Fachverband für Deutsch als Fremdsprache
 Fachverband Deutsch als Fremd- und ZweitspracheInteressenvertretung für DaF-/DaZ-Lernende, -Lehrende und -Institutionen 

Pressemitteilung des FaDaF zu den Plänen der Landesregierungen in Nordrhein‐Westfalen und Baden‐Württemberg: Gebühren für ausländische Studierende sind unfair und kontraproduktiv!

Nach Baden‐Württemberg plant nun auch Nordrhein‐Westfalen Studiengebühren für Ausländer einzuführen. Der Fachverband Deutsch als Fremd‐ und Zweitsprache e.V. (FaDaF) lehnt Studiengebühren für ausländische Studierende aus bestimmten Ländern strikt ab, denn sie richten sprach‐ und integrationspolitischen ebenso wie volkswirtschaftlichen Schaden an. Nicht zuletzt bedeuten sie die Abkehr von der Idee des internationalen Austauschs und der weltweiten partnerschaftlichen Zusammenarbeit.

Wer ausländische im Unterschied zu deutschen Studierenden mit Zusatzkosten belegt, zieht Gräben zwischen Deutschen und Nicht‐Deutschen und trifft die ökonomisch Schwächsten, egal wie begabt und motiviert sie sind. Dabei ist ein Studium in Deutschland gerade für Studierende, die aus Ländern außerhalb Europas kommen, vergleichsweise teuer. Denn ausländische Studienbewerber müssen meist zunächst erhebliche Mittel für akademische Vorbereitungsprogramme inklusive des Erwerbs von Deutschkenntnissen auf Hochschulniveau aufbringen und während des Studiums im Vergleich zum Heimatland hohe Lebenshaltungskosten tragen.

Lesen Sie die vollständige Pressemitteilung des FaDaF zum Thema „Gebühren für ausländische Studierende sind unfair und kontraproduktiv!“
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"Flüchtlinge scheitern an Deutschkursen"

19.05.2017

Dr. Matthias Jung im WDR-Morgenecho

GEW: „Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte und Qualität des Angebots

18.05.2017

Bildungsgewerkschaft zur „Woche der Integrationskurse“

Frankfurt a.M. - Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat die Bundesregierung aufgefordert, die Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte und die Qualität der Integrationskurse zu verbessern. "Lehrkräfte in Integrationskursen müssen grundsätzlich fest angestellt und tariflich - orientiert am Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD), Entgeltgruppe 11 - bezahlt werden", sagte Ansgar Klinger, für Weiterbildung verantwortliches GEW-Vorstandsmitglied, am Donnerstag mit Blick auf die "Woche der Integrationskurse" des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Solange eine Festanstellung nicht erreicht ist, müssten Honorarkräfte Stundensätze in Höhe von 54 bis 60 Euro erhalten. Zudem müssten die Träger der Integrationskurse Qualitätsstandards, wie es sie bis Sommer 2015 gab, nachweisen. Er machte darauf aufmerksam, dass in den beiden vergangenen Jahren auch Träger ohne ausreichende Erfahrungen mit Sprachkursen zugelassen worden seien.

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Pressemitteilung: Honorarkräfte beim Goethe‐Institut: Rechtssichere Lösungen für alle bei fairem Interessenausgleich notwendig

Die Beschäftigungssituation in der Erwachsenbildung, speziell auch im Bereich Deutsch als Fremd und Zweitsprache, ist von unsicheren freiberuflichen Honorarverträgen bei meist geringer, nicht ausbildungs-
adäquater Entlohnung der universitär ausgebildeten Lehrkräfte geprägt. Dies resultiert aus der Tatsache, dass im Vergleich zu Handel und Industrie der gesamte Sektor der Erwachsenenbildung unterfinanziert und wenig gewinnorientiert ist. Typisch sind vielfach die Abhängigkeit von knapp bemessener öffentlicher Förderung (z.B. im Rahmen von Integrationskursen für Geflüchtete und Migranten) und die Abwicklung durch gemeinnützige Institutionen.

