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Stadt: Bielefeld

DaF/DaZ -Standort: Lehr- und Forschungsbereich Deutsch als Fremdsprache an der Universität Bielefeld

Literatur

  • Brandl, H.: Das Bielefelder Modell des studienbegleitenden Deutschunterrichts. In: IDV-Magazin. Der Internationale Deutschlehrerinnen- und Deutschlehrerverband. Nr. 84 März 2011, S. 44-51. [1]

BA/MA-Studiengänge in DaF/DaZ

Bezeichnungen der jeweiligen BA/MA-DaF/DaZ-Studiengänge

  • Bachelorstudiengang Deutsch als Fremdsprache (Kernfach)
  • Bachelorstudiengang Deutsch als Fremdsprache (Nebenfach)
  • Masterstudiengang Deutsch als Fremdsprache und Germanistik

Anzahl der BA/MA-DaF/DaZ-Studiengänge und DaF/DaZ-Module

  • BA DaF/DaZ: 2
  • MA DaF/DaZ und Germanistik: 1

Zulassungsvoraussetzungen für das Studium

  • BA DaF/DaZ: Hochschulreife, DSH 2 oder TestDaF 4444; Kenntnisse in zwei Fremdsprachen, von denen eine Englisch sein soll
  • MA DaF/DaZ und Germanistik:

1. Zugang zum Masterstudium hat, wer einen Bachelorstudiengang in Deutsch als Fremdsprache oder Germanistik oder ein vergleichbares erstes berufsqualifizierendes Hochschulstudium mit einer Regelstudienzeit von mindestens drei Jahren und einem Anteil von mindestens 60 LP im Fach Deutsch als Fremdsprache oder Germanistik abgeschlossen hat. Über den Zugang von Absolventen vergleichbarer Studiengänge entscheidet im Einzelfall die Zugangskommission.

2. Bewerberinnen und Bewerber mit einem im Ausland erworbenen Studienabschluss haben Zugang, soweit die Gleichwertigkeit mit einem Abschluss nach Satz 1 durch entsprechende Zeugnisse und ein Transkript der besuchten Lehrveranstaltungen und Studienleistungen nachgewiesen wird. Die entsprechenden Bestimmungen finden Anwendung. Über die Anerkennung des ausländischen Studienabschlusses als Einschreibungsvoraussetzung entscheidet das Akademische Auslandsamt der Universität.

3. Der Zugang setzt voraus, dass die Bewerberin oder der Bewerber (Bildungsausländerin oder Bildungsausländer) über nachgewiesene Kenntnisse der deutschen Sprache verfügt. Der Nachweis wird erbracht

- durch das erfolgreiche Ablegen der Deutschen Sprachprüfung für den Hochschulzugang ausländischer Studienbewerber (DSH, Level 2) oder TestDaF (Level 4444) oder den Nachweis der Befreiung von der Prüfung für ein Studium mit Abschluss

- und darüber hinaus durch das erfolgreiche Ablegen der "Prüfung Deutsche Wissenschaftssprache (PDW)", die im Fach Deutsch als Fremdsprache der Universität Bielefeld abgelegt wird.

4. Voraussetzung für den Zugang sind ferner Kenntnisse in zwei Fremdsprachen, eine davon Englisch. Für Bildungsausländerinnen und Bildungsausländer gilt Deutsch als eine der beiden Fremdsprachen. Der Nachweis gilt als erbracht

- durch Sprachnachweis: zwei Jahre einer Sprache in der Sekundarstufe II oder drei Jahre einer Sprache, wenn der Unterricht die Klasse 10 oder höher einschließt und mindestens mit ‘ausreichend’ (oder einer äquivalente Schulnote) abgeschlossen wurde,

- Teilnahme an entsprechenden sprachpraktischen Veranstaltungen innerhalb oder außerhalb der Universität (mindestens 8 SWS bzw. 120 Unterrichtsstunden je Sprache).

Bildungsinländerinnen und Bildungsinländer müssen darüber hinaus Kenntnisse in einer dritten Fremdsprache im Umfang von mindestens 4 SWS (bzw. 60 Unterrichtsstunden) nachweisen.

