Fachverband für Deutsch als Fremdsprache
 Fachverband Deutsch als Fremd- und ZweitspracheInteressenvertretung für DaF-/DaZ-Lernende, -Lehrende und -Institutionen 

TSP 2: Sprachberatung und Sprachcoaching

Koordination:
PD Dr. Olaf Bärenfänger (FaDaF, Universität Leipzig): baerenf(at)uni-leipzig.de
Dr. Matthias Jung (FaDaF, IIK Düsseldorf/Berlin): jung(at)fadaf.de

Neben dem Unterricht als institutionalisiertem Ort von Sprachlernprozessen erweitert sich auch das Spektrum an Lerngelegenheiten kontinuierlich: Neben Sprachreisen oder Sprachcamps, Sommerakademien, Austausch- oder Tandemprogramme stehen diverse Materialien für das Selbststudium, Portfolios, elektronische Vokabeltrainer, Video- oder Audiokonferenzen, Blogs, Chats und Plattformen zum kollaborativen Schreiben oder digitale Übungspools.

Gleichzeitig hat die verstärkte Aufmerksamkeit für die sprachliche Integration von Zuwanderern außerunterrichtliche Spracherwerbsprozesse, die vor, nach, parallel zu bzw. ganz unabhängig vom gesteuerten Zweitsprachlernen insbesondere in schulischen und beruflichen Kontexten ablaufen, wieder stärker in den Forschungsfokus rücken lassen.

Beiden Perspektiven ist ‒ mal aus pädagogischen Gründen, mal aus pragmatischen oder ökonomischen Notwendigkeiten ‒ die Verlagerung von Verantwortung für Sprachlernprozesse von den professionellen Lehrenden auf die Selbstlernenden gemeinsam, was ganz auf der Linie des seit vielen Jahren propagierten Konzepts der Lernerautonomie liegt. Diese Verschiebung der Verantwortung rückt aber auch das Kompetenzgefälle zwischen Sprachvermittlungsexperten und Sprachvermittlungslaien in den Blickpunkt, denn Selbstlernende sind in der Regel nicht nur mit den Regularitäten einer Sprache, sondern auch mit der Planung, Steuerung und Überwachung von Sprachlernprozessen wenig vertraut.

Zur Überbrückung dieser Defizite nimmt daher die Zahl allgemeiner oder spezieller Sprachlernberatungsangebote (z.B. Schreibberatung) seit geraumer Zeit kontinuierlich zu und es haben sich neue Konzepte wie Sprachcoaching oder Lernkliniken (Language Clinics) etabliert.

Vor diesem Hintergrund geht der TSP 2 den folgenden Fragen nach:
  • Welche Voraussetzungen müssen Lernende mitbringen bzw. welche müssen ihnen für das erfolgreiche Selbstlernen vermittelt werden?
  • Worin bestehen die Beratungsbedarfe von Lernenden?
  • Welche Beratungsmodelle werden implementiert? Welche Balance zwischen direktiven und nicht-direktiven Konzepten ist erstrebenswert?
  • Inwiefern muss sich die Lehrerrolle in Richtung Sprachcoach wandeln? Was unterscheidet Sprachcoaches von traditionellen Sprachlehrkräften? Welche zusätzlichen Kompetenzen benötigt ein Sprachcoach und wie kann man sie erwerben?
  • Welche Prozesse lassen sich im Kontext von Lernberatungen und Sprachcoachings identifizieren?
  • Welche Befunde liegen zur Wirksamkeit und Akzeptanz von Sprachlernberatungen vor? Wie lässt sich die Qualität von Lernberatungen und Sprachcoachings evaluieren und auf welcher theoretischen Grundlage?
  • Wie greifen Sprachlerncoaching bzw. Sprachberatung auf der einen und Sprachunterricht bzw. ungesteuerter Spracherwerb auf der anderen Seite ineinander?

Interessierte ReferentInnen werden gebeten bis zum 31. Dezember 2017 ihre Vorschläge für einen Beitrag in Vortragsform (insg. 60 Minuten, davon ca. 30-35 Minuten Vortrag + 25-30 Minuten Diskussionszeit) mit einem Abstract von ca. 20 Zeilen Länge ausschließlich über das Online-Formular einzureichen. Abstracts, die direkt an die BetreuerInnen des Forums gehen werden NICHT berücksichtigt! Die BetreuerInnen stehen aber natürlich gern für Rückfragen zur Verfügung.

Zu dem Online-Formular für die Einreichung von Vortragsvorschlägen gelangen Sie hier!


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