Fachverband für Deutsch als Fremdsprache
 Fachverband Deutsch als Fremd- und ZweitspracheInteressenvertretung für DaF-/DaZ-Lernende, -Lehrende und -Institutionen 

Themenschwerpunkt 3

Niederschwellige Deutschangebote im A1/A2-Bereich und Zielgruppenspezifik

Koordination:
Dr. Matthias Jung (FaDaF, IIK Düsseldorf & Berlin): jung@fadaf.de
Prof. Dr. Thorsten Roelcke (FaDaF, TU Berlin): roelcke@tu-berlin.de
Coretta Storz (TU Chemnitz): coretta.storz@phil.tu-chemnitz.de
Jun.-Prof. Dr. Nadja Wulff (FaDaF, PH Freiburg): nadja.wulff@ph-freiburg.de

In den deutschsprachigen Ländern leben und arbeiten zahlreiche Personen verschiedener Herkünfte, die nur geringe Kenntnisse in der deutschen Sprache aufweisen und die (aus welchen Gründen auch immer) nicht oder nur in geringem Umfang weiter ausbauen wollen oder können. Auch im Ausland wird oft Deutsch nur mit geringen Stundenzahlen bis zu einem A1- oder A2-Niveau gelernt, vor allem als oft optionales Zusatzangebot in technischen oder betriebswirtschaftlichen Studiengängen, allgemeinbildenden oder beruflichen Schulen.
Niederschwellige Angebote können also sowohl einen ersten Zugang zur deutschen Sprache und Durchgangstation zu einer umfassenden Sprachkompetenz darstellen, sich aber auch als Sackgasse erweisen, wenn die Lernenden trotz hohen Bedarfs keinen weiteren Kompetenzzuwachs mehr erzielen. Um diesem spezifischen, wenn auch heterogenen Personenkreis ein Leben und auch ggf. ein Arbeiten in Deutschland, in Österreich oder in der Schweiz bzw. mit deutschsprachigen Firmen und Institutionen weltweit zu ermöglichen, gibt es mittlerweile spezifische Angebote, die zum einen die Bewältigung von Kommunikationssituationen im Alltag und Beruf gewährleisten und zum anderen im Hinblick auf einen gesteuerten oder ungesteuerten weiteren Kompetenzaufbau konzipiert sind und ggf. frühzeitig eingetretenen Fossilierungen entgegensteuern sollen (Hier sind für Deutschland vor allem die öffentlich finanzierten Berufssprachkurse nach der Deutschförderung zu nennen). Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich der Tagungsschwerpunkt unter anderem mit den folgenden Fragestellungen:
  • Welche Ursachen und Voraussetzungen (Alter, Schulbildung bzw. Bildungs- und Berufserfahrungen, mangelnde Alphabetisierung, Trauma usw.) können für mangelnde Lernfortschritte trotz regelmäßigen Unterrichts verantwortlich gemacht werden?
  • Wie sollten spezifische Curricula und Materialien für die Anfangsstufen (A1/A2), auf die gleichzeitig im weiteren Spracherwerb aufgebaut werden kann, im Hinblick auf eine schnelle alltagsbezogene oder berufsspezifische Anwendung konzipiert sein bzw. zielgruppenspezifisch differenziert werden?
  • Welche Rolle spielen Formeln und Routinen (chunks) in der Sprachproduktion der Lernenden mit geringen Deutschkenntnissen bzw. für den fortschreitenden Kompetenzaufbau?
  • Wie können einmal entstandene Fossilierungen aufgebrochen werden?
  • Wie kann an das Vorwissen dieser heterogenen Zielgruppe im Unterricht lernförderlich angeknüpft werden?
  • Welche Möglichkeiten im Erwerbsleben bestehen für Personen mit geringen Kenntnissen im Deutschen, und wie kann ein solches Erwerbsleben sprachlich begleitet werden?


Interessierte ReferentInnen werden gebeten, bis zum 1. Dezember 2018 ihre Vorschläge für einen Beitrag (insg. 60 Minuten, davon ca. 30-35 Minuten Vortrag + 25-30 Minuten Diskussionszeit) mit einem Abstract von max. 200 Wörtern Länge ausschließlich über das Online-Formular einzureichen. Abstracts, die direkt an die KoordinatorInnen des Themenschwerpunkts gehen, werden NICHT berücksichtigt! Die KoordinatorInnen stehen aber natürlich gerne für Rückfragen zur Verfügung.


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