5. Über den Zugang entscheidet die "Zugangskommission Deutsch als Fremdsprache und Germanistik", die von der Dekanin oder dem Dekan auf Vorschlag der Fachversammlung eingesetzt wird und der drei am Studiengang beteiligte Lehrende angehören. Die Zugangskommission kann den Zugang unter der Auflage gewähren (vgl. § 4 Abs. 4 MPO), Angleichungsstudien zu absolvieren, die einen Umfang von 30 LP nicht überschreiten dürfen. Müssen die Bewerberinnen oder Bewerber noch sprachpraktische Veranstaltungen absolvieren, kann der Umfang zu diesem Zweck um bis zu 15 LP erhöht werden. Fremdsprachliche Angleichungsstudien werden durch das Bestehen der "Prüfung Deutsche Wissenschaftssprache (PDW)" (Bildungsausländer/-innen) oder das Erlernen einer dritten Fremdsprache (Bildungsinländer/-innen) nachgewiesen. Die Angleichungsstudien sind schriftlich zu dokumentieren und durch den Beauftragten des Masterstudiengangs zu bescheinigen.

6. Weitere Voraussetzung für den Zugang ist das erfolgreiche Absolvieren eines Auswahlverfahrens.

a) Es sind folgende Unterlagen einzureichen:

- schriftlicher Antrag in deutscher Sprache,

- eine beglaubigten Kopie des Bachelorzeugnisses (oder eines anderen berufsqualifizierenden Abschlusses gemäß Ziffer 2, Abs. 1) mit Transkript der besuchten Lehrveranstaltungen und Studienleistungen,

- tabellarische Darstellung des bisherigen Ausbildungsganges und der praktischen Tätigkeiten in deutscher Sprache,

- Nachweis der Fremdsprachkenntnisse (z.B. durch Zeugnis der Hochschulreife),

- eine deutschsprachige Ausarbeitung von maximal 1500 Wörtern, die Aufschluss gibt über die Motivation und Eignung für diesen Studiengang, vorliegende berufsfeldbezogene Vorerfahrungen und damit verbundene Interessenschwerpunkte sowie über die mit diesem Studienabschluss angestrebten Ziele (Motivationsschreiben).

b) Aufgrund der Bewerbungsunterlagen stellt die Zugangskommission die Eignung fest. Die eingereichten Unterlagen werden unter Hinzuziehung der folgenden Kriterien bewertet: Qualität der schriftlichen Ausarbeitung sowie studiengangsrelevante Vorstudien (vgl. Ziffer 4 und 5) und Vorerfahrungen (z.B. im Bereich der Sprach- und Kulturvermittlung).

7. Zu Beginn des ersten Fachsemesters ist ein Beratungsgespräch mit dem Beauftragten des Masterstudiengangs zu führen, in dem die Studienplanung und angestrebte Profilierung und ggfs. die Zusammenstellung der Angleichungsstudien besprochen wird.

Dauer des Studiums

  • BA DaF/DaZ: in der Regel 6 Semester
  • MA DaF/DaZ und Germanistik: in der Regel 4 Semester

Anzahl der Studierenden (Stand: November 2009)

  • BA DaF/DaZ: 275 im Kernfach, 207 im Nebenfach
  • MA DaF/DaZ und Germanistik: 37
  • MA DaF/DaZ und Deutschstudien (auslaufend): 32
  • Magisterstudiengang DaF/DaZ (auslaufend): 49 im Hauptfach, 15 im Nebenfach
  • Promotionsstudiengang DaF/DaZ: 18

Studienschwerpunkte

  • BA DaF/DaZ:

Leitendes Ziel des Bachelor-Studiengangs Deutsch als Fremdsprache ist es, die Absolventinnen und Absolventen mit den Grundlagen eines wissenschaftlich fundierten und reflektierten theoretischen und praktischen Umgangs mit der deutschen Sprache als einer fremden Sprache, mit der deutschen Kultur als einer fremden Kultur sowie mit den Grundlagen des Sprach- und Kulturvergleichs vertraut zu machen und sie zu entsprechenden berufspraktischen Tätigkeiten zu befähigen. Zentrale Studieninhalte sind der Erwerb und die Vermittlung des Deutschen als Fremd- und Zweitsprache, Sprach- und Literaturwissenschaft, Formen und Strukturen des Deutschen, Angewandte Linguistik und Lehr-/Lernforschung, Unterrichtspraktikum und Landes- und Kulturwissenschaft. Für BildungsausländerInnen umfasst die fachliche Basis außerdem einen sprachpraktischen Teil, während BildungsinländerInnen eine Kontrastsprache (z.B. Russisch, Italienisch, Türkisch) erlernen.

