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Stadt: Göttingen

DaF/DaZ -Standort: Universität Göttingen, Abteilung Interkulturelle Germanistik

MA-Studiengang in DaF/DaZ

Interkulturelle Germanistik / Deutsch als Fremdsprache[1]

Anzahl der BA/MA-DaF/DaZ-Studiengänge und DaF/DaZ-Module

  • BA-DaF/DaZ: kein
  • MA-DaF/DaZ: Master-Studiengang (ab WS 07/08)[2]
  • DaF/DaZ-Module: Zusatzqualifikation[3], zurzeit 4 Module bzw. Modulpakete innerhalb der Philosophischen Fakultät[4]

Zulassungsvoraussetzungen für das Studium

Fachlich

  • MA-DaF/DaZ: Bachelorabschluss in einer fachlich einschlägigen Fachrichtung (Mindestnote 3,0), Motivationsschreiben, Auswahlgespräch

Sprachlich

  • MA-DaF/DaZ: zwei moderne Fremdsprachen, von denen eine auf dem Niveau B2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen abgeschlossen wurde

Dauer des Studiums

  • MA-DaF/DaZ: 4 Semester (Zulassung nur zum Wintersemester)

Anzahl der Studierenden

  • MA-DaF/DaZ: 30 pro Jahr

Studienschwerpunkte

- individuelle fachwissenschaftliche Schwerpunkte: interkulturelle Sprachwissenschaft; interkulturelle Literaturwissenschaft/Medien; interkulturelle Kulturwissenschaft - evtl. regionale Spezifizierung

Relevante MA-DaF/DaZ-Profile

- forschungsorientiert - anwendungsorientiert


Pflichtmodule

Modul IKG/DaF 1:Grundlagen (10 C) Modul IKG/DaF 2: Angewandte Sprachwissenschaft und Interkulturalität (8 C) Modul IKG/DaF 3: Fremdsprachendidaktik I (10 C) Modul IKG/DaF 5: Fremdsprachendidaktik II (8 C) Modul IKG/DaF 6: Kulturwissenschaft / Interkulturelle Literaturwissenschaft (10 C) Modul IKG/DaF 7: Interkulturelle Germanistik (Lektüreliste) (8 C)

Wahlpflicht- und Wahlmodule

Modul IKG/DaF 4: Sprachpraxis (Kontrastsprache) (6 C) Modul IKG/DaF 8: Praxisstudien interkulturelle Sprach- und Kulturvermittlung (6 C) Modul IKG/DaF 8.1: Praxisstudien interkulturelle Sprach- und Kulturvermittlung – Forschung Modul IKG/DaF 8.2: Praxisstudien interkulturelle Sprach- und Kulturvermittlung – Unterricht Modul IKG/DaF 8.3: Praxisstudien interkulturelle Sprach- und Kulturvermittlung – Medien und Kommunikation Modul IKG/DaF 9: Interkulturelle Studien (Sprache, Literatur, Kultur) (8 C) Modul IKG/DaF 10: Independent Study Project (10 C) Modul IKG/DaF 11: Interkulturelle Germanistik und Medien (6 C) Modul IKG/DaF 12: Mastermodul


Berufsbezug

Der Studiengang bereitet auf die Tätigkeit als Interkulturelle Germanistin oder Interkultureller Germanist in privaten und öffentlichen Institutionen vor: a) die Fragestellungen zu Konzepten, Methoden und theoretischen Grundlagen von Interkulturalität, Sprach- und Kulturbeschreibung und –vermittlung im Rahmen von Forschung und Begleitforschung bearbeiten, die auf der Basis fachwissenschaftlicher Kenntnisse und Methodenkompetenz in der Entwicklung und Evaluation von Programmen und Projekten in der internationalen Zusammenarbeit tätig sind; b) die Sprach- und Kulturvermittlung im weiteren Sinne zum Gegenstand haben wie: internationale Organisationen, Institute und Stiftungen, die im Kontext von Internationalisierung und Globalisierung Fragen kultureller Repräsentationen thematisieren, interkulturelle Austausch- und Verständigungsprozesse initiieren und durch Bereitstellung von Informationen und Praxishilfen begleiten, Fachverlage und Medienbereiche, die z.B. mit Lehrmittelerstellung und -entwicklung zu tun haben; c) die Aufgaben der Sprach- und Kulturvermittlung - vor allem des Unterrichts – wahrnehmen wie: (Sprach-) Schulen im In- und Ausland, Lektorate Deutsch als Fremdsprache, Institutionen der Erwachsenenbildung wie Volkshochschulen, Kulturinstitute wie das Goethe-Institut u. a.

