Fachverband für Deutsch als Fremdsprache
 Fachverband Deutsch als Fremd- und ZweitspracheInteressenvertretung für DaF-/DaZ-Lernende, -Lehrende und -Institutionen 

Themenschwerpunkt 4

Evaluatives Feedback und Qualitätsentwicklung

Koordination:
Priv.-Doz. Dr. Olaf Bärenfänger (FaDaF, Universität Leipzig): baerenfaenger@uni-leipzig.de
Annemarie Hülsmann (TU Chemnitz): annemarie.huelsmann@phil.tu-chemnitz.de

Die kontinuierliche (lernprozessbegleitende) Evaluation von Lernfortschritten stellt, wie auf breiter empirischer Basis belegt wurde, ein außerordentlich wirksames Instrument zur Optimierung von jenen Lernvorgängen und zur Erhöhung des Lernerfolgs dar, und zwar insbesondere dann, wenn es die Grundlage für ein lernerfokussiertes Feedback bildet. Mit der regelmäßigen Erhebung von Lernfortschritten erhalten Lehrende detaillierte Information zur Wirksamkeit ihres Unterrichts. Umgekehrt erfahren Lernende, wie effektiv ihre Lernprozesse vonstatten gehen und wo sie nötigenfalls umsteuern müssen. Idealerweise setzen sich Lernende im Zuge einer lernprozessbegleitenden Diagnostik mit Lernzielen, dem eigenen Lernstand und dem eigenen Lernen auseinander. Im Ergebnis sind Lernende, die auf dieser Grundlage lernprozessbegleitendes Feedback erhalten, Studien zufolge mit ihrem Lernen zufriedener als Lernende ohne Feedbackmaßnahmen. Dies hat zugleich bestenfalls Auswirkungen auf die Motivation und das positive Selbstbild der Lernenden unter dem Gesichtspunkt der Selbstwirksamkeit. In der Summe kommen dem lernprozessbegleitenden Feedback so zahlreiche Potenziale zu, sodass es als wichtiger Baustein einer Strategie zur Qualitätsentwicklung des Unterrichts zählen sollte.

In Themenschwerpunkt 4 werden Beiträge zu theoretischen Konzepten und empirischen Befunden zu einem wirksamen evaluativen Feedback erbeten. Folgende Fragen könnten Gegenstand von Vorträgen sein:
  • Welche Anforderungen sind an Konzepte, Modelle und Instrumente für evaluatives Feedback zu stellen?
  • Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, damit evaluatives Feedback positive Wirkungen entfaltet?
  • Welche Beratungsansätze bzw. Feedbacktechniken sind geeignet, um Lernerfolge zu erhöhen?
  • Welche Techniken sind geeignet, um eine Kohärenz von Lernzielen und diagnostischen Instrumenten im Sinne des Constructive Alignments herzustellen?
  • Welche Ansätze sind vorhanden, um die zahlreichen im Rahmen des Unterrichts anfallenden diagnostischen Informationen zielführend in den Lernprozess systematisch einzubinden?
  • Inwieweit enthalten Lehrwerke Materialien und Hilfestellungen, um Lernfortschritte systematisch zu erheben und daraus didaktische Maßnahmen abzuleiten?
  • Welche Möglichkeiten bietet die Digitalisierung, um Lernfortschritte feinmaschig zu erfassen und Lernprozesse feiner zu steuern?
  • Welche empirischen Befunde sprechen für die (Un-)Wirksamkeit von evaluativem Feedback?
  • Welche Kompetenzen benötigen Lehrende, um Lernfortschritte zuverlässig und aussagekräftig zu erfassen und hierauf aufbauend zielführendes Feedback zu geben?

Interessierte ReferentInnen werden gebeten, bis zum 1. Dezember 2018 ihre Vorschläge für einen Beitrag (insg. 60 Minuten, davon ca. 30-35 Minuten Vortrag + 25-30 Minuten Diskussionszeit) mit einem Abstract von max. 200 Wörtern Länge ausschließlich über das Online-Formular einzureichen. Abstracts, die direkt an die KoordinatorInnen des Themenschwerpunkts gehen, werden NICHT berücksichtigt! Die KoordinatorInnen stehen aber natürlich gerne für Rückfragen zur Verfügung.

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