  • MA DaF/DaZ und Germanistik:

Leitendes Ziel des Studiengangs ist die Vermittlung von fachwissenschaftlich vertieften und forschungsorientierten Kompetenzen bzgl. der deutschen Sprache als einer fremden Sprache, der deutschen Kultur als einer fremden Kultur inkl. deutscher Literatur als fremdkultureller Literatur sowie Sprach- und Kulturvergleich. Adressaten des Masterstudiengangs Deutsch als Fremdsprache und Germanistik sind daher Studierende, die Fragen des Erwerbs und der Vermittlung der deutschen Sprache als Fremd- und Zweitsprache in Kombination mit sprach- und/oder literaturwissenschaftlichen Fragestellungen aus der Fremdperspektive wissenschaftlich vertiefen möchten. Relevante Bezugsdisziplinen des Masterstudiengangs sind Fremdsprachenforschung (Sprachlehr- und -lernforschung, Fremd-/Zweitsprachendidaktik, Zweitsprachenerwerbsforschung), Angewandte Linguistik, Linguistik, Kultur- und Literaturwissenschaft.

Relevante BA/MA-DaF/DaZ-Profile

  • BA DaF/DaZ: Profil „Sprachvermittlung Deutsch als Fremd-/Zweitsprache“ ODER Profil „Interkulturelle Kommunikation“
  • MA DaF/DaZ und Germanistik: Profil „DaF/DaZ und Germanistische Linguistik“ ODER „DaF/DaZ und Germanistische Literaturwissenschaft“

Kerncurricula

  • BA DaF/DaZ: s. Pflicht-/Wahlpflichtmodule
  • MA DaF/DaZ und Germanistik: s. Pflicht-/Wahlpflichtmodule

Pflichtmodule

  • BA DaF/DaZ:

1. Einführung in das DaF-/DaZ-Studium

2. Sprach- und Literaturwissenschaft

3. Erwerb und Vermittlung Deutsch als Fremd- und Zweitsprache

4. Sprachpraxis für Bildungsausländer/Bildungsausländerinnen/Sprachpraxis für Bildungsinländer/Bildungsinländerinnen

5. Formen, Strukturen und Funktionen der deutsche Sprache mit Bezug auf deren Vermittlung als Fremd- und Zweitsprache

6. Angewandte Linguistik Deutsch als Fremd- und Zweitsprache

  • MA DaF/DaZ und Germanistik:

1. Orientierungsmodul

2. Deutsch als Fremd- und Zweitsprache: Theorien und Modelle

3. Germanistische Sprach- und Literaturwissenschaft

4. Sprachlehr- und -lernforschung

5. Entwicklungen in der Sprach- und Kulturvermittlung

9. Mastermodul

Wahlpflichtmodule

  • BA DaF/DaZ:

7. Lehr-/Lernforschung Deutsch als Fremd- und Zweitsprache

8. Unterrichtspraxis Deutsch als Fremd- und Zweitsprache

9. Landes- und Kulturwissenschaft Deutsch als Fremd- und Zweitsprache

  • MA DaF/DaZ und Germanistik:

6. Germanistische Linguistik: Struktur, Geschichte und Typologie des Deutschen

7. Germanistische Literaturwissenschaft: Literatur in historisch-generischer Perspektive

8. Forschungs- und Anwendungsmodul

Berufsbezug

  • BA DaF/DaZ:

