeit.
    • SE Master Methodologie und Forschungspraxis im Feld DaF/DaZ: Das Seminar dient der Vertiefung theoretischer und methodischer Kompetenzen. Ziel ist die Vermittlung und Erprobung Selbständigen wissenschaftlichen Arbeitens und die adäquate Präsentation der Ergebnisse (schriftlich und mündlich). Der Leistungsnachweis erfolgt durch mehrere Teilleistungen, zwei Prüfungsteilleistungen davon sind schriftlich zu erbringen.
    • SE Masterarbeit: Diese Seminare dienen der Präsentation und Diskussion von Konzepten, Teilergebnissen und Ergebnissen, die im Rahmen der Masterarbeit erarbeitet werden. Das Seminar begleitet die Erstellung der Masterarbeit. Der Leistungsnachweis erfolgt durch mehrere Teilleistungen, eine Prüfungsteilleistung besteht in der Präsentation der entstehenden Masterarbeit.
    • Praktika: Praktika (PR) dienen der praktischen Umsetzung und Erprobung der im Studium erworbenen wissenschaftlichen Kompetenzen. Die Praktika machen die Studierenden mit verschiedenen Berufsfeldern im Bereich DaF und DaZ bekannt. Im Hospitationspraktikum beobachten und begleiten die Studierenden Tätigkeiten vor allem von Lehrtätigkei-ten im Bereich von DaF und DaZ. Im Hospitations- und Unterrichtspraktikum beobach-ten und begleiten die Studierenden Tätigkeiten vor allem von Lehrtätigkeiten im Bereich von DaF und DaZ und unterrichten darüber hinaus auch selbst. Im Kulturbezogenen und -reflexiven Praktikum sammeln die Studierenden institutionenbezogene Kenntnisse und Kompetenzen in der alltagskulturellen Reflexion im Kontext von Tätigkeitsfeldern im Bereich DaF/DaZ. Es ist eine Bestätigung über die erfolgreiche Teilnahme am Praktikum (Beurteilung „mit Erfolg teilgenommen“ bzw. „ohne Erfolg teilgenommen“) samt Praktikumsbericht vorzulegen.

Lern- und Qualifikationsziele/Berufsbezug

  • MA-DaF/DaZ: Das Masterstudium Deutsch als Fremd- und Zweitsprache an der Universität Wien befähigt die Studierenden auf der Basis eines fachlich vorausgesetzten Erststudiums zu einem wissenschaftlich fundierten theoretischen wie praktischen Umgang mit der deutschen Sprache als einer fremden bzw. zweiten Sprache. Die Studierenden erwerben Kompetenzen im Bereich des fachdidaktisch und pädagogisch fundierten, differenzsensiblen und (kultur-)reflexiven professionellen Handelns. Das Masterstudium bereitet Studierende darauf vor, in Wissenschaft, Unterrichtspraxis und angrenzenden Handlungsfeldern (z.B. Verlagswesen, auswärtige Kulturpolitik, Bildungspolitik, Fort- und Weiterbildung) tätig zu werden.
  • Die Absolventinnen und Absolventen des Masterstudiums Deutsch als Fremd- und Zweitsprache an der Universität Wien erwerben aufbauend auf ein facheinschlägiges Bachelorstudium folgende Qualifikationen: Sie sind befähigt, in den im Folgenden beschriebenen zwei großen Handlungsfeldern zu agieren:
    • Zum einen bezogen auf die amtlich deutschsprachigen Regionen im Bereich der sprachlichen Bildung und Sprachförderung im Deutschen in der Migrationsgesellschaft, unter besonderer Berücksichtigung von migrationsbedingten Zugängen zur deutschen Sprache und sprachlicher Barrieren von deutschsprachigen Bildungsinstitutionen.
    • Das zweite Handlungsfeld ist auf nicht amtlich deutschsprachige Regionen bezogen. Die Absolventinnen und Absolventen des Masterstudiums Deutsch als Fremd- und Zweitsprache sind dazu befähigt, in Handlungsfeldern des Fremdsprachenunterrichts in Schule, Erwachsenenbildung und Hochschule sowie der auswärtigen Kulturpolitik, professionell zu wirken.
    • Die Absolventinnen und Absolventen des Masterstudiums Deutsch als Fremd- und Zweitsprache sind in der Lage, in der Forschung, in der Lehreraus- und -fortbildung wie auch in vielen praktischen Handlungsfeldern als Spezialistinnen und Spezialisten für Deutsch als Fremdsprache und Deutsch als Zweitsprache aufzutreten, um bedarfsgerechte Zweit- und Fremdsprachenlehr- und -lernkonzepte in nationalen und internationalen Kontexten zu entwickeln und anzuwenden. Sie verfügen hauptsächlich über Qualifikationen in den Bereichen der Vermittlung des Deutschen als Fremd- und Zweitsprache und damit verknüpft über Kenntnisse der Fremd- und Zweitsprachendidaktik, der (Migrations-)Pädagogik, Linguistik / Zweitspracherwerbsforschung, kulturwissenschaftlicher und -reflexiver Zugänge, um in Unterrichtsplanung und Unterrichtspraxis zielgruppenspezifische Bildungsangebote zu entwickeln, durchzuführen und zu evaluieren. Die Absolventinnen und Absolventen kennen Institutionen aus dem Praxisfeld des Fachs und sind durch Praxiserfahrungen mit dem künftigen Berufsfeld vertraut.
    • Durch das Studium entwickeln die Absolventinnen und Absolventen ein hohes Maß an reflexiver und verantwortungsbewusster Professionalität.