Praktikum

Die Praxisstudien interkulturelle Sprach- und Kulturvermittlung dienen vor allem der Anwendung und Reflexion der im Studium erworbenen wissenschaftlichen und didaktischen Kenntnisse und Fähigkeiten in einem angestrebten späteren Arbeitskontext sowie dem Erwerb von berufsrelevanten sozialen und fachlichen Kompetenzen. In diesem Modul kann der/die Studierende wiederum zwischen forschungs- oder anwendungsorientiertem Angebot auswählen. Dabei sollten sich die Praxisstudien an den angestrebten Berufszielen orientieren. Entsprechend den Tätigkeitsfeldern werden 3 Wahlmodule angeboten, von denen die Studierenden eines auswählen können: Modul IKG/DaF 8.1: Praxisstudien interkulturelle Sprach- und Kulturvermittlung – Forschung Modul IKG/DaF 8.2: Praxisstudien interkulturelle Sprach- und Kulturvermittlung – Unterricht Modul IKG/DaF 8.3: Praxisstudien interkulturelle Sprach- und Kulturvermittlung – Medien und Kommunikation Bei der Beschaffung geeigneter Praktikumsplätze sind der/die Modulverantwortliche und die Lehrenden des Studiengangs behilflich.

Kontrastsprache

Das Erlernen oder Vertiefen der Kontrastsprache dient dem Erwerb von sprachlichen und kulturellen Kenntnissen der jeweiligen Zielkultur und kann im zweiten Studienabschnitt eine regionale Schwerpunktsetzung unterstützen. Zugleich werden die Studierenden angehalten, ihre eigene Erfahrung des Sprachlernprozesses sowie die Eigen- und Fremdheitserfahrungen im Umgang mit kultureller Verschiedenheit im Zusammenhang ihrer erworbenen und vertieften fachwissenschaftlichen Kenntnisse zu reflektieren und in die Auseinandersetzung mit theoretischem und methodischem Fachwissen einfließen zu lassen.

Bislang gibt es Sprachangebote der Studiengänge Iranistik (Persisch, Kurdisch) und Slavistik (Ukrainisch, Tschechisch, Polnisch, Bulgarisch, Bosnisch/Kroatisch/Serbisch) sowie des Zentrums für Schlüsselqualifikationen (Russisch). In Vorbereitung sind Sprachangebote in Chinesisch und Koreanisch. Weitere Angebote werden aufgebaut.

Studentischer Arbeitsaufwand (nach ECTS)

120 C (54 C Pflichtmodule Fachwissenschaft + 34 C Wahlpflicht- und Wahlmodule + 30 C Mastermodul)

Modul-Prüfungsleistung

Prüfungsordnung[5]

Pflichtmodule IKG/DaF 1. Grundlagen: 1 Klausur (90 Min.) (60%), 1 Hausarbeit (max. 20 Seiten) (40%), 10 C, 6 SWS IKG/DaF 2. Angewandte Sprachwissenschaft und Interkulturalität: 1 Hausarbeit (max. 20 Seiten) 8 C, 6 SWS IKG/DaF 3. Fremdsprachendidaktik I: 1 Referat mit schriftlicher Ausarbeitung (ca. 15 Min. + 7-10 Seiten) (50%), 1 mündliche Prüfung (ca. 15-20 Min.) (50%), 10 C, 6 SWS IKG/DaF 5. Fremdsprachendidaktik II: 1 Hausarbeit (max. 20 Seiten), 8 C, 6 SWS IKG/DaF 6. Kulturwissenschaft / Interkulturelle Literaturwissenschaft : 1 Klausurähnliche Hausarbeit (max. 20 Seiten), 10 C, 6 SWS IKG/DaF 7. Interkulturelle Germanistik (Lektüreliste): 1 Mündliche Prüfung (30 Min.), 8 C, 1 SWS IKG/DaF 12. Mastermodul: 1 Präsentation (ca. 10 Min.) (unbenotet), 1 Referat (20-30 Minuten) (unbenotet), Masterarbeit (750 Std.) (100%), (70-90 Seiten), 30 C, 3 SWS