Der Bachelorstudiengang berücksichtigt Anforderungen des nationalen wie internationalen Arbeitsmarktes, er ist sowohl fachwissenschaftlich als auch praxisorientiert, er entlässt Absolventinnen und Absolventen in das Berufsfeld der Sprach- und Kulturvermittlung und legt Grundlagen für eine Weiterqualifikation im Rahmen des forschungsorientierten fachwissenschaftlichen Masterstudiengangs Deutsch als Fremdsprache und Germanistik sowie anderer Masterstudiengänge. Zu den angezielten Berufsfeldern des Bachelorstudiengangs zählen insbesondere: Tätigkeit als Lehrende an Institutionen der Erwachsenenbildung des In- und Auslands, die die deutsche Sprache und Kultur an Jugendliche und Erwachsene nicht-deutscher Muttersprache vermitteln, insbesondere für Bildungsausländerinnen und Bildungsausländer: Tätigkeit als Lehrende für Deutsch als Fremdsprache an Schulen und Sprachschulen im Heimatland. Des Weiteren: Tätigkeit in der Kulturarbeit, Tätigkeit in der Industrie in den Bereichen internationaler Kooperation und Zusammenarbeit, Tätigkeit im Tourismus, Tätigkeit bei Lehrmittel-Verlagen oder Medien, insbesondere solchen mit einem ausgeprägten Sprach- und Kulturprogramm. Im Studium kann durch die Wahl entweder des Profils „Sprachvermittlung Deutsch als Fremd- und Zweitsprache“ oder des Profils „Interkulturelle Kommunikation“ eine spezifische Vorbereitung auf diese Berufsfelder verstärkt werden. Beide Profile sehen einen großen Anteil projektbezogener/praktischer Arbeit (Praxisstudien) vor und führen, auch unterstützt durch den Besuch weiterer Lehrveranstaltungen (aus dem individuellen Ergänzungsbereich), zum Profil „Sprachvermittlung Deutsch als Fremd- und Zweitsprache“ oder „Interkulturelle Kommunikation“. Die Verbindung von Theorie und Praxis ist damit ein zentrales Prinzip des Studiengangs.

Das Profil „Sprachvermittlung Deutsch als Fremd- und Zweitsprache“ betont Praxiserfahrungen und deren Reflexion bei der Vorbereitung, Durchführung und Evaluation von Sprachlehrangeboten Deutsch als Fremdsprache im In- und Ausland. Das Profil bereitet daher auf Tätigkeitsbereiche in der Sprachvermittlung sowie der Organisation von Sprachangeboten für Deutsch als Fremdsprache oder Deutsch als Zweitsprache für Jugendliche und Erwachsene vor. Es wird empfohlen, den individuellen Ergänzungsbereich für weitere Sprachlernerfahrungen in Kontrastsprachen und für Seminare zu landeskundlichen/kulturkontrastiven Aspekten (aus dem Lehrangebot des Fachs Deutsch als Fremdsprache oder anderer Fächer, wie z.B. aus Literaturwissenschaft, Soziologie, Geschichtswissenschaft) zu nutzen. Im Rahmen des Profils „Interkulturelle Kommunikation“ werden Kenntnisse und Fertigkeiten hinsichtlich eines erfolgreichen Umgangs mit kulturellen Unterschieden im Rahmen der internationalen wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit ausgebildet. Ein Ziel kann dabei die Erarbeitung von Lehr-Lern-Materialien und deren Didaktisierung sein. Das Profil bereitet daher auf Tätigkeitsbereiche vor, in denen weniger die fertigkeitsbezogene Sprachvermittlung im Zentrum steht, sondern interkulturelles Training/Kommunikationstraining und Beratung in Wirtschaft und Behörden, landeskundliches und literaturwissenschaftliches Wissen aus der Fremdperspektive (Deutschlandstudien) benötigt wird. Es wird empfohlen, den individuellen Ergänzungsbereich für den Besuch weiterer Seminare im Bereich Literatur, Politik, Soziologie, Geographie und Geschichte zu nutzen.