Die Abgrenzung zwischen Freiberuflichkeit und Scheinselbstständigkeit beruht auf Einzelfallentschei-
dungen,die von der Rentenversicherung bei Betriebsprüfungen getroffen werden oder durch die Honorarkräfte selber angestoßen werden können und die zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen führen. Die rechtliche Unsicherheit über den Status von Honorarkräften und die (Nach‐)Zahlung von Sozialabgaben wird deshalb je nach Entscheidung der Rentenversicherung leicht zu einer existenziellen Frage für Honorarkräfte wie Kursträger. Die aktuelle Diskussion um die Honorarbeschäftigung beim Goethe‐Institut steht insofern ungeachtet der jeweiligen Besonderheiten und Einzelfälle stellvertretend für eine ganze Branche und die Situation der freiberuflichen Dozenten bei Volkshochschulen, Hochschulen, gemeinnützigen und privatwirtschaftlichen Kursträgern.

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Einschätzung zur Umsetzung und Auswirkung der Honorarerhöhung bei den Integrationslehrkräften

Göttingen, 13.07.2016

Eine Pressemitteilung des Innenministerium (BMI) sorgt aktuell für viele Fragen: Das BMI hat am 7.7.2016 erklärt, dass die Erhöhung des Referenzhonorars auf 35 EUR bzw. der Trägerpauschale auf 3,90 EUR rückwirkend ab dem 1.7. gelten sollen. Zur Trägerpauschale wird noch ergänzt, dass diese ab dem 21. Teilnehmer auf 2 EUR gesenkt wird. Das BAMF hat jetzt am 12.7. ein Trägerrundschreiben verschickt, das klarstellt, dass die Trägerpauschale rückwirkend, d.h. auch für bereits laufende Kurse gezahlt wird und dass die Honorare entsprechend zu erhöhen seien.

Viele Detailfragen bleiben aber unklar, solange es keine neue Abrechnungsrichtlinie gibt (die aktuelle datiert vom 1.1.2016). Diese regelt beispielsweise auch, welche finanziellen Bedingungen in den Spezialkursen (etwa Alphabetisierung) mit weniger Teilnehmern gelten.

Das neue Referenzhonorar von 35 EUR dürfte sich erst allmählich durchsetzen, da die laufenden Kurse noch unter anderen Bedingungen gestartet sind und mit den neuen Honorarsätzen u.U. unwirtschaftlich werden. Die einzige Sanktion für Träger, die das Referenzhonorar nicht zahlen, besteht im Übrigen darin, dass sie die Zulassung jährlich neu beantragen müssen. Rechnerisch deckt die erhöhte Teilnehmerpauschale die Honorarmehrkosten für die Kursträger ab dem 15. Teilnehmer. Kurse, die diese - durchgehend notwendige - Teilnehmerzahl nicht erreichen, könnten daher zukünftig eingestellt werden oder müssen länger warten bis die höhere Teilnehmerzahl zusammen gekommen ist.

Die Erhöhung der Honorare in den öffentlich geförderten Kursen dürfte auf breiter Front erst gegen Ende des Jahres verwirklicht sein. Erwin Denzler (GEW) hat dazu ein Merkblatt zusammengestellt, wie sich Lehrkräfte verhalten können, um möglichst schnell das neue Referenzhonorar von 35 EUR zu erhalten.

Auswirkungen auf die Honorare anderer Kursangebote (etwa im Bereich studienvorbereitende Kurse bzw. Selbstzahlerkurse, die nur indirekt betroffen sind) werden wohl noch später, sehr differenziert nach Anbieter und eher in kleinen Schritten erfolgen.

Mit Sicherheit werden nicht alle Kursanbieter bei der Honorarerhöhung mitziehen können oder wollen, so dass es wohl zu einer noch stärkeren Spaltung zwischen Kursangeboten mit gut qualifizierten und solchen mit schlechter qualifizierten Lehrkräften kommen wird. Außerdem erhöht sich so der wirtschaftliche Druck, große Gruppen zu bilden. Kursanbieter, die mit kleinen Gruppen arbeiten, dürfte vor besonderen Schwierigkeiten stehen, und daher die Preise etwa für Sommerkurse, studienvorbereitende Angebote oder Fachsprachenkurse 2017 kräftig anziehen, soweit sie nicht eingestellt werden. Es ist daher auch damit zu rechnen, dass die durchschnittliche Teilnehmerzahl pro Kurs deutlich steigt, was den Bedarf an Lehrkräften ebenfalls reduzieren wird.