Wahlpflichtmodule wahlweise eines der Module IKG/DaF 4.1 bis IKG/DaF 4.8 UND wahlweise eines der Module IKG/DaF 9.1 bis IKG/DaF 9.3 UND Modul IKG/DaF IKG/DaF 10 UND wahlweise das Modul IKG/DaF 11.1 oder IKG/DaF 11.2 IKG/DaF 4.1 bis IKG/DaF 4.8 Sprachpraxis (Kontrastsprache): 1. Schriftliche Abschlussprüfung nach Maßgabe der jeweiligen sprachpraktischen Übung (Klausur) (mind. 5 C) (unbenotet), 2. „Lerntagebuch“ (max. 5 Seiten) (1 C (unbenotet), 6 C, 8 SWS

Wahlmodule – Schlüsselqualifikationen Angebote des Studiengangs wahlweise eines der Module IKG/DaF 8.1; IKG/DaF 8.2; IKG/DaF 8.3 oder Angebote aus dem Zentrum für Schlüsselqualifikationen im Mindestumfang von 6 C IKG/DaF 8.1 Praxisstudien interkulturelle Sprach- und Kulturvermittlung – Forschung: 1 Praktikumsbericht (max. 10 Seiten) (60%) und 1 Präsentation (10-20 Min.) (40%), 6 C, 2 SWS IKG/DaF 8.2 Praxisstudien interkulturelle Sprach- und Kulturvermittlung – Unterricht: 1 Praktikumsbericht (max. 10 Seiten) (60%) und 1 Unterrichtsentwurf (max 10 Seiten) (40%), 6 C, 2 SWS IKG/DaF 8.3 Praxisstudien interkulturelle Sprach- und Kulturvermittlung - Medien und Kommunikation: 1 Praktikumsbericht (max. 10 Seiten) (60%) und 1 Präsentation (10-20 Min.) (40%), 6 C, 2 SWS

Lern- und Qualifikationsziele/Berufsbezug

  • MA-DaF/DaZ:

Das für solche verschiedenen Tätigkeiten benötigte Qualifikationsprofil muss neben fachwissenschaftlich fundierten Kenntnissen und forschungs- und anwendungsorientierten Fähigkeiten fachübergreifende Qualifikationen umfassen, die dazu befähigen, die am jeweiligen Fachgegenstand erlernten wissenschaftlichen Methoden auch auf andere Anforderungen in den Bereichen Sprache, Literatur und Kultur anzuwenden und gegebenenfalls weiter zu entwickeln. Dies impliziert einerseits die Fähigkeit, Fachwissen und Methoden zu selbständiger Forschungsarbeit zu entwickeln. Andererseits soll die Fähigkeit entwickelt werden, Fachwissen und Methoden des Faches in Schulen oder Einrichtungen der Erwachsenenbildung zu vermitteln. Dementsprechend a) wird grundlegendes Fachwissen eingeführt und gefestigt (Modul IKG/DaF 1: Grundlagen, Modul IKG/DaF 2: Angewandte Sprachwissenschaft und Interkulturalität, Modul IKG/DaF 3, IKG/DaF 5: Fremdsprachendidaktik I und II, Modul IKG/DaF 6: Kulturwissenschaft / Interkulturelle Literaturwissenschaft, Modul IKG/DaF 7: Interkulturelle Germanistik (Lektüreliste)), b) wird die eigene Erfahrung des Sprachlernprozesses erneuert oder vertieft und die Unterrichtsmethodik und Didaktik aus der Lernerperspektive reflektiert (Modul IKG/DaF 4: Sprachpraxis), c) werden im Studium erworbene wissenschaftliche und didaktische Kenntnisse und Fähigkeiten in einem angestrebten späteren beruflichen Arbeitskontext angewendet und reflektiert (Modul IKG/DaF 8: Praxisstudien interkulturelle Sprach- und Kulturvermittlung), d) wird Überblicks- und Methodenwissen interkultureller Studien zur Sprache, Literatur und Kultur ausgewählter Regionen erworben (Modul IKG/DaF 9: Interkulturelle Studien (Sprache, Literatur, Kultur), e) wird eigenständiges wissenschaftliches Arbeiten eingeübt (Modul IKG/DaF 10: Independent Study Project), f) wird berufsfeldbezogene Medienkompetenz forschungs- oder anwendungsorientiert erworben (Modul IKG/DaF 11: Interkulturelle Germanistik und Medien), g) wird eine wissenschaftliche Arbeit erstellt und die Teilnahme am wissenschaftlichen Diskurs geübt (Modul IKG/DaF 12: Mastermodul).