Berufsfeldorientierende Studienelemente (Praxisstudien) sind verpflichtende Bestandteile des Kernfach- und Nebenfachstudiums und ermöglichen es allen Studierenden, die berufliche Orientierung in ihr Studienprogramm mit einzubeziehen. In der fachlichen Basis sind orientierende Praxisstudien integriert, die dem Ziel einer frühzeitigen Orientierung der Studierenden auf ein angestrebtes Tätigkeitsfeld dienen. Weitere Vorbereitungen auf das gewählte Berufsfeld sind in den profilbezogenen Praxisstudien integriert. Praxisstudien in Form von Unterrichtspraktika können an der Universität Bielefeld in studienvorbereitenden (TestDaF-Kurse) und studienbegleitenden Sprachkursen (PunktUm-Programm) sowie im Rahmen des Projekts „Förderunterricht für Schülerinnen und Schüler nicht deutscher Herkunftssprache“ durchgeführt werden. Außerdem existiert im Fach ein gut gepflegtes Netzwerk für weitere Inlands- und Auslandspraktika.

Der Erwerb weiterer berufsrelevanter Schlüsselqualifikationen wird in zahlreichen Einzelveranstaltungen des Studiengangs integriert und gezielt unterstützt. Außerhalb von fachbezogenen Lehrveranstaltungen können Schlüsselqualifikationen auch in einschlägigen Veranstaltungen verschiedener universitärer Einrichtungen erworben werden, wie z.B. Medieneinsatz („Neue Medien“) beim Hochschulrechenzentrum (HRZ) oder sprachlich-stilistische Elaboration beim Schreiblabor und/oder beim PunktUm-Projekt/Schreibberatung und Schreibtraining für ausländische Studierende. Gezieltes Training in unterschiedlichen für Studium und Berufseinstieg relevanten Schlüsselqualifikationen bietet darüber hinaus in Kooperation mit den Fächern der "Servicebereich SL_K5 - Beratung für Studium, Lehre und Karriere" an.


  • MA DaF/DaZ und Germanistik:

Aufbauend auf Erfahrungen des Magisterstudiengangs, qualifiziert der Master-Studiengang für Berufsfelder in der Sprach- und Kulturvermittlung (Tätigkeiten in in- und ausländischen Institutionen der Erwachsenenbildung wie Volkshochschulen, Sprachschulen einschließlich Mittlerorganisationen wie DAAD, Goethe-Institut), in DaF-Abteilungen inländischer Hochschulen sowie in Germanistik-Abteilungen ausländischer Hochschulen (gegebenenfalls nach erfolgter Promotion), in der interkulturellen Begegnung, in der pädagogischen Verbindungsarbeit und Weiterbildung, für die Mitarbeit in international tätigen Wirtschaftsunternehmen und für die Mitarbeit in internationalen Organisationen wie der EU. Allgemeines Ziel des Masterstudiengangs sind Forschungs-, Planungs- und Vermittlungskompetenz, die in diesen Berufsfeldern u.a. als Evaluations- und Entwicklungskompetenz von Sprach- und Kulturangeboten sowie Lehr-/Lernmaterialien und -medien nachgefragt werden. Die erreichte Vertiefung in Sprach- oder Literaturwissenschaft kommt insbesondere Tätigkeiten in der Sprach- und Kulturarbeit sowie in der Lehre und Forschung an europäischen und außereuropäischen Hochschulen (Auslandsgermanistik; Tätigkeit als Lektor für deutsche Sprache und Kultur) entgegen.

Das für solche (partiell durchaus unterschiedliche) Tätigkeiten benötigte Qualifikationsprofil muss neben fachwissenschaftlich fundierten Kenntnissen und forschungsorientierten Fähigkeiten fachübergreifende Qualifikationen umfassen, die dazu befähigen, die am jeweiligen Fachgegenstand erlernten wissenschaftlichen Methoden auch auf „neue“ Anforderungen in den Bereichen Sprache, Kultur, Literatur anzuwenden und gegebenenfalls weiter zu entwickeln. Dies impliziert die Fähigkeit zu selbständiger Forschungs- und Entwicklungsarbeit ebenso wie die Fähigkeit, Fachwissen und Methoden des Faches an andere Personen zu vermitteln. Dementsprechend wird das grundlegende Fachwissen gefestigt und ausgebaut (Fachliche Basis), werden forschungsorientierte Kompetenzen erworben und angewandt (in den Profilmodulen), werden auch fachübergreifend anwendbare Fähigkeiten der Vermittlung von Fachwissen erworben (im Mentoring-Praktikum), wird wissenschaftliches Arbeiten eingeübt (im Forschungspraktikum), eine wissenschaftliche Arbeit erstellt und die Teilnahme am wissenschaftlichen Diskurs geübt (im Mastermodul).