Der FaDaF setzt sich dafür ein, dass diese Erhöhung jetzt zügig vom BAMF in entsprechenden Anweisungen an die Kursträger umgesetzt wird und fordert alle Kursanbieter auf, für - gut qualifizierte DaF-/DaZ-Lehrkräfte - zukünftig ein Mindesthonorar von 35 EUR zu zahlen bzw. entsprechende vergütete Stellen einzurichten (was im Übrigen immer noch deutlich unter der Bezahlung von LehrerInnen im Schuldienst liegt). Außerdem muss die Absenkung der Qualifizierungsstandards für DaF-/DaZ-Lehrer möglichst schnell zurückgenommen werden. Siehe dazu auch unsere Pressemitteilung vom 30.05.2016

Dr. Matthias Jung, Vorsitzender FaDaF e.V.

Pressemitteilung: Nachhaltiges Konzept zur sprachlichen Integration notwendiger denn je

Der FaDaF begrüßt ausdrücklich die bevorstehende Erhöhung der Honorarvorgabe für Lehrkräfte in den Integrationskursen um über 50% auf 35 EUR pro Unterrichtsstunde, verbunden mit der Bereitstellung entsprechend erhöhter Mittel für die Kursträger. Diese Maßnahme wird über die Integrationskurse hinaus eine Signalwirkung für den gesamten Bereich des Lehrens und Lernens von Deutsch als Fremd‐ und Zweitsprache entfalten, vor allem aber zu höheren Einkommen für die Lehrkräfte führen.

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Pressemitteilung: Finanzmittel zur sprachlichen Integration effizienter einsetzen – Beispiel hochqualifizierte Flüchtlinge

Die aktuelle Debatte zum Thema Deutschunterricht für Geflüchtete steht im Zeichen kurzfristiger Übergangslösungen und isolierter Maßnahmen für bestimmte Teilgruppen wie Kinder, Erwachsene, Gering- und Hochqualifizierte oder Studierende in verschiedenen Spracherwerbsphasen. Über Ministerien und Institutionen werden zwar beachtliche Mittel verteilt, dies geschieht aber oft nur punktuell und unkoordiniert. Es fehlt ein vom Individuum und dem Deutschlernprozess her gedachter ganzheitlicher Ansatz bei gleichzeitig notwendigen Differenzierungen nach den verschiedenen Zielgruppen. Darunter leidet die Effizienz der an sich begrüßenswerten Maßnahmen, und zwar sowohl was die Lernergebnisse als auch was den damit eigentlich bezweckten Integrationserfolg angeht.

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Pressemitteilung: Flüchtlingskinder und Deutschunterricht – ausgebildete Fachleute endlich einstellen!

Bis zu einem Drittel der Flüchtlingskinder – so aktuelle Schätzungen – sind im schulpflichtigen Alter. Um erfolgreich am Regelunterricht teilnehmen zu können, müssen solche Seiteneinsteiger zunächst – möglichst effektiv – Deutsch lernen. Viele Bundesländer haben dafür spezielle Förder- und Vorbereitungsklassen mit Schwerpunkt Sprachunterricht vorgesehen. Angesichts der Zahlen an Flüchtlingskindern ergibt sich akut für diese Klassen ein hoher zusätzlicher Bedarf an etwa 10.000 – 20.000 Lehrerinnen und Lehrern.

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Leipziger Erklärung der Institute und Abteilungen für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache in Deutschland zur sogenannten „Flüchtlingskrise“

An den Instituten und Abteilungen für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache (DaF/DaZ) der Universitäten und Hochschulen der Bundesrepublik Deutschland bilden wir seit über vierzig Jahren die Lehrkräfte und ExpertInnen aus, die die deutsche Sprache als Fremd- und Zweit-sprache an Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Bildungsinstitutionen im In- und Ausland vermitteln. Zusammen mit dem Fachverband Deutsch als Fremd- und Zweitsprache (FaDaF) melden wir uns hiermit zu Wort, um die Öffentlichkeit und die politisch Verantwortlichen auf die folgenden Punkte aufmerksam zu machen, die Sie hier finden. Die Erklärung wurde von den einschlägigen DaF-/DaZ-Institutionen, auch dem FaDaF, unterzeichnet.

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