Promotionsmöglichkeiten

auf Anfrage

Forschungsschwerpunkte der Lehrenden

- Interkulturelle Kommunikation (z.B. Alltagskommunikation, Wissenschaftskommunikation, Wirtschaftskommunikation, Beratungsgespräche), Interkulturelle Missverständnisse, Interkulturelle Kommunikation: Deutschland - China - Kontrastive Semantik, Grammatik und Pragmatik - vergleichenden Wissenschaftskommunikation ((Wissenschaftliche Artikel, Metakommunikation in Vorlesungen, Argumentationen) - Untersuchung kulturwissenschaftlicher Fragestellungen (theoretisch und empirisch) - Unterrichtsforschung (E-Learning; Evaluation von Migrantenkursen) wissenschaftlichen Begleitung der Studienstrukturreform im Bereich Deutsch als Fremdsprache / Interkulturelle Germanistik - Imagologie, ‘Stadt’ und Moderne, Konstruktion von ‘Weiblichkeit’, gegenwärtig v.a. interdisziplinäre Arbeit am Thema „Trauma – Geschichte – Literatur: Kommunikatives und kulturelles Gedächtnis am Beispiel traumatischer Ereignisse in der deutschen und in der chinesischen Geschichte“, Modernitäten und Transkulturalität: Deutschland – China, Literatur und Gedächtnis: Deutschland - China Empirisches Forschungsvorhaben zum Einfluss individueller Merkmale auf die Entwicklung von DaF-Lernersprachen - Lehrwerkerstellung - Deutsch-Chinesische kontrastive Linguistik (bes. Phonetik/Phonologie) - Interkulturelle Literatur- und Kulturvermittlung, Kulturwissenschaftliche Fremdheitsforschung, Literarische und biografische Verarbeitungsformen von Migrations- und Fluchterfahrungen

Besonderheiten

- Interkulturelle Germanistik, die in literatur-, sprach- und kulturwissenschaftlicher Perspektive komparative/kontrastive und interkulturelle Forschungsfragen theoretisch und empirisch bearbeitet.

- andere Institutionen an der Abteilung Interkulturelle Germanistik: Lektorat DaF[6] (Deutschkurse für ausländische Studierende der Universität Göttingen), Institut für Interkulturelle Kommunikation[7] (IIK)(studien- und prüfungsvorbereitende Kurse für ausländische Studienbewerber und junge Berufstätige), Deutsch-chinesische Institut für Interkulturelle Germanistik und Kulturvergleich[8], Geschäftsstelle des Fachverbandes Deutsch als Fremdsprache e.V.[9] (fadaf).

- EU-Projekte, die von der Abt. Interkulturelle Germanistik koordiniert werden: IDIAL (ausgelaufen: 2008-09), IDIAL4P [10](2010-11)EFRE (2008-2010)

Kooperationspartnerschaften

Die Abteilung Interkulturelle Germanistik besitzt eine starke internationale Vernetzung. Zusammen mit der Deutschabteilung der Universität Nanjing[11] wurde ein Institut für Deutsch-Chinesischen Kulturvergleich (Göttingen/Nanjing) gegründet, das gemeinsame wissenschaftliche Projekte verfolgt (Vergleichende Wissenschafts- und Wirtschaftskommunikation; Vergleich des Modernitätsdiskurses in der Literatur), einen gemeinsamen Double-Degree-Studiengang aufbaut und den Austausch von Studierenden und Dozenten fördert. Darüber hinaus bestehen Kooperationsverträge mit der Beijing Foreign Studies University, VR China[12]; der Anhui University, VR China[13]; der University of Edinburgh, Großbritannien[14]; der Jagiellonen-Universität Krakau, Polen[15] und der Szeged Universität, Ungarn[16]. Es besteht eine Germanistische Institutspartnerschaft mit der Universität Czernowitz, Ukraine[17], in deren Rahmen ein Projekt der regionalen Lehrmaterialentwicklung durchgeführt wird. Darüber hinaus ist die Abteilung eng in das TEMPUS- und ERASMUS-Netzwerk eingebunden.