Durch die Kooperation mit dem Fach Germanistik (in der fachlichen Basis und in zwei Profilmodulen) wird das Qualifikationsprofil der Absolventinnen und Absolventen über das Fach Deutsch als Fremdsprache/Deutsch als Zweitsprache hinaus erweitert; dadurch werden zugleich die Einsatzmöglichkeiten der Absolventinnen und Absolventen insbesondere an ausländischen Hochschulen verbessert (sowohl für deutsche Studierende als Lektoren als auch für ausländische Studierende als Mitarbeiterinnen an heimischen Hochschulen).

Der Erwerb weiterer berufsrelevanter Schlüsselqualifikationen wird in zahlreichen Einzelveranstaltungen des Studiengangs integriert und gezielt unterstützt. Außerhalb von fachbezogenen Lehrveranstaltungen können Schlüsselqualifikationen auch in einschlägigen Veranstaltungen verschiedener universitärer Einrichtungen erworben werden, wie z.B. Medieneinsatz („Neue Medien“) beim Hochschulrechenzentrum (HRZ) oder sprachlich-stilistische Elaboration beim Schreiblabor und/oder beim PunktUm-Projekt/Schreibberatung und Schreibtraining für ausländische Studierende. Gezieltes Training in unterschiedlichen für Studium und Berufseinstieg relevanten Schlüsselqualifikationen bietet darüber hinaus in Kooperation mit den Fächern der "Servicebereich SL_K5 - Beratung für Studium, Lehre und Karriere" an.

Spezifische Probleme

Praktikum

  • BA DaF/DaZ: obligatorisches Unterrichtspraktikum im Profil „Sprachvermittlung Deutsch als Fremd-/Zweitsprache“

Das Praktikum sollte sowohl umfangreiches Hospitieren als auch die eigenständige Planung und Durchführung von DaF-/DaZ-Unterricht umfassen. Es kann im In- oder im Ausland absolviert werden. Empfehlenswert ist, zunächst im Rahmen eines Inlandspraktikums Unterrichtserfahrungen zu sammeln, um dann auf dieser Grundlage im Ausland zusätzliche interkulturelle Erfahrungen zu machen. Insgesamt hat das Praktikum einen Umfang von mindestens 60 Unterrichtsstunden. Grundsätzlich kann ein Auslands-Praktikum an jeder Institution absolviert werden, die DaF/Germanistik (im Ausland) professionell lehrt. Jeder kann sich selbst einen Praktikumsplatz suchen. Darüber hinaus hilft das Fach bei der Suche nach einem geeigneten Praktikumsplatz und gibt Tipps zur Finanzierung des Praktikums. Innerhalb der Universität gibt es die Möglichkeit, im Rahmen des dreiwöchigen TestDaF-Vorbereitungskurses für ausländische Studienbewerber, der jeweils vor Beginn des Wintersemesters stattfindet, ein intensiv vorbereitetes und betreutes Praktikum zu machen. Wer Einblick in die Projektarbeit erhalten möchte, kann entweder im „PunktUm-Projekt“ (Schreibberatung für ausländische Studierende) oder im „Projekt Förderunterricht für Schülerinnen und Schüler nicht deutscher Herkunft“ praktische Erfahrungen sammeln. In einigen der lokalen Sprachschulen sind nach Absprache ebenfalls Praktika möglich.

  • MA DaF/DaZ und Germanistik: obligatorische Mentoring- und Forschungspraktika im „Anwendungsmodul“; Studierenden, die in Bachelorphase kein Unterrichtspraktikum absolviert haben, wird ein solches dringend empfohlen oder im Rahmen eines „Angleichungsstudiums“ auferlegt.