Promotionsmöglichkeiten

Es ist möglich, den Abschluss Dr. phil. anzustreben, und zwar im Rahmen des Doktoratsstudium der Philosophie in Geisteswissenschaften und Kulturwissenschaften, Philosophie und Bildungswissenschaft. Das Doktoratsstudium dient der Weiterentwicklung der Befähigung des selbständigen wissenschaftlichen Arbeitens sowie der Heranbildung und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Das Studium schließt eine eigenständige wissenschaftliche Tätigkeit im Bereich des Dissertationsgebietes ein, die internationalen Standards im jeweiligen Fachbereich entspricht.

Momentan (Stand: 24.4.2017) werden die Doktorarbeiten im Bereich Deutsch als Fremdsprache von Univ.-Prof. Dr. Karen Schramm betreut. Die Doktorarbeiten im Bereich Deutsch als Zweitsprache werden von Univ.-Prof. Dr. phil. İnci Dirim, M.A. betreut. Nähere Informationen über das Doktoratsstudium sind unter auf der Website des Studentpoints der Universität Wien zu finden.

Forschungsschwerpunkte

Der Arbeitsbereich Deutsch als Fremdsprache widmet sich den linguistischen, didaktisch-methodischen, kultur- und literaturbezogene Fragen des Deutschunterrichts im nicht-deutschen Sprachraum. Dabei steht der schulische und universitäre Deutsch-als-Fremdsprache-Unterricht im Zentrum der Forschungsanstrengungen, aber auch Erwachsenenbildung und Kindergarten sind wichtige Forschungsfelder des Arbeitsbereiches. Zentrales Anliegen ist es, zur weltweiten Qualitätsentwicklung des Deutsch-als-Fremdsprache-Unterrichts beizutragen, indem entscheidende Impulse beispielsweise für bedarfs- und berufsorientierte Reformen von Germanistik- Studiengängen im nicht-deutschsprachigen Ausland, für die Aus- und Weiterbildung von Deutsch-als-Fremdsprache-Lehrpersonen sowie auch für die weltweite Vermittlung deutschsprachiger Literatur und Kultur an Schulen, Hochschulen und anderen Bildungseinrichtungen erarbeitet werden. Der Arbeitsbereich Deutsch als Fremdsprache an der Universität Wien versteht sich dabei im Hinblick auf historische, konzeptuelle und insbesondere empirische Forschung sowie auch Lehrpersonenaus- und - weiterbildung im Fach Deutsch als Fremdsprache als Partner in der internationalen Zusammenarbeit von Germanistik - und Deutsch-als-Fremdsprache-Abteilungen und misst der Förderung von NachwuchswissenschaftlerInnen besondere Bedeutung bei. Ansprechpartnerin für Deutsch als Fremdsprache ist Univ.-Prof. Dr. Karen Schramm.

