Fachverband für Deutsch als Fremdsprache
  Fachverband für Deutsch als FremdspracheInteressenvertretung für DaF-Lernende, DaF-Lehrende und DaF-Institutionen  

Themenschwerpunkt 2: Professionalisierung im DaF-/DaZ-Bereich

Koordination:

Prof. Dr. Ursula Bredel
(Univ. Hildesheim)
Prof. Dr. Gisella Ferraresi (FaDaF, Univ. Bamberg)

Professionalisierung im DaF-/DaZ-Bereich ist eng mit Fragen der Aus- und Weiterbildung verknüpft, die bereits auf der FaDaF-Jahrestagung 2008 in Düsseldorf in einem Themenschwerpunkt behandelt wurden (siehe den Tagungsband hrsg. von Chlosta/Jung, MatDaF Band 81, Göttingen 2010). Was hat sich in der Zwischenzeit in der Qualifizierung und Professionalisierung von DaF-/DaZ-Lehrkräften bzw. AbsolventInnen getan? Gibt es beispielsweise mittlerweile schulartenspezifische Zielsetzungserklärungen und Qualifizierungsangebote in Deutschland, die konsequent den Aspekt der Mehrsprachigkeit berücksichtigen und entsprechende Kompetenzen vermitteln?
Für Lehrkräfte in Integrationskursen hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) in den letzten Jahren einen Minimalstandard durchgesetzt. Welche Auswirkungen hat das gehabt und ist dieser Standard ausreichend? Ein weiterer, immer wichtigerer Bereich ist die vorschulische Sprachförderung. Im Vergleich zur universitären DaF-/DaZ-Ausbildung beschränken sich die Ausbildungsangebote im DaZ-Bereich für Erziehungskräfte meistens auf eine Zusatzausbildung durch sehr unterschiedlichen Träger, die vielerorts keiner Qualitäts- oder Standardsicherung unterliegt. DaF/DaZ-Kräfte werden darüber hinaus in vielen anderen Institutionen wie z.B. im Gesundheitswesen oder bei der Lehrmaterialerstellung eingesetzt. Gibt es auch hier einen spezifischen Professionalisierungsbedarf?
Neben den mehr institutionellen Fragen der Aus- und Weiterbildung geht es aber auch um eine inhaltliche Definition von Professionalisierung, die übergreifend ebenso wie institutionell und lernergruppenspezifisch differenziert zu leisten ist. Welche Diagnose- und welche Förderkompetenzen im Umgang mit den einzelnen Lernern und welche Analysekompetenzen etwa im Umgang mit vorhandenen Lehrmaterialien sollten vorausgesetzt werden?Wie können Lehrkräfte mit der sprachlichen Heterogenität in ihren Gruppen umgehen, d.h. einerseits mit der Mischung von mono- und multilingualen Lernern und andererseits mit der Vielfalt der unterschiedlichen Ausgangssprachen?
Wie sind die bisherigen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für die im Bereich DaF/DaZ Tätigen zu bewerten? Wie kann die Professionalisierung in den genannten Berufsbereichen erreicht und abgesichert werden? Wie lassen sich für die verschiedenen DaF-/DaZ-Lehrkräften angesichts eines bildungspolitischen Flickenteppichs in den verschiedenen Bundesländern überregionale Standards entwickeln und implementieren? Welche Modelle gibt es für die Entwicklung und praktische Umsetzung solcher Standards auf überregionaler Ebene? Und schließlich: Welche Rolle spielt die Verbesserung der rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen vor allem für freiberufliche DaF-/DaZ-Lehrende?

Willkommen sind in diesem Themenschwerpunkt alle Beiträge, die sich mit diesen und ähnlichen Problematiken empirisch, programmatisch oder in Form modellhafter Umsetzungen beschäftigen.

Interessierte Referent/inn/en werden gebeten, ihre Vorschläge für einen Beitrag in Vortragsform (ca. 30-35 Minuten + max. 20 Minuten Diskussionszeit) mit einem Abstract von ca. 20 Zeilen Länge AUSSCHLIESSLICH über das Formular zur Einreichung von Vortragsvorschlägen einzureichen. Abstracts, die direkt an die Betreuer des Forums gehen werden NICHT berücksichtigt! Die Betreuer können aber für Rückfragen per Mail kontaktiert werden.

Prof. Dr. Ursula Bredel: ursula.bredel@uni-hildesheim.de
Prof. Dr. Gisella Ferraresi: ferraresi@fadaf.de

Alle, die einen Vorschlag eingereicht haben, werden nach dem 02.04.2012 von den jeweiligen TSP-Betreuern persönlich informiert, ob der Beitrag angenommen wurde.
Referentinnen und Referenten der Jahrestagung erhalten einen Tagungsrabatt von knapp 50% und zahlen nur 45 EUR statt 85 EUR Tagungsgebühr. Sie haben außerdem die Möglichkeit, ihren Vortrag im Tagungsband, der in der Reihe Materialien DaF erscheint, zu veröffentlichen, sofern er den Qualitätskriterien entspricht. Die Reise- und Unterkunftskosten müssen die Referentinnen und Referenten selber tragen.

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