Kontrastsprache

  • BA DaF/DaZ: 4 SWS in einer neu zu erlernenden Kontrastsprache sind obligatorisch für Bildungsinländer im Kernfach, wobei neben der Entwicklung grundlegender kommunikativer Fertigkeiten in der gewählten Fremdsprache das Ziel verfolgt wird, die Studierenden über die Reflexion der eigenen Schwierigkeiten für die Gesamtproblematik des Fremdsprachenlernens zu sensibilisieren (obligatorisches Lerntagebuch, kontrastive Sprachanalyse, Modulhausarbeit).
  • MA DaF/DaZ und Germanistik: Drei Fremdsprachen sind Zugangsvoraussetzung, wobei bei Bildungsausländern Deutsch als eine der Fremdsprachen zählt.

Studentischer Arbeitsaufwand (nach ECTS)

  • BA DaF/DaZ: 120 ECTS im Kernfach, 60 ECTS im Nebenfach
  • MA DaF/DaZ und Germanistik: 120 ECTS

Modul-Prüfungsleistung

(Leistungsnachweise)

  • BA DaF/DaZ: In jedem Modul ist mindestens eine Einzelleistung zu erbringen, und zwar in Form einer Klausur, einer Hausarbeit, eines Berichts und/oder einer mündlichen Prüfung. Die zu erbringenden Prüfungsleistungen sind in den Modulbeschreibungen einzeln und je nach Modul unterschiedlich geregelt.
  • MA DaF/DaZ und Germanistik: In jedem Modul ist mindestens eine Einzelleistung zu erbringen, und zwar in Form einer Recherche, einer Klausur, einer Hausarbeit, eines Studienprojekts, der Präsentation eines Forschungsprojekts und/oder einer mündlichen Prüfung. Die zu erbringenden Prüfungsleistungen sind in den Modulbeschreibungen einzeln und je nach Modul unterschiedlich geregelt.

Lern- und Qualifikationsziele/Berufsbezug

  • BA DaF/DaZ: s. Berufsbezug
  • MA DaF/DaZ und Germanistik: s. Berufsbezug

Promotionsmöglichkeiten

Das Fach DaF/DaZ bietet die Möglichkeit der Promotion. Die Promotionsstudiengänge an der Universität Bielefeld sind noch nicht reformiert, aber es gibt ein Doktorandenkolloquium im Lehrangebot, das jedes Semester angeboten wird und an dem durchschnittlich 15 DoktorandInnen vor Ort sowie regelmäßig auch DoktorandInnen aus dem Ausland teilnehmen. Darüber hinaus steht es den DoktorandInnen frei, weitere fachwissenschaftliche und methodologische Veranstaltungen aus dem Angebot des Faches und der Universität zu besuchen.

Forschungsschwerpunkte

  • Alphabetisierung
  • DaZ in der Schule
  • Didaktik
  • Diskursanalyse
  • Forschungsmethodologie
  • Frühförderung DaZ
  • Kulturwissenschaft
  • Lexik und Phraseologie
  • Motivation
  • Phonetik
  • Sprachlehr- und -lernforschung
  • Wissenschaftliches Schreiben in der L2 Deutsch

Besonderheiten

  • Schwerpunkt auf Sprachlehr- und -lernforschung sowie Linguistik im BA
  • Kombination DaF/DaZ und Germanistik, Forschungsorientierung inkl. empirischer Forschungspraxis im MA

Kooperationspartnerschaften

Im Rahmen von interuniversitären Verträgen kooperiert das Fach mit den Universitäten Welikij Nowgorod, Rzeszów und Antananarivo. Mit Antananarivo besteht außerdem seit 2008 eine Germanistische Institutspartnerschaft (GIP). Darüber hinaus pflegt das Fach 12 Erasmus-Partnerschaften sowie Praktikumskontakte in aller Welt.

Zusatzqualifikationen und andere Studientypen

Bezeichnung der DaF-/DaZ- Zusatzqualifikationen oder anderen Studientypen

(hier die Struktur von oben für die Eintragungen übernehmen)