Das interdisziplinäre Fachgebiet Deutsch als Zweitsprache befasst sich vornehmlich mit der Frage, wie die aus der (amtssprachlichen) Dominanz des Deutschen erwachsenden Nachteile für migrationsresultierend zwei- und mehrsprachige Kinder, Jugendliche und Erwachsene reduziert werden können. Dabei werden unterschiedliche Lebens-, Bildungs- und Arbeitsbereiche in den Blick genommen; es werden Modelle der Unterstützung der Aneignung des Deutschen entwickelt und evaluiert. Hierfür werden linguistische Grundlagen und Rahmenbedingungen wie Sprachwandel in der Migrationsgesellschaft untersucht. Ziel ist es, dazu beizutragen, die Gleichstellung von Menschen, die sich Deutsch als eine Zweitsprache aneignen, mit solchen, die Deutsch als Erstsprache sprechen, zu erreichen. Da die aus der (amtssprachlichen) Dominanz des Deutschen erwachsenden Nachteile auch durch die Nutzung der lebensweltlichen Mehrsprachigkeit reduziert werden können, werden auch methodisch-didaktische Vorgehensweisen zur Verwendung und Nutzung der Migrations- bzw. Minderheitensprachen im Unterricht ausgearbeitet bzw. reflektiert. Um soziale bzw. subjektivierende Effekte der vorgeschlagenen Maßnahmen (auch in selbstreflexiver Absicht) in den Blick nehmen zu können, werden machttheoretische Wissenschaftstraditionen herangezogen und für den jeweiligen Gegenstand adaptiert. Da Sprache nie losgelöst von politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen betrachtet werden kann und faktisch sowie symbolisch für die Regulierung von Zugehörigkeiten benutzt wird, kommen weitere wissenschaftliche Perspektiven zum Einsatz, die diese Verknüpfungen zu verstehen ermöglichen, etwa rassismuskritische. Da der Begriff „Deutsch als Zweitsprache“ als Bezeichnung für den persönlichen Sprachbesitz inferiorisierende Effekte für als DaZ-SprecherInnen geltende Personen nach sich ziehen kann, ist er mit Bedacht zu verwenden. Jenseits didaktischer und methodischer Notwendigkeiten der Verwendung des Begriffs „Deutsch als Zweitsprache“ ist Deutsch Deutsch, unabhängig davon, ob jemand diese Sprache als Erst- oder Zweitsprache verwendet und in jeglicher Perspektive gleichermaßen wertvoll. Ansprechpartnerin für Deutsch als Fremdsprache ist Univ.-Prof. Dr. phil. İnci Dirim, M.A.

Besonderheiten

Kooperationspartnerschaften

ERASMUS + im Master Deutsch als Fremd- und Zweitsprache. Der Fachbereich DaF/DaZ koordiniert die Austausche mit 12 Partneruniversitäten.

Deutschland

  • Jena (2 Plätze)
  • Herder-Institut, Universität Leipzig (2 Plätze)
  • Universität Hamburg (2 Plätze, Masterprogramm "Mehrsprachigkeit und Bildung")
  • Universität Oldenburg (2 Plätze)
  • Universität Duisburg-Essen, Standort Essen (2 Plätze)

Großbritannien

  • London, King's College (5 Plätze)

Polen

  • Poznan (2 Plätze)

Portugal

  • Lisboa (2 Plätze)
  • Coimbra (1 Platz)

Ungarn

  • Budapest (2 Plätze)

Finnland

  • Universität Oulu (1 Platz)

Italien

  • Universität Palermo (2 Plätze)

Forschungsberichte

Hans-Jürgen Krumm