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Stadt: Kassel

DaF/DaZ -Standort: Universität Kassel

BA/MA-Studiengänge in DaF/DaZ

Bezeichnungen der jeweiligen BA/MA-DaF/DaZ -Studiengänge

Masterstudiengang DaF/DaZ

Anzahl der BA/MA-DaF/DaZ-Studiengänge und DaF/DaZ-Module

  • BA-DaF/DaZ:
  • MA-DaF/DaZ: 1
  • DaF/DaZ-Module:

Zulassungsvoraussetzungen für das Studium

Fachlich

  • MA-DaF/DaZ:

Einen Bachelor-Abschluss in den Fächern Deutsch als Fremdsprache, Germanistik oder einem anderen sprachbezogenen Fach oder einen fachlich gleichwertigen berufsqualifizierenden Hochschulabschluss mit einer Regelstudienzeit von mind. sechs Semestern und der Note 2,5 oder besser.

Dem Bewerbungsantrag ist ein ausführliches, sprachlich einwandfreies deutschsprachiges Exposé (Umfang ca. 3000 Zeichen, inkl. Leerzeichen) beigelegt, das Aufschluss über die wissenschaftliche Eignung und die persönliche Motivation für den Master-Studiengang Deutsch als Fremd- und Zweitsprache gibt. Außerdem soll es Aussagen über vorhandene Lehrerfahrungen und - unter Bezugnahme auf die Struktur, die Inhalte, die Schwerpunkte und die Zielsetzungen des Studiengangs - Aussagen über spezifische Studieninteressen sowie die mit dem Masterabschluss angestrebten beruflichen Ziele enthalten.

Sprachlich

  • MA-DaF/DaZ:

Ein DSH-Zeugnis Stufe 3 oder ein TestDaF-Zeugnis auf den Niveaustufen 3 x TDN 5 und 1 x TDN 4. Ebenfalls anerkannt werden das Goethe-Zertifikat C2: Großes Deutsches Sprachdiplom (GDS) in allen vier Modulen sowie vergleichbare Prüfungen, über die auf schriftlichen Antrag entschieden wird.

Dauer des Studiums

  • MA-DaF/DaZ: In der Regel 4 Semester

Anzahl der Studierenden

  • MA-DaF/DaZ: 90 Studierende (Stand: Februar 2014)

Studienschwerpunkte

Da die Studierenden nach Abschluss des Masterstudiengangs Deutsch als Fremd- und Zweitsprache entweder im praktischen Berufsfeld des Unterrichts in Deutsch als Fremd- und Zweitsprache tätig werden oder eine Weiterqualifikation (Promotion) für eine Tätigkeit im Hochschulbereich (größtenteils an den Heimatuniversitäten) anstreben, bezieht sich der Studiengang sowohl auf eine berufsfeldbezogene als auch auf eine wissenschaftsorientierte Nachfrage. Im Zentrum der Ausbildung stehen daher Theorie und Praxis des fremd- und zweitsprachlichen Deutschunterrichts sowie dessen empirische Erforschung. Ziel der Ausbildung ist der Erwerb von vertieften fachwissenschaftlichen, fachdidaktischen, forschungsbezogenen und anwendungsorientierten Kenntnissen und Kompetenzen hinsichtlich des Deutschen als Fremd- und Zweitsprache. Der Master-Studiengang „Deutsch als Fremd- und Zweitsprache“ ist genuin international ausgerichtet. Durch die gesellschaftspolitischen Veränderungen, die in der Bundesrepublik in den vergangenen Jahren stattgefunden haben, und aufgrund der sich daraus ergebenden Notwendigkeiten hinsichtlich einer Verbesserung der sprachlichen Förderung und Integration von Migrantinnen und Migranten und ihrer Kinder ergibt sich eine Erweiterung der bisherigen Ausrichtung des Masterstudiengangs um die Deutsch als Zweitsprache-Perspektive. Somit ist zu erwarten, dass künftig verstärkt deutsche Studierende bzw. Bildungsinländerinnen und –inländer diesen Studiengang belegen.

Relevante BA/MA-DaF/DaZ-Profile

Kerncurricula

s. Pflicht-/Wahlpflichtmodule

Pflichtmodule

  • MA-DaF/DaZ:

Basismodule: Grundlagen des Fachs in Theorie und Praxis; Erwerb und Vermittlung von Fremd- und Zweitsprachen; Wissenschaftliches Arbeiten

Anwendungsmodule: Unterrichtspraktikum; Forschungsprojekt

Mastermodul

Wahlpflichtmodule

  • MA-DaF/DaZ:

Vertiefungsmodule: Planungsgrundlagen für den Unterricht DaF/DaZ; Gegenstände des Unterrichts DaF/DaZ; Mediale Lernumgebungen; Trends, Entwicklungen, Spezialisierungen

Berufsbezug

  • MA-DaF/DaZ:

Der Studiengang ist berufsfeldorientiert. Die Berufsfelder der Absolvent/innen liegen zum einen in Lehrtätigkeiten an Schulen und Hochschulen sowie Einrichtungen der Erwachsenenbildung; zum anderen sind sie in der Lehrmaterialentwicklung (Verlage), im Bereich der Interkulturellen Wirtschaftskommunikation sowie in der Entwicklung von Curricula (Bildungsministerien, Schulämtern u.ä.) tätig.

Die im Rahmen des Studiengangs vermittelten Inhalte und Kompetenzen weisen eine hohe Relevanz für die berufliche Praxis auf, was insbesondere daran erkennbar ist, dass ein erheblicher Anteil der im Rahmen des Curriculums behandelten Inhalte unmittelbar der Praxis (= Hospitationen und Unterrichtspraktikum) entstammt und auch wieder in diese zurückfließt. Ähnliches gilt für den Bereich der Lehrmaterialerstellung sowie für die Planung, Organisation und Durchführung von Projektarbeiten.

Spezifische Probleme

(administrative, curriculare, bezügl. des Praxisbezugs, der personellen oder sonstiger Ressourcen etc.):

Praktikum

Das Praktikum wird in der Regel innerhalb eines Semesters absolviert und jeweils im Wintersemester und im Sommersemester angeboten. Die intensive Betreuung der Teilnehmer/innen und die aufwändige reflexionsorientierte Ausbildung im Sinne der Aktionsforschung bedingt eine Begrenzung der Teilnehmerzahl auf 12 Teilnehmer pro Semester. Die aufgrund der kurzen Studiendauer gegenüber einem grundständigen Studiengang in einem Land mit Deutsch als Fremdsprache im öffentlichen oder privaten Schulbereich zeitlich und organisatorisch sehr eingeschränkte Praxissituation versucht die Kassler Konzeption durch einen besonders intensiven, teilnehmerorientierten und systematischen Aufbau des „Kurzzeitpraktikums“ teilweise zu kompensieren. Übergreifendes Ziel des Praktikums ist die Professionalisierung der Studierenden mit Hilfe des Ansatzes der Aktionsforschung. Die Studierenden durchlaufen mehrere hermeneutische Spiralen, in denen Aktion, Reflexion, Hypothesenbildung und -testen und die Erarbeitung von spezifischen Handlungsstrategien aufeinander bezogen sind. Die Unterrichts(teil)versuche werden dabei jeweils mit Video dokumentiert und konzentriert individuell und in kooperativer Weise analysiert. Ein innovatives Element ist dabei die kontinuierliche Evaluation der praktikumsbegleitenden Veranstaltungen durch die Studierenden und die Seminarleiter/innen. Diese Sensibilisierung für die Relevanz von Eigen- und Fremdevaluation wird auch auf die anderen Fachveranstaltungen des Fachgebiets übertragen.


Ziele des Praktikums

Eine Verbindung zu den Fachseminaren und deren praktische Implikationen für den fremdsprachlichen Deutschunterricht soll im Sinne einer Verzahnung von Theorie und Praxis kontinuierlich thematisiert, reflektiert und evaluiert werden.

Eine individuelle Vorbereitung auf die berufliche Tätigkeit in der Sprachlehre.

Eine Möglichkeit, subjektive Theorien und eigenkulturell geprägte Lehr- und Lernerfahrungen zu reflektieren und ggf. zu verändern.

Kennenlernen und erproben von unterschiedlichen unterrichtsmethodischen Ansätzen in der Verschränkung von Theorie und Praxis.


Praktikumskontakte

Aufgrund des hohen Anteils ausländischer Studierender im Kasseler Masterstudiengang sind Auslandspraktika möglich, werden aber eher selten durchgeführt. Bei Praktika im Ausland werden Aspekte des Praktikums im Hinblick auf die Aktionsforschung mit dem Praktikumsbeauftragten im Vorfeld besprochen und nach Ablauf in einem Praktikumsbericht dokumentiert. Das Praktikum im Inland wird durch den Praktikumsbeauftragten organisiert. Durch langjährige Kooperationen mit unterschiedlichen Institutionen der Erwachsenenbildung (Volkshochschule, private Sprachlehrinstitute, Sprachenzentrum der Universität) stehen den Studierenden in der Regel bis zu 20 unterschiedliche Sprachkurse im Bereich der Vermittlung von Deutsch als Fremdsprache auf allen Niveaus (Grundstufe bis Sprachdiplom) und mit unterschiedlichen Adressatengruppen (sowohl Studierende als auch Arbeitsmigrant/innen oder Flüchtlinge) als Praxisfeld zur Verfügung. Da die ausländischen Studierenden in der Regel im Heimatland in sprachhomogenen Adressatengruppen (oft Jugendliche in der Schule) tätig sein werden, erhalten sie durch die heterogen zusammengesetzten Lernergruppen in Deutschland eine zusätzliche Sensibilisierung für die praktische Arbeit mit Adressatengruppen ohne die Verwendung einer Bezugssprache.

Kontrastsprache

nein

Studentischer Arbeitsaufwand (nach ECTS)

  • MA-DaF/DaZ: Insgesamt 120 ECTS

Modul-Prüfungsleistung

(Leistungsnachweise)

  • MA-DaF/DaZ: Jedes Modul wird mit einem Leistungsnachweis abgeschlossen.

(i.e. Klausur, Referat mit schriftlicher Ausarbeitung, Bericht, Hausarbeit, Portfolio, mündliche Prüfung, Masterarbeit)

Lern- und Qualifikationsziele/Berufsbezug

  • MA-DaF/DaZ:

Die von dem Studiengang verfolgte Leitidee ist der Aufbau fachdidaktischer, fachwissenschaftlicher und sprachlicher Kompetenzen. Die Studierenden sollen zu eigenständiger wissenschaftlicher Reflexion und Produktion befähigt werden. Durch die gleichermaßen forschungs- und anwendungsorientierte Ausrichtung des Studiengangs sollen die im Laufe des Studiums vermittelten Inhalte und Fähigkeiten zum einen die Grundlage für Lehrtätigkeiten bilden, aber auch für Tätigkeiten auf dem nicht-schulischen Arbeitsmarkt vorbereiten sowie die Voraussetzung für eine weiterführende wissenschaftliche Qualifikation (Promotion) darstellen.

Promotionsmöglichkeiten

Deutsch als Fremd- und Zweitsprache ist Promotionsfach der Universität Kassel. Promotionsinteressenten mit einem Master- oder einem vergleichbaren Abschluss in Deutsch als Fremd- oder Zweitsprache können direkt zum Promotionsstudium zugelassen werden, Bewerber mit Hochschulabschlüssen in anderen Fächern erhalten gegebenenfalls eine Zulassung mit Auflagen.

Ein Promotionsstudium sieht keine verpflichtende Teilnahme an Lehrveranstaltungen vor, weshalb eine durchgängige Anwesenheit in Kassel nicht erforderlich ist. Die aktive Teilnahme am Doktorandenkolloquium des Fachgebiets wird erwartet; die Mitwirkung am Promotionskolleg des Fachbereichs wird empfohlen, bleibt jedoch fakultativ. Notwendig ist dagegen ein regelmäßiger Kontakt zur Betreuerin bzw. zum Betreuer der Doktorarbeit.

Forschungsschwerpunkte

Empirische Fremdsprachenlehr- und –lernforschung (DaF und DaZ) und ihre Methodik/Methodologie; Psycholinguistik des L2-Erwerbs; Individuelle Lernerfaktoren; Interkulturelles Lernen; Formelhaftigkeit von Sprache

Besonderheiten

Hauptzielgruppe sind ausländische Studierende

Kooperationspartnerschaften

Das Fachgebiet unterhält zahlreiche fachliche Kooperationen zu Universitäten im In- und Ausland, u.a. in Argentinien, Japan, Spanien, Thailand, Luxemburg, Polen sowie zu Robert Bosch Engineering India (RBEI)

(Name der Stadt, mit der eine Kooperationspartnerschaft besteht)

Zusatzqualifikationen und andere Studientypen

Bezeichnung der DaF-/DaZ- Zusatzqualifikationen oder anderen Studientypen

(hier die Struktur von oben für die Eintragungen